Validierungsrennen fallen weg:
Ironman ändert Profi-Qualifikationsmodus für WM im Februar

Ironman reagiert auf die nach wie vor unsichere Lage rund um das Coronavirus und ändert die Qualifikationsrichtlinien für die WM im Februar.

Nachdem durch die Corona-Pandemie ein ansatzweise “normaler” Rennsommer ins Wasser gefallen ist und auch über den in den Spätsommer und in den Herbst verlegten Wettkämpfen nach wie vor ein großes Fragezeichen steht, hat sich Ironman nun per E-Mail an die Profiathleten gewandt. In den vergangenen Wochen hatten viele Profis bereits eine Abänderung der Qualifikations-Richtlinien gefordert. Unter anderem soll es eine Neuregelung für die Qualifikation für die verschobene Weltmeisterschaft am 6. Februar auf Hawaii geben. Der E-Mail zufolge sollen die Weltmeister und Podiumsplatzierten der vergangenen Jahre, die ihren Hawaii-Slot nur noch mit einem Validierungsrennen bestätigen mussten, eine direkte Einladung für die WM im Februar erhalten, ohne zuvor noch eine Langdistanz absolvieren zu müssen.

Profitieren würden von dieser Regelung unter anderem die deutschen Athleten Jan Frodeno, Anne Haug, Sebastian Kienle und Patrick Lange. Für den amtierenden Ironman-Weltmeister Jan Frodeno ist die Entscheidung des Veranstalters ein richtiger Schritt, der für etwas mehr Planungssicherheit sorge und sowohl bei den Athleten als auch beim Veranstalter erst einmal den unnötigen Druck herausnehme. “Ich bin gespannt, wie es weitergeht und wie auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Oktober 2021 ablaufen soll. Ich bin aber nach wie vor der Meinung, dass man auch hier ein ähnliches Einladungsprinzip fahren sollte. Denn wir werden bis dahin keinen normalen Wettkampfkalender und -betrieb haben können”, sagt Frodeno auf Nachfrage von tri-mag.de.

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Ob von Ironman auch Einladungen an weitere Athleten für die WM im Februar verschickt wurden, ist bisher nicht klar. Ob sich auch für die Qualifikation der Altersklassenathleten etwas ändern wird, geht aus der Nachricht ebenfalls nicht hervor.

Die Hälfte des Preisgeld und der Quali-Slots soll nach Europa gehen

“Die Situation mit dem Covid-19-Virus bleibt unvorhersehbar und wir tun alles, was wir können, um uns in die Lage zu versetzen, Rennen durchführen zu können, sobald die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Bedingungen an einem bestimmten Ort akzeptabel sind”, heißt es in der E-Mail. Neben der Änderung des Qualifikationsmodus wolle Ironman weitere Rahmenbedingungen den Umständen entsprechend anpassen.

Um beispielsweise auf die wohl noch für längere Zeit geltenden Reisebeschränkungen zu reagieren, wolle man die Qualifikationsslots und auch das Preisgeld in die Regionen verteilen, in denen auch die meisten Profisportler aktiv sind. Damit wolle man versuchen, die Verdienst- und Qualifikationsmöglichkeiten der Athleten auszugleichen.

Profitieren sollen davon vor allem Profi-Athleten aus Europa: “Wir werden uns bemühen, knapp die Hälfte des gesamten Profi-Preisgeldes und der Slots für die Ironman- und Ironman-70.3-Weltmeisterschaft in das europäische Rennportfolio aufzunehmen”, heißt es weiter. Zudem wolle man das Preisgeld und die Slot-Zuteilung an die Größe des jeweiligen Profifelds der Rennen anpassen. Dies bedeute wiederum aber auch in einigen Fällen, dass das Gesamtpreisgeld erst am Rennwochenende bekanntgegeben werden. Um vor allem auch die Athleten der zweiten Reihe in dieser wirtschaftlich schweren Lage zu unterstützen, beabsichtige Ironman außerdem, das Preisgeld “breiter zu verteilen” und auch an Athleten auszuschütten, die aufgrund ihrer Platzierung zuvor kein Preisgeld mehr bekommen hätten.

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1 Kommentar
  1. Beate

    Ist noch was doppelt drin nur so als Hinweis.

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