Hitze-Equipment: Be cool, run fast

Es gibt sie, die Hitzerennen. Um unter hohen Temperaturen zu performen, ist es wichtig, kühl zu bleiben. Nützlich können unterschiedliche Cooling-Strategien sowie spezielles Equipment sein. So behältst du kühlen Kopf. 

Nils Flieshardt Eine Dusche gefällig? Die Abkühlung während eines Rennens kann erfrischend sein.

Roth, Frankfurt, Lanzarote und Kona. Das sind nur vier Rennen im Triathlonrennkalender, die für ihre extremen Bedingungen mit ­hohen Temperaturen und zum Teil hoher Luftfeuchtigkeit bekannt sind. Es muss jedoch nicht zwangsläufig einer dieser Wettkämpfe sein, um Equipment für eine bessere Thermo­regulation zu nutzen. Es müssen nicht einmal drastische Bedingungen sein, bei denen der Körper heruntergekühlt werden muss. Allerdings stoßen die körpereigenen Funktionen zur Regulierung der Kerntemperatur bei starker sportlicher Belastung bei hohen Temperaturen und großer Luftfeuchtigkeit eher an ihre Grenzen. Einen wichtigen Faktor stellt dabei die Körperkerntemperatur dar.

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Erste Anzeichen von Wassermangel

Der Normbereich der Körperkerntemperatur liegt bei 35,7 bis 37,3 Grad Celsius. Unter Belastung kann die Temperatur auf mehr als 40 Grad klettern. Das ist ein ähnlich hoher Wert wie bei starkem Fieber – jedoch in Zusammenhang mit hoher sportlicher Belastung im Training oder Wettkampf im Gegensatz zum Fieber meist unbedenklich. Kritisch wird es dagegen, wenn die steigende Körperkerntemperatur unter Belastung auf eine Dehydratation zurückzuführen ist. Bei diesem Wassermangel fühlt man sich zuerst durstig. Ignoriert man die Anzeichen, schwitzt man weniger. Der Körper hat keine Möglichkeiten mehr, die Temperatur zu regulieren. Er überhitzt.

An dieser Stelle gehen wir aber nicht von einer Dehydratation aus. Diesem Zustand kannst du während der Belastung nur mit der ­nötigen Flüssigkeitszufuhr und Elek­trolytversorgung entgegenwirken. In anderen Fällen der Überhitzung hast du die Möglichkeit, dir deine Cooling-Methoden zurechtzulegen. Die optimale Strategie zur Kühlung fängt dabei nicht erst im Wettkampf an, sondern bereits davor. Das sogenannte Pre-Cooling, das vor dem Training oder Wettkampf stattfindet, ist eine nützliche ­Methode, um den Körper im Vorwege herunterzukühlen. Hierbei solltest du dir ebenso wie für die Verpflegung einen Fahrplan überlegen. Wie kannst du deinen Körper kühlen und welche Variante ist für dich am besten geeignet? Das Pre-Cooling sorgt dafür, dass der Körper vor der Belastung weniger Stress ausgesetzt ist. Er muss weniger Energie für die Thermoregulation einsetzen. Je weniger gestresst dein Organismus vor einer Einheit ist, desto mehr Energie kannst du im Verlauf der Belastung nutzen.

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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