Mittwoch, 8. Februar 2023
€ 0,00

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Szene„Wenn ich meine Leistung abrufe, kann ich gewinnen“

„Wenn ich meine Leistung abrufe, kann ich gewinnen“

blank
Anna Bruder Jan Stratmann gehört im großen Profifeld des Ironman 70.3 Mallorca zu den Topfavoriten.

Das erste Rennen der Saison für dich steht an, sicherlich als Zwischenziel für deine erste Langdistanz in Roth. Nimm uns einmal mit durch deine Vorbereitung der letzten Monate.

Ich hatte einen sehr guten Winter, habe parallel mein Studium abgeschlossen und bin da ganz gut durchgekommen. Die Vorbereitung lief wünschenswert und das Training wurde wieder hochgefahren. Ich wollte ursprünglich früher in die Saison einsteigen, das hat sich aber noch nicht richtig angefühlt. Die letzten Wochen waren etwas schwieriger, weil ich mit einem Infekt zu kämpfen hatte. Aber jetzt bin ich hier und freue mich, dass es endlich losgeht.

- Anzeige -

Wie hat sich dein Training denn verändert, seitdem du Vollprofi bist und nicht mehr parallel studierst?

Das ist ja noch gar nicht so lang, erst zwei Monate ungefähr. Im Wesentlichen hat sich gar nicht so viel verändert. Ich würde jetzt sagen, dass ich mehr regeneriere. Ich glaube aber, dass das ein Prozess ist, in den man sich erstmal reinfinden muss. Das war im Kopf gar nicht so einfach, wie ich dachte, dass man den Schalter umlegt. Man hat nicht mehr diese Rückfallebene oder kann sich darauf ausruhen. Jetzt ist es wirklich das hundertprozentige Commitment für den Profisport und ich bin gerade in dem Prozess, dass ich lerne, damit umzugehen. Man wird sehen, was jetzt die Zukunft bringt.

Deine Konkurrenz hier ist sehr zahlreich und das Profifeld in Person von beispielsweise Ruben Zepuntke, Thor Bendix Madsen oder Clément Mignon stark besetzt. Du hast aber auch schon oft bewiesen, dass du unabhängig des Streckenprofils ganz vorn dabei sein kannst. In welcher Rolle siehst du dich jetzt im Rennen am Samstag?

In jeder Saison werden die Karten ganz neu gemischt und da ist es egal, was man im Jahr davor gemacht hat – man muss sich neu beweisen. Viele Kurzdistanzler wagen den Schritt auf die Mitteldistanz und da ist definitiv viel Potenzial. Ich denke aber nicht, dass ich mich verstecken muss und sehe mich als sehr ausgeglichenen Athleten. Die Strecke hier bietet sehr viel: eine anspruchsvolle Radstrecke, auch technisch, was mir sehr entgegenkommt, und zum Schluss eine sehr flache Laufstrecke. Ich denke, wenn ich meine Karten ausspielen und meine Leistung abrufen kann, kann ich ganz vorn mitmischen oder sogar gewinnen. Das wird der Renntag dann zeigen.

Was ist dein Tipp für die Ironman-WM in St. George?

Ich glaube, dass Anne Haug bei den Frauen gewinnen wird und Kat Matthews und Daniela Ryf auf dem Podium landen. Bei den Männern war mein Tipp bisher immer Gustav Iden auf eins. Jetzt hatte er ein paar gesundheitliche Probleme, ich glaube aber trotzdem, dass er gewinnen wird. Dazu sehe ich Kristian Blummenfelt auf dem Podium und Sam Long – also nichts Überraschendes, da gehe ich kein Risiko ein.

Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und freut sich auf die erste Langdistanz.
- Anzeige -

Kommentiere den Artikel

Bitte gib hier deinen Kommentar ein (und bitte sei dabei fair anderen gegenüber)!
Bitte gib deinen Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Aktuell sehr beliebt

Das Starterfeld der Männer: Topstars bei der Challenge Roth

Das Warten hat ein Ende: Das Männer-Starterfeld der Challenge Roth 2023 ist veröffentlicht und wir stellen die Topfavoriten vor. Das Frauen-Feld folgt am Donnerstag.

Die fünf größten Lauf-Irrtümer

Alle Disziplinen im Triathlon haben ihre Mythen und neunmalklugen Sprüche. Sie sind zwar weit verbreitet, entsprechen allerdings meistens nicht der Wahrheit. Wir stellen fünf klassische Laufirrtümer vor und erklären, wieso man diesen „Weisheiten“ keinen Glauben schenken sollte.

Road to Römer: Neuer Monat, neue Werte

Es wird ernst: Nicht nur das Training zieht so langsam an, die Umfänge werden länger und die Intensitäten steigen. Für Anna geht es zur ersten Triathlon-Leistungsdiagnostik, bei der nicht alle Ergebnisse so ausfallen, wie gewünscht.

Der Ticker vom Wochenende: Debütantensieg in Australien und alternative Formate

Am Wochenende gab es Triathlon in klassischer und abgewandelter Form. Hier kommen einige Ergebnisse im Überblick.

Carbon & Laktat: Kienle auf dem Weg nach Norwegen! Iden auf dem Weg zum GOAT?

Vom Start Kienles beim Norseman über die eigenen Ziele in der kommenden Saison bis zu Gustav Iden, der die GOAT-Frage noch nicht richtig beantworten möchte, Nils Flieshardt und Lars Wichert freuen sich gemeinsam auf die anstehende Saison.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

In ihrer Vorbereitung auf den Swissman 2023 wechselt Sonja Tajsich vorübergehend die Sportgeräte. Hier berichtet sie über das Wagnis Wintertriathlon.

ePaper | Kiosk findenAbo

58,355FansGefällt mir
52,533FollowerFolgen
24,100AbonnentenAbonnieren

Aktuelle Beiträge

Ironman Legacy Program: Bedingungen für 2024 erschwert

0
Die treuesten und engagiertesten Agegrouper können sich seit 2012 mit dem Legacy Program den Traum vom Start bei einer Ironman-WM auf Hawaii erfüllen. Für 2024 hat Ironman nun die Anforderungen für Bewerber erschwert. Der Grund ist der jährliche Wechsel von Frauen- und Männer-WM auf Big Island.