Der Norseman Xtreme Triathlon hat die Startliste für 2026 veröffentlicht. Unter den 250 Athletinnen und Athleten sind ein zweifacher Olympiasieger, eine dreifache Siegerin aus Deutschland – und insgesamt 25 deutsche Starterinnen und Starter.
Am 1. August 2026 wird es im Hardangerfjord wieder früh ernst. Um 5 Uhr morgens springen 250 Athletinnen und Athleten von einer Fähre ins Wasser, anschließend warten 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und ein Marathon mit dem finalen Anstieg auf den Gaustatoppen. Der Norseman gilt als einer der härtesten Triathlons der Welt – nicht nur wegen der Langdistanz, sondern vor allem wegen der Strecke, des Wetters und des besonderen Finish-Modus am Berg. Für die Ausgabe 2026 hat der Veranstalter nun die Startliste veröffentlicht. Knapp 8.000 Menschen aus 100 Ländern hatten sich um einen Platz beworben, 250 von ihnen stehen am 1. August an der berühmten Startlinie in Form einer Fähre.
Alistair Brownlee vor Norseman-Debüt
Der prominenteste Name auf der Liste ist wohl Alistair Brownlee. Der Brite, Olympiasieger von London 2012 und Rio 2016, startet erstmals beim Norseman. In der Pressemitteilung beschreibt Brownlee den Reiz des Rennens als Mischung aus Abenteuer, Grenzerfahrung und sportlicher Neugier.
„Ich war immer auch das Kind, das neue Orte entdecken, seine Grenzen verschieben und neue Sportgemeinschaften kennenlernen wollte“, wird Brownlee zitiert. Der Norseman habe für ihn immer ganz oben auf der Liste gestanden. Ganz ohne sportlichen Ehrgeiz dürfte der Start dennoch nicht ablaufen: Sobald das Startsignal ertöne, sei es schwer, nur teilzunehmen, so Brownlee sinngemäß. Sein Ziel sei es, das Rennen zu genießen – aber trotzdem so schnell wie möglich unterwegs zu sein.
Susanne Buckenlei kehrt zurück
Auch aus deutscher Sicht ragt ein Name heraus: Susanne Buckenlei. Die 49-Jährige aus Allersberg im Landkreis Roth steht ebenfalls auf der Startliste. Für sie ist der Norseman bekanntes Terrain. Buckenlei gewann das Rennen dreimal in Serie, von 2009 bis 2011, und prägte damit eine Phase der deutschen Norseman-Erfolge. Diesmal steht der Start unter anderen Vorzeichen. Buckenlei will nicht mit dem Anspruch antreten, noch einmal um den Sieg zu kämpfen, sondern den Norseman vor allem erleben und genießen.
25 Deutsche auf der Startliste
Damit ist Deutschland im internationalen Feld stark vertreten. Acht Sportlerinnen und Sportler stammen außerdem aus der Schweiz, ein Teilnehmer aus Österreich. Insgesamt umfasst die Startliste Namen aus zahlreichen Ländern, darunter viele Starterinnen und Starter aus Norwegen, aber auch aus Großbritannien, den USA, Frankreich, Schweden und weiteren Nationen.
Aus deutscher Sicht ist das Feld breit besetzt: 25 Athletinnen und Athleten aus Deutschland stehen auf der Startliste für den Norseman 2026. Sie kommen aus verschiedenen Regionen Deutschlands – von Freilassing bis Gettorf, von Freiburg bis Berlin.
Startliste Norseman 2026
Athletinnen und Athleten aus Deutschland| Name | Wohnort |
|---|---|
| Tanja Spielberger | Feldkirchen-Westerham |
| Joachim Krauth | Aalen |
| Lennart Schweser | Sulzbach |
| Matthias Bauer | Mainz |
| Susanne Buckenlei | Allersberg |
| Ruben Wolf | Mannheim |
| Cindy Friebel | Freilassing |
| Thorsten Firlus | Mülheim an der Ruhr |
| Jens Raspe | Wipperfürth |
| Jürgen Tobisch | Mommenheim |
| André Schneider | Pullach |
| Mareike Eißmann | Velbert |
| Astrid Graul | Markkleeberg |
| Steffen Thürmer | Berlin |
| Roman Gutt | Freiburg |
| Claus Unkel | Arnsberg |
| Christoph Hussmann | Fröndenberg/Ruhr |
| Tobias May | Mühlhausen |
| Christian Reichelt | Bayreuth |
| Ron Schneider | Erlangen |
| Enrico Selig | Stäbelow |
| Tim Janke | Gettorf |
| Josias Waldeck | Bad Arolsen |
| Manuel Loebach | Köln |
| Jens Althaus | Medebach |
Vorjahressieger und frühere Gewinner im Feld
Sportlich dürfte das Rennen auch an der Spitze spannend werden. Bei den Männern ist Vorjahressieger Kristian Grue gemeldet. Ebenfalls auf der Liste steht Hans Christian Tungesvik, der den Norseman 2019 gewonnen hat. Grue spricht in der Pressemitteilung von einer engen Entscheidung an der Spitze und nennt die Strecke „die spektakulärste“, die es gebe.
Im Frauenfeld zählt Kaja Bergwitz-Larsen zu den Favoritinnen. Die Norwegerin stand bereits dreimal auf dem Podium und will sich 2026 vollständig auf den Norseman fokussieren. Auch Nikola Corbova, Gesamtsiegerin des Himalayan XTRI im Mai 2025, steht erstmals auf der Startliste.
Schwarzes Shirt als besonderes Ziel
Der Norseman endet nicht für alle Teilnehmenden auf dem Gaustatoppen. Nur die ersten 160 Athletinnen und Athleten, die nach 37 Laufkilometern Stavsro erreichen, dürfen den finalen Abschnitt zum Gipfel absolvieren und erhalten im Ziel das schwarze Finisher-Shirt. Alle später ankommenden Teilnehmenden beenden das Rennen auf einer tiefer gelegenen Strecke über dieselbe Distanz und bekommen das weiße Shirt.