Montag, 16. Februar 2026

Duathlon-WM auf Mitteldistanz: Merle Brunnée triumphiert in Alsdorf

In Alsdorf wurden die Weltmeister über die Duathlon-Mitteldistanz gekürt. Dabei triumphierte eine Deutsche, die vor allem auf dem Rad ihre Stärke ausspielte. Simon Huckestein belegte als bester deutscher Mann den fünften Platz.

Frank Wechsel / spomedis

Auf deutschem Boden wurden an diesem Wochenende die Weltmeisterschaften über die Duathlon-Mitteldistanz ausgetragen. Nicht zu schlagen war dabei Merle Brunnée, die nach 2:42:01 Stunden als erste Athletin über die Ziellinie lief. Nach dem ersten Lauf über zehn Kilometer lag die Deutsche rund eine Minute hinter der führenden Britin Rachel Brown, auf dem 60 Kilometer langen Radkurs spielte Brunnée anschließend ihre Stärke aus. Mit einer Radzeit von 1:23:30 Stunden fuhr sie den schnellsten Split des Tages und übernahm die Führung, die sie von nun an nicht mehr abgab. Mit ihrer Endzeit erkämpfte die Favoritin und Duathlon-Langdistanz-Weltmeisterin nicht nur den ersten Platz, sondern stellte außerdem einen neuen Streckenrekord auf. „Es ist unbeschreiblich“, freute sich Brunnée nach dem Rennen. „Die Konkurrenz war nicht zu unterschätzen. Ich wusste nicht, was auf mich zukommt, aber ich habe mein Bestes gegeben, vor allem auf dem Rad. Ich bin all-in auf dem Rad gegangen. Ich habe zwar dafür auf dem zweiten Lauf bezahlt, aber es hat sich ausgezahlt. Der Plan ist aufgegangen.“

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Den zweiten Platz hinter der Deutschen belegte Brown in 2:42:55 Stunden, auf dem dritten Rang erreichte mit Madlen Kappeler (2:45:21 Stunden) eine weitere Deutsche eine Podiumsplatzierung. „Ich habe gehofft, mir ein wenig Vorsprung rauszulaufen. Der hat sich dann noch gut angefühlt auf dem Rad. Als ich überholt worden bin, habe ich versucht, den Abstand nicht zu groß werden zu lassen“, resümierte die 27-Jährige. „Ich bin mehr als zufrieden. Ich habe mir Top-3 erhofft, aber ich habe überhaupt nicht gewusst, wo ich formmäßig stehe, vor allem auf dem Rad.“

Huckestein läuft auf Rang fünf

Beim Sieg des Dänen Simon Jørn Hansen in 2:21:18 Stunden verpassten die deutschen Athleten in Alsdorf das WM-Podest. Auf der Radstrecke lieferte sich der spätere Sieger einen spannenden Dreikampf, ehe er seine Konkurrenz auf den finalen Laufkilometern distanzierte, seinen eigenen Streckenrekord um mehr als zwei Minuten verbesserte und sich den Hattrick in Alsdorf sicherte. Dahinter liefen Ondrej Kubo aus der Slovakei in 2:21:47 Stunden und der Belgier Jonathan Wayaffe (2:21:56 Stunden) auf die Plätze zwei und drei. Beide blieben deutlich unter dem alten Streckenrekord von 2:23:30 Stunden.

Mit einem starken zweiten Lauf, bei dem er sich von Platz zehn auf fünf vorarbeitete, beendete Simon Huckestein das Rennen als bester Deutscher nach 2:23:03 Stunden. „Ich bin super zufrieden. Das ist das beste Rennen, was ich bislang gemacht habe“, sagte er. „Ich habe eine gute Show geboten und freue mich, dass es hinten raus noch einmal so knapp geworden ist.“

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Jule Radeck
Jule Radeck
Jule Radeck studierte Sportwissenschaften, bevor sie als Volontärin bei spomedis nach Hamburg zog. In ihrer Freizeit findet man sie oft im Schwimmbecken, manchmal auf dem Fahrrad und immer öfter beim Laufen, denn inzwischen startet sie in einem Liga-Team im Triathlon.

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