Der Ironman Neuseeland eröffnet am 7. März die Ironman Pro Series 2026 – mit Weltklasse-Besetzung in Taupō. Titelverteidiger Kristian Blummenfelt und Katrina Matthews führen das Feld an, Frederic Funk will sich das Ticket für die Ironman-WM sichern. 5.000 Punkte, 125.000 Dollar Preisgeld und WM-Slots für Kona sorgen für maximale Brisanz zum Saisonauftakt.
Mit dem Ironman Neuseeland startet am 7. März in Taupō die dritte Saison der Ironman Pro Series. Mehr als 40 Profi-Triathletinnen und -Triathleten aus 15 Nationen stehen auf der Startliste – und kämpfen um 125.000 US-Dollar Preisgeld, 5.000 Serienpunkte sowie jeweils vier Qualifikationsplätze pro Geschlecht für die Ironman-Weltmeisterschaft 2026 in Kailua-Kona. Taupō ist dabei kein gewöhnlicher Austragungsort: Das Rennen ist der zweitälteste Ironman weltweit – und liefert regelmäßig schnelle Zeiten wie dramatische Rennverläufe. Entsprechend hoch ist die sportliche Dichte zum Serienauftakt.
Matthews wieder auf dem Durchmarsch?
Als zweifache Titelträgerin der Ironman Pro Series startet Katrina Matthews (GBR) mit klarer Mission in die Saison: 5.000 Punkte und eine frühe WM-Qualifikation. Die Britin kennt Taupō gut – 2024 wurde sie hier Zweite bei der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft. Ein früher Formnachweis würde ihr Planungssicherheit für den weiteren Saisonverlauf geben.
Vorjahressiegerin Regan Hollioake (AUS) kehrt ebenfalls mit Ambitionen zurück. Nach Rang sechs in der Pro-Series-Gesamtwertung 2025 will sie das Jahr 2026 mit einem Statement beginnen. Mit Hannah Berry (NZL) steht eine weitere Podiumskandidatin am Start. Die Lokalmatadorin war 2024 Gesamtvierte der Pro Series und überzeugte zuletzt mit Platz vier bei der Ironman-Weltmeisterschaft. In Taupō wird sie auf lautstarke Unterstützung zählen können. Erfahrung bringt auch Jocelyn McCauley (USA) mit: Die zweifache Ironman-Neuseeland-Siegerin bestreitet ihr neuntes Rennen in Taupō und stand bei der WM mehrfach in den Top Ten.
Blummenfelt klarer Favorit, Funk will die Hawaii-Quali
Bei den Männern führt kein Weg an Kristian Blummenfelt (NOR) vorbei. Der Olympiasieger und Ironman-Weltmeister gewann 2025 die Ironman Pro Series mit Siegen unter anderem in Texas und Frankfurt sowie Podiumsplätzen bei beiden Weltmeisterschaften. In Taupō startet er nun in die Titelverteidigung als klarer Favorit.
Doch die neuseeländische Konkurrenz ist stark. Mike Phillips (NZL) ist dreifacher Sieger in Taupō und stellte 2025 mit 7:45:47 Stunden eine neue Streckenbestzeit auf. Sechs Podestplätze bei sieben Starts sprechen für sich. Auch Kyle Smith (NZL) will vor heimischem Publikum angreifen. Nach gesundheitlichen Problemen im Vorjahr hofft er auf eine Rückkehr zu alter Stärke, inklusive Topresultaten bei Weltmeisterschaften und einem Podium in Taupō.
Mit Frederic Funk steht zudem ein deutscher Athlet auf der Liste, der zuletzt mit Platz drei bei der Challenge Wanaka überzeugte. Auch in Taupō gehört er zu den Podiumskandidaten und könnte sich den Kona-Slot sichern. Dazu kommen erfahrene Ironman-Performer wie Matt Hanson (USA) oder Pierre Le Corre (FRA), der sein Langdistanz-Debüt gibt.
Schnelle, aber nicht zu unterschätzende Strecke
Geschwommen wird im Lake Taupō, einem meist kühlen, aber häufig ruhigen Gewässer. Die Radstrecke führt über welliges Terrain durch die offene Landschaft rund um Taupō – rhythmisch, aber mit permanentem Druck auf dem Pedal. Der Marathon verläuft größtenteils flach entlang des Sees, bietet jedoch mehrere Wendepunkte und wenig Schatten. Wind kann hier zum entscheidenden Faktor werden.
Liveübertragung für Nachtschwärmer
Der Ironman Neuseeland wird weltweit kostenlos live übertragen:
- Live-Stream auf dem offiziellen Ironman-YouTube-Kanal
- Streaming über ironman.com/proseries
- Regionale Partner, in Deutschland über ein kostenpflichtiges Dazn-Abo
Start ist am Samstag, 7. März 2026, 7:45 Uhr Ortszeit Neuseeland. Aufgrund der Zeitverschiebung wird es hierzulande etwas tricky. Neuseeland ist Deutschland zeitlich zwölf Stunden voraus, das Rennen beginnt also bereits am Freitagabend um 19:45 Uhr.