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Jan Stratmann vor dem Ironman 70.3 Mallorca
„Wenn ich meine Leistung abrufe, kann ich gewinnen“

Jan Stratmann spricht im Interview über die Vorbereitung zum ersten Rennen der Saison und darüber, wie es nicht anfühlt, sich nach dem Studium ausschließlich auf den Sport fokussieren zu können.

Anna Bruder Jan Stratmann gehört im großen Profifeld des Ironman 70.3 Mallorca zu den Topfavoriten.

Das erste Rennen der Saison für dich steht an, sicherlich als Zwischenziel für deine erste Langdistanz in Roth. Nimm uns einmal mit durch deine Vorbereitung der letzten Monate.

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Ich hatte einen sehr guten Winter, habe parallel mein Studium abgeschlossen und bin da ganz gut durchgekommen. Die Vorbereitung lief wünschenswert und das Training wurde wieder hochgefahren. Ich wollte ursprünglich früher in die Saison einsteigen, das hat sich aber noch nicht richtig angefühlt. Die letzten Wochen waren etwas schwieriger, weil ich mit einem Infekt zu kämpfen hatte. Aber jetzt bin ich hier und freue mich, dass es endlich losgeht.

Wie hat sich dein Training denn verändert, seitdem du Vollprofi bist und nicht mehr parallel studierst?

Das ist ja noch gar nicht so lang, erst zwei Monate ungefähr. Im Wesentlichen hat sich gar nicht so viel verändert. Ich würde jetzt sagen, dass ich mehr regeneriere. Ich glaube aber, dass das ein Prozess ist, in den man sich erstmal reinfinden muss. Das war im Kopf gar nicht so einfach, wie ich dachte, dass man den Schalter umlegt. Man hat nicht mehr diese Rückfallebene oder kann sich darauf ausruhen. Jetzt ist es wirklich das hundertprozentige Commitment für den Profisport und ich bin gerade in dem Prozess, dass ich lerne, damit umzugehen. Man wird sehen, was jetzt die Zukunft bringt.

Deine Konkurrenz hier ist sehr zahlreich und das Profifeld in Person von beispielsweise Ruben Zepuntke, Thor Bendix Madsen oder Clément Mignon stark besetzt. Du hast aber auch schon oft bewiesen, dass du unabhängig des Streckenprofils ganz vorn dabei sein kannst. In welcher Rolle siehst du dich jetzt im Rennen am Samstag?

In jeder Saison werden die Karten ganz neu gemischt und da ist es egal, was man im Jahr davor gemacht hat – man muss sich neu beweisen. Viele Kurzdistanzler wagen den Schritt auf die Mitteldistanz und da ist definitiv viel Potenzial. Ich denke aber nicht, dass ich mich verstecken muss und sehe mich als sehr ausgeglichenen Athleten. Die Strecke hier bietet sehr viel: eine anspruchsvolle Radstrecke, auch technisch, was mir sehr entgegenkommt, und zum Schluss eine sehr flache Laufstrecke. Ich denke, wenn ich meine Karten ausspielen und meine Leistung abrufen kann, kann ich ganz vorn mitmischen oder sogar gewinnen. Das wird der Renntag dann zeigen.

Was ist dein Tipp für die Ironman-WM in St. George?

Ich glaube, dass Anne Haug bei den Frauen gewinnen wird und Kat Matthews und Daniela Ryf auf dem Podium landen. Bei den Männern war mein Tipp bisher immer Gustav Iden auf eins. Jetzt hatte er ein paar gesundheitliche Probleme, ich glaube aber trotzdem, dass er gewinnen wird. Dazu sehe ich Kristian Blummenfelt auf dem Podium und Sam Long – also nichts Überraschendes, da gehe ich kein Risiko ein.

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