Freitag, 2. Dezember 2022
€ 0,00

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

SzeneRuedi Wild verabschiedet sich mit Paukenschlag aus dem Profi-Triathlon

Ruedi Wild verabschiedet sich mit Paukenschlag aus dem Profi-Triathlon

Challenge Peguera-Mallorca 2019
Im letzten Jahr seiner Karriere hat Ruedi Wild (rechts) an zehn Rennen über die Mittel- und Langdistanz teilgenommen, unter anderem an der Challenge Peguera-Mallorca.

Ruedi Wild kann auf mehr als 20 Jahre als Triathlonprofi zurückblicken. Das Motto “Man soll gehen, wenn es am schönsten ist” hat sich der Schweizer zu Herzen genommen und seine Karriere nach dem Ironman Cozumel am vergangenen Wochenende beendet. Bei diesem kam er auf Platz zwei hinter Kristian Blummenfelt ins Ziel. Angesichts dessen Weltbestzeit von 7:21:12 Stunden traten die 7:36:34 Stunden des 39-Jährigen schon fast in den Hintergrund. Für ihn bedeutete das jedoch nicht nur eine neue persönliche Bestzeit über die 226 Kilometer – Wild ist damit aktuell der drittschnellste Athlet überhaupt auf der Langdistanz hinter Blummenfelt und Jan Frodeno.

Sieben Siege auf der Mitteldistanz

Umso überraschender ist es, dass Ruedi in seiner gesamten Karriere auf der Langdistanz keinen einzigen Sieg verbuchen konnte. Begonnen hat diese laut PTO-Statistik mit einem 37. Platz beim Ironman Florida 2008, danach ging es stetig bergauf. 2012 nahm Wild an den Olympischen Spielen in London teil, 2015 gewann er schließlich erstmals ein Ironman-70.3-Rennen, noch dazu in seiner Heimat. Zwei Jahre später folgte mit drei Siegen auf der Mitteldistanz und zwei Podiumsplatzierungen das erfolgreichste Jahr. Insgesamt verbuchte Wild laut PTO sieben Siege auf der Mitteldistanz. Beim Ironman Hawaii reichte es für ihn immerhin für die Plätze 16 und 14 (2017 und 2018). Auf der Langdistanz war Wild stets ein Kandidat für das Podium, so auch beim Ironman Cozumel. “Es fühlt sich wie ein Sieg an”, schrieb Wild nach dem Rennen auf seinem Instagram-Kanal.

- Anzeige -

Bekannt (und durchaus gefürchtet) war Wild er für seine Laufstärke. Oftmals lief er erst im letzten Drittel eines Rennens zu Höchstform auf und erlief sich eine der vordersten Positionen. Sein auf Cozumel gewonnenes Hawaii-Ticket lehnte Ruedi Wild ab und übergab es somit an den drittplatzierten Paul Schuster. “Hell yeah, es Zeit für etwas Neues” – so lautete sein Ausblick auf die Zeit nach der Profikarriere. Mehr dazu will Wild in den nächsten Tagen bekannt geben.

Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Sie ist begeisterte Läuferin, wird aber in Zukunft auch bei dem einen oder anderen Triathlon an der Startlinie stehen.
- Anzeige -

1 Kommentar

  1. Da hat Deutschland für die Hawaii-Edition der Weltmeisterschaft 2022 schon ein stattliches Teilnehmerfeld zusammen.

    Frodeno, Lange, Kienle, Clavel, Schuster, Angert, Haug, Philipp, Zimmermann und Liepold.
    Dann gibt es noch einige vielversprechende Athleten, die noch dazu kommen könnten: Löschke, Dreitz, Frommhold, Stein, Lehrieder…

    Vllt. auch gut, dass sich Frank Wechsel nicht selber für das Rennen qualifizieren konnte. So bleibt mehr Zeit und Energie, eine gute Coverage + O-Töne der Athleten vor und nach den Rennen einzufangen.

    Und Glückwunsch an Paul Schuster für den Kona-Slot. Er war in früheren Rennen doch ein Stückchen entfernt von einer WM-Qualifikation.

Kommentiere den Artikel

Bitte gib hier deinen Kommentar ein (und bitte sei dabei fair anderen gegenüber)!
Bitte gib deinen Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Aktuell sehr beliebt

Findet die Ironman-Weltmeisterschaft der Männer 2023 in Nizza statt?

60
Die Ironman-Weltmeisterschaft 2023 könnte erstmals an zwei verschiedenen Orten stattfinden. Das berichten verschiedene Medien am Dienstagabend mit Bezug auf nicht genannte, aber den Autoren angeblich bekannte Quellen. Die Informationen decken sich in größten Teilen mit unserem Wissensstand.

Ironman bestätigt: Nur Frauen in Kona 2023 – Männerrennen soll im Januar verkündet werden

54
Der nächste Ironman Hawaii am 14. Oktober 2023 wird als reines Frauenrennen ausgetragen. Das bestätigte nun auch der Veranstalter selbst in einer Pressemitteilung. Wo die Männer ihre Weltmeister finden sollen, lässt Ironman offen.

Frodeno-Frust wegen Teilung der Ironman-WM: “Ich finde es schade, dass man mit der Tradition bricht”

42
Nachdem die Gerüchteküche über eine mögliche Teilung der Ironman-WM anfing zu brodeln, hielt sich Jan Frodeno zunächst bedeckt. Nun äußert er sich doch, was die jüngsten Entwicklungen für ihn bedeuten.

Eruption auf Big Island: Mauna Loa bricht erstmals seit 1984 aus

1
Seit Mitte September hat es sich angedeutet, in der Nacht zum Montag (Ortszeit) ist es passiert: Der Mauna Loa, der größte Vulkan der Welt, bricht seit wenigen Stunden wieder aus. Eine Eruption könnte auch Auswirkungen auf die Ironman-Planungen haben.

Verschiedene Locations für Frauen und Männer: Die Stimmen der Profis zur Ironman-WM

17
Die Ironman-Weltmeisterschaft wird im nächsten Jahr an zwei verschiedenen Orten stattfinden. Wir haben einige Profis nach ihrer Meinung gefragt.

Andrew Messick im Gespräch: Die Vergangenheit und Zukunft des Ironman Hawaii

19
Die Nachrichten dieser Woche haben große Teile der Triathlonwelt schockiert: Die Ironman-WM wird ab 2023 an zwei verschiedenen Orten ausgetragen. Nur die Frauen starten in Kona. Wir haben uns mit Andrew Messick, dem CEO von Ironman, unterhalten.

ePaper | Kiosk findenAbo

58,390FansGefällt mir
52,524FollowerFolgen
23,900AbonnentenAbonnieren

Aktuelle Beiträge