Frühe WM-Tickets in Cozumel, packende Kurzdistanz-Action in Phuket: Das Triathlon-Wochenende hatte alles – klare Dominatorinnen, emotionale Comebacks und spannende Duelle bis ins Ziel.

Perterer und Horseau gewinnen Ironman Cozumel
Lisa Perterer und Arthur Horseau haben den Ironman Cozumel gewonnen. Die Österreicherin wurde ihrer Favoritinnenrolle gerecht und dominierte das Rennen. Bereits beim Schwimmen kam Perterer an der Spitze aus dem Wasser, baute ihre Führung auf dem Rad aus und gab sie nicht mehr her. Nach 8:29:29 Uhr erreichte sie das Ziel mit einem komfortablen Vorsprung von gut 21 Minuten. Zweite wurde die Schwedin Sara Svensk (8:50:44 Stunden), Platz drei ging an Marta Lagownik aus Polen (8:53:12 Stunden). Mit dem Status der Lateinamerika-Meisterschaft wurden beim Ironman Cozumel vier WM-Slots bei den Profis pro Geschlecht vergeben. Siegerin Perterer konnte ihren Slot allerdings nicht direkt annehmen, weil sie die Vergabe verpasste. Nach eigenen Angaben war sie gegen 13 Uhr zur Siegerehrung eingetroffen und hatte sich dort in die Schlange gestellt, um in den Raum zu gelangen, in dem die Slotvergabe stattfand. Aufgrund der schlechten Akustik habe sie über das Mikrofon nicht verstanden, dass die Pro-Slots bereits vergeben wurden. „Als ich Applaus hörte, war es schon zu spät“, sagt sie.
Laut Perterer bot der Raum lediglich Platz für etwa 150 Personen, was die Situation zusätzlich erschwert habe. Die Österreicherin hat beim Veranstalter eine Wildcard angefragt. So gingen die weiteren Slots an Danielle Lewis auf Rang vier und Arlette Hurtado auf Platz fünf.
Bei den Männern feierte der Franzose Arthur Horseau ein Comeback. Im vergangenen Jahr hatte der 32-Jährige mit mentalen Problemen zu kämpfen und kam beim Großteil seiner Rennstarts nicht ins Ziel, zuletzt bei der Ironman-WM. Beim Ironman Cozumel meldete er sich nun zurück und konnte sich mit einem Sieg belohnen. Horseau triumphierte in 7:48:18 Stunden und verwies Almog Elazary aus Israel auf Platz zwei (7:52:38 Stunden). Norseman-Sieger Sebastian Norberg aus Schweden komplettierte das Podium (7:52:52 Stunden) und der Italiener Michele Sarzilla sicherte sich den vierten WM-Slot (7:55:53 Stunden). Bester Deutscher wurde Nick Emde, der auf Platz fünf den Qualifikationsrang nur knapp verpasste. Paul Schuster wurde Sechster.
Taylor-Brown und Reid siegen auf Phuket
Beim traditionsreichen Laguna Phuket Triathlon stehen schon Namen wie Paula Newby-Fraser oder Jan Frodeno in den Siegerlisten. Bei der 31. Auflage des Triathlons mit einer Distanz von 1,8 Kilometern Schwimmen, 55 Kilometern Radfahren und 12 Kilometern Laufen gab es bei den Frauen eine Machtdemonstration. Georgia Taylor-Brown war das Maß der Dinge. Im Ziel hatte die Britin (2:27:57 Stunden) fast acht Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Nicole van der Kaay (2:35:26 Stunden), die beim Schwimmen noch mithalten konnte, dann aber abreißen lassen musste. Das Podium komplettierte die Französin Justine Guerard (2:38:45 Stunden).
Bei den Männern war es ein Zweikampf um den Sieg, der erst auf der Laufstrecke entschieden wurde. Das neuseeländisch-australische Duell lief nahezu die gesamte Strecke Schulter an Schulter. Tayler Reid (NZL) und Josh Ferris (AUS) kamen nahezu zeitgleich aus dem Wasser. Ferris gelang es, eine Lücke von zehn Sekunden beim Radfahren auszubauen, doch Reid schlug im abschließenden Lauf ein höheres Tempo an und konnte das Rennen am Ende mit 14 Sekunden Vorsprung gewinnen. Reid siegte in 2:12:39 Stunden, gefolgt von Ferris in 2:12:53 Stunden. Der Ukrainer Rostislav Pevtsov wurde Dritter (2:19:07 Stunden).









