Sonntag, 25. September 2022

Justus Nieschlag im Finale unschlagbar

Justus Nieschlag gewinnt am Ende mit 29 Sekunden Vorsprung vor dem Briten Alex Yee und dem Italiener Nicolo Strada die zweite Station der Arena Games Triathlon in London. Foto: SLT

Die Arena Games Triathlon powered by Zwift hatten ihren zweiten Halt im Olympic Aquatics Center in London. Vor ausverkauften Rängen präsentierten die Athletinnen und Athleten spannenden Sport unter dem Hallendach. Im Gegensatz zur ersten Station in München, wurde die Windschattenfunktion beim Radfahren ausgestellt, weshalb das Radsegment mehr Gewicht bekommen hatte, was vorwiegend beim Männerrennen zu sehen war.

Französin Beaugrand dominiert gegenüber den Britinnen

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Vor zwei Wochen beim Start der Arena-Games-Triathlon-Series dominierte noch die Britin Beth Potter. Dass sich dieses Blatt so deutlich wenden würde, war nicht zu erwarten. Im Vorlauf belegten Potter und die 24-jährige Französin Beaugrand Platz eins und zwei, mit der Entscheidung aus dem zweiten Vorlauf, den die Britin Jessica Learmonth für sich entschied, sah im Finale alles nach einem Zweikampf der beiden Britinnen aus.

Im Finale war Cassandre Beaugrand jedoch in einer eigenen Liga unterwegs und dominierte alle drei Finalrennen. Gerade beim Laufen hatte die ehemalige 10.000 Meter Olympiateilnehmerin Beth Potter ihr nachsehen. Mit einer Zeit von 2:45 Minuten lief die Französin die schnellste jemals gelaufene Zeit innerhalb der Arena Games und war im Schnitt einen Kilometer pro Stunde schneller als ihre Verfolgerinnen. Am Ende hatte die junge Cassandre Beaugrand einen Vorsprung von 32 Sekunden auf Potter, als dritte kam Jessica Learmonth, die Super-League erfahrene Britin, ins Ziel. Anabel Knoll schaffte den Sprung ins Finale über die Lucky-Loser-Wertung und belegte am Ende einen guten neunten Platz in einem sehr starken Frauenfeld.

Nieschlag im Finale eine Klasse für sich

Vor zwei Wochen in München belegte Justus Nieschlag den dritten Platz hinter dem Gewinner Aurelien Raphael und Max Stapley aus Austalien. Dass die Arena Games Triathlon ihre eigene Gesetzte haben, musste der Franzose schon im Vorlauf hart spüren, als ihn technische Probleme die Finalteilnahme kosteten. Dafür präsentierten sich Justus Nieschlag, der als Zweiter hinter dem Lokalmatador aus London Alex Yee ins Ziel kam sowie Simon Henseleit, der sich über die Zeit fürs Finale qualifizieren konnte, in guter Form.

Justus Nieschlag konnte direkt im ersten Finallauf den Abstand zum herausragenden Läufer Yee klein halten, so hatte er nach der ersten Etappe nur einen Abstand von drei Sekunden auf den führenden Briten. Wie auch schon in München, schien es so, also ob der Niedersachse mit der dichten Rennfolge am besten klarkam. Der zweite Lauf, der in umgekehrter Reihenfolge, also mit dem Laufen begann, zeigte einen nach vorne stürmenden Justus Nieschlag. Bis zum Ende der ein Kilometer langen Laufstrecke hatte er sich einen Vorsprung von fünf Sekunden auf seinen Verfolger Alex Yee herausgelaufen. Die Wechsel funktionierten ebenso reibungsloswie vor zwei Wochen und es zeigte sich, dass das Radsegment ohne Windschatten für größere Lücken sorgen konnte. Im Radabschnitt baute Nieschlag seinen Vorsprung auf zwölf Sekunden aus und gab diesen auch im abschließenden Schwimmen nicht mehr her. Mit einer Führung von 16 Sekunden ging Nieschlag in die abschließende dritte Etappe und bewies über alle drei Disziplinen, dass es an diesem Tag kein Vorbeikommen gab. Mit dem Sieg bei den Arena Games Triathlon in London ist Justus Nieschlag der erste Athlet, dem es gelingt vier Medaillen bei den Arena-Games-Eventes zu gewinnen.

Der Sieg in London und der dritte Platz aus der ersten Etappe in München bringen den 30-Jährigen in die Favoritenrolle für den ersten eSport-Weltmeisterschaftstitel, der in zwei Wochen am 07. Mai in Singapur vergeben wird. Simon Henseleit zeigte sich deutlich stärker als noch vor zwei Wochen und belegte am Ende den fünften Platz, vor dem Silbermedaillengewinner aus München, dem Australier Max Stapley.

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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