Samstag, 28. Januar 2023
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SzeneSaisonrückblick und Ziele: Sebastian Kienle

Saisonrückblick und Ziele: Sebastian Kienle

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Frank Wechsel / spomedis Sebastian Kienle beendet sein letztes Rennen beim Ironman Hawaii als bester Deutscher auf Platz sechs in 7:55:40 Stunden.

Welches Rennen war dein Rennen des Jahres und warum?
Die Frage ist relativ klar: Mein letztes Hawaii-Rennen, bester Deutscher, schnellste Zeit, die ich da jemals gemacht habe, mich einfach noch einmal selbst überrascht.

Deine Lieblingseinheit des Jahres?
Eine Koppeleinheit, die wir in Kona vor Ort gemacht haben. Ich bin zuerst ein Stück mit Florian Angert und Laura Philipp zusammen auf dem Highway gefahren, dann rechts abgebogen und den ersten Berg hoch Richtung Upper Highway. Dann haben wir auf der Saddle Road mit dem Lauf gefinisht.
Aus verschiedenen Gründen: Erstens ist mir da richtig klar geworden, dass es mein letztes richtiges Trainingslager, meine letzte richtige Vorbereitung auf Hawaii sein wird. Ich werde jetzt noch wehmütig, wenn ich daran denke. Dann lief die Einheit einfach relativ gut von der Hand und ich war überrascht über mich selbst, dass ich mich da so gut und so locker gefühlt habe.

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Was möchtest du aus der vergangenen Saison vergessen?
Da gab es leider einige, deutlich mehr als die schönen Momente. Eine wirklich große Enttäuschung war das Rennen in St. George für mich. Im Training vorher habe ich mich richtig gut gefühlt. Wo auch alles unmittelbar in der direkten Vorbereitung sehr gut lief und ich sehr positiv in das Rennen hineingegangen bin. Biss Kilometer 120 auf dem Rad lief alles gut, danach hatte ich einfach überhaupt keine Kraft mehr. Ich wusste zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht, woran das liegt. Ich war unheimlich enttäuscht, weil ich auch wusste, dass mir damit die vorletzte Chance abhandengekommen ist, da noch einmal richtig was zu zeigen. Ein weiterer großer Fail war dann alles, was danach passiert ist, das war wirklich ein Moment, den ich vergessen würde: dass ich Corona bekommen habe, wahrscheinlich schon vor dem Rennen, dann dass ich im Trainingslager in der Vorbereitung in Livigno vor Roth gestürzt bin und Roth absagen musste. Aktuell noch Ironman Israel, wo ich mich auch sehr gut gefühlt habe und nicht weiß, woran es gelegen hat. Der Sport bleibt ein Mysterium.

Was war dein Fail des Jahres 2022?
Der Fail des Jahres in unserem Fall ist die künftige Trennung des Männer- und Frauenrennens in Kona.

Welche Ziele hast du für die kommende Saison?
Ich habe so viele Ziele in der kommenden Saison, ich glaube, es ist nicht möglich, die alle aufzuzählen. Vor allem will ich mich gebührend von dem Sport verabschieden und hoffentlich bei den Rennen vorn mit dabei sein. Das wäre schön. Bei den Rennen, die ich mir ausgesucht habe, alles noch einmal genießen und einsaugen.

Hast du Vorsätze für die kommende Saison?
Was am Ende bleibt, sind die Erinnerungen. Also möchte ich mir noch ein paar Erinnerungen schaffen und noch einmal alles rausblasen bei den Rennen. Vielleicht aber auch den Sport hier und da ein bisschen besser hinterlassen, als ich ihn vorgefunden habe. Ich mache den Sport nicht aus reinem Selbstzweck, sondern wir werden ein paar coole Aktionen haben, mit denen wir nicht nur dem Sport, sondern generell etwas zurückgeben.

Steht dein Rennkalender fürs nächste Jahr?
Ein Großteil der Planung steht inzwischen. Bis August steht die Planung und ich hoffe, dass ich nicht zu viel umwerfen muss davon.

Mit welchem Rennen startest du die Saison 2023?
Tja, das werden wir zu gegebener Zeit verkünden. Es ist ein guter Mix aus Rennen, die mir viel bedeutet haben in meiner Karriere und die meine Geschichte mitgestaltet haben, wo ich meine Geschichte gestaltet habe, und neuen Rennen, die ich bisher noch nicht machen konnte.

Was war dein persönliches Highlight abseits des Sports?
Da muss man lange suchen, vor allem, wenn man den Blickwinkel etwas weiter fasst. Für mich aber abseits des Sports war natürlich meine Familie das Highlight, dass es meinem Sohn gut geht. Ich hoffe, dass es weitergeht.

Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.
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2 Kommentare

  1. Hach, obwohl es noch eine kpl. Saison ist, macht mich der kommende Abschied von Sebi jetzt schon sentimental.
    Er hat mich 2014 zum Triathlonsport gebracht und habe sehr gerne seine Art zu “racen” beobachtet.

    Danke Sebi!

  2. Ein großer unseres Sports verlässt die Wettkampfbühne. Wir kommen nten ihn nochmal persönlich bei der letzten Sailfish Night of the Year treffen und mit ihm plaudern. Ich hatte echt Augenpipi. Er ist bei allem Erfolg so bodenständig und nahbar geblieben, großer Respekt für ihn.

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