Die deutsche Profi-Triathletin Johanna Ahrens steht vor ihrem ersten großen Saisoneinsatz: Am Samstag startet sie beim Ironman Texas. Bereits seit knapp einer Woche ist sie vor Ort – und nutzt die Zeit gezielt, um sich an Klima, Zeitverschiebung und Bedingungen zu gewöhnen. Teil 1 ihres Blogs aus den Woodlands.
„Es war schon lange der Plan, dass ich dieses Jahr in Texas starte. Ich wollte wieder ein frühes Rennen machen“, berichtet Ahrens aus den USA. Die Vorbereitung läuft bislang nach Plan: „Ich bin schon seit knapp einer Woche in Texas. Wenn man in die USA reist, braucht man einfach ein paar Tage, um mit der Zeitverschiebung klarzukommen.“
Hitze, Luftfeuchtigkeit – und ein Vorteil beim Jetlag
Die Bedingungen vor Ort haben es in sich. Besonders die hohe Luftfeuchtigkeit überraschte die Deutsche: „Ich war sehr überrascht, weil einfach die Luftfeuchtigkeit so hoch ist. Und es hat jetzt auch die letzten Tage immer wieder geregnet, sodass wirklich sehr, sehr schwüles Wetter ist.“ Dazu kommen Temperaturen um die 25 bis 26 Grad – mit steigender Tendenz.
Für die kommenden Tage erwartet Ahrens jedoch eine leichte Entspannung: „Jetzt sieht es die nächsten Tage aber so aus, dass es eher noch wärmer wird und auch das Feuchte ein bisschen weggeht – zum Glück.“
Mit dem Jetlag kommt Johanna Ahrens gut zurecht – ein nicht zu unterschätzender Faktor: „In die Richtung ist es ja dann doch meistens ein bisschen angenehmer. Man ist einfach früher müde und früh wach, was für den Rennrhythmus gar nicht so verkehrt ist.“
Vorbereitung zwischen Klimaanlage und Trainingsroutine
Die letzten Tage verliefen bewusst ruhig: „Ansonsten waren die Tage bisher ziemlich entspannt. Man hält sich halt in Amerika dann doch immer viel auch drinnen auf und mit den Klimaanlagen muss man ein bisschen aufpassen.“ Viel Zeit verbringt sie in der Unterkunft, kombiniert mit gezielten Trainingseinheiten.
Dabei ist Texas nicht unbedingt ein Paradies für Radfahrer: „Es ist tatsächlich auch ein bisschen schwierig, irgendwie ordentliche Radstrecken zu finden. Auf die Wettkampfstrecke kann man gar nicht gehen, die führt nämlich über den Highway.“ Entsprechend konzentriert sich das Training auf wenige geeignete Strecken: „Hier gibt es eine einzige Radstrecke am Ende eigentlich, die alle fahren – und auf der sind seit einer Woche auch die ganzen Profis unterwegs.“
Treffen der Szene: „Man ist hier definitiv nicht alleine“
Trotz der Weitläufigkeit der Region fühlt sich Ahrens nicht isoliert – im Gegenteil: „Wenn man da draußen ist, trifft man eigentlich immer irgendwen – ob das jetzt die Norweger sind oder die anderen deutschen Athleten.“
Gerade der Austausch mit Landsleuten gibt ihr zusätzliche Sicherheit: „Mit den anderen deutschen Athleten, die da sind, war ich dann doch auch schon öfter mal im Trainingslager oder bei anderen Rennen.“ Das sorgt für eine vertraute Atmosphäre: „Das ist irgendwie auch wie so ein bisschen Zuhause, also ein Stück Zuhause, was man irgendwie mitnimmt.“
Fokus auf Samstag
Noch drei Tage bleiben bis zum Rennen, das – anders als viele Ironman-Events – am Samstag stattfindet. Ahrens blickt optimistisch voraus: „Ich bin ganz gut angekommen hier, ich freue mich jetzt auf die nächsten Tage und hoffe, dass die genauso reibungslos verlaufen.“ Die Basis scheint gelegt – jetzt geht es nur noch darum, die Form am Samstag auf den Punkt abzurufen.