Mittwoch, 21. Januar 2026

Letzte WM-Tickets: Showdown in Kalmar & Kopenhagen

An diesem Wochenende entscheidet sich, wer die verbleibenden Startplätze für die Ironman-Weltmeisterschaften 2025 erhält. In Kalmar kämpfen die Profi-Frauen um das letzte Kona-Ticket, in Kopenhagen die Profi-Männer um den finalen Spot für Nizza.

Ironman Ironman Kalmar und Ironman Kopenhagen zählen zu echten Klassikern im Rennkalender – in Kalmar (o.) sind die Zuschauer dicht aufgereiht am Hafenbecken und können das Schwimmen verfolgen.

Die Qualifikationsfenster für die Ironman-Weltmeisterschaften 2025 schließen in wenigen Tagen – und mit den Rennen in Schweden und Dänemark stehen die letzten Entscheidungen an. Für die Frauen steht m Samstag (16. August) in Kalmar ein Kona-Ticket zur Verfügung, während am Sonntag (17. August) in Kopenhagen der finale Startplatz für die Ironman-WM der Männer in Nizza vergeben wird.

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Ironman Kalmar – letztes Kona-Ticket für die Frauen

Als Vorjahressiegerin und Streckenrekordhalterin (8:39:31 Stunden) geht Marlene De Boer mit der Startnummer eins ins Rennen. Die Niederländerin konnte 2024 bereits starke Ergebnisse auf der Mitteldistanz feiern, unter anderem einen Heimsieg beim Ironman 70.3 Westfriesland, hat aber noch kein Langdistanzrennen in dieser Saison bestritten – und benötigt den Kona-Slot.

Ihre wohl prominenteste Konkurrentin: Chelsea Sodaro, Hawaii-Siegerin 2022. Die US-Amerikanerin hatte in dieser Saison mehrere Anläufe über die volle Distanz abbrechen müssen, sammelte jedoch zwei Podestplätze auf der 70.3-Distanz (Pennsylvania, Eagleman). Ein Finish in Kalmar würde ihr das Ticket für Kona sichern, da sie als ehemalige Weltmeisterin den Slot für das Rennen auf Big Island nur validieren muss.

Ebenfalls stark einzuschätzen ist Katrine Græsbøll Christensen (DEN), die sich bereits in Südafrika für Kona qualifiziert hat und zuletzt den Ironman 70.3 Krakow gewann. Weitere Podestanwärterinnen sind Sara Svensk (SWE) und Nikki Bartlett (GBR), wobei nur die Britin noch keine Quali hat. Aus deutscher Sicht sind vier Damen am Start: Johanna Ahrens, Katharina Wolff, Franziska Hofmann und Lisa Gerß. Letztgenannte wurde dieses Jahr Vierte beim Ironman Les Sables und könnte in Schweden für eine Überraschung sorgen. Die abschließende Disziplin gehört zu ihren Stärken, sie könnte das Zünglein an der Waage sein.

Ironman Kopenhagen – Nizza-Quali der Männer

Einen Tag später geht es in der dänischen Hauptstadt um den letzten WM-Startplatz der Männer für Nizza. Über 50 Profis stehen auf der Startliste. Mathias Lyngsø Petersen (DEN) führt das Feld mit Startnummer eins an. Der Lokalmatador ist bereits durch den dritten Platz beim Ironman Lanzarote qualifiziert. Der 30-Jährige reist mit Rückenwind durch seinen ersten Ironman-70.3-Sieg in Westfriesland sowie den achten Platz bei der Challenge Roth an, wo er nur knapp hinter Finn Große-Freese landete, der ebenfalls für Nizza qualifiziert ist und am Start sein wird. Besonders im Blick steht Rasmus Svenningsson (SWE), der den letzten verfügbaren Slot holen möchte. Aber auch Thor Bendix Madsen (DEN) und Cody Beals (CAN) dürften alles daran setzen, um im September in Nizza an den Start gehen zu dürfen.

Neben Große-Freese stehen mit Fabian Günther, Thomas Bosch, Lukas Schnödewind, Pascal Tischler, Jan Höing, Morten Schmidt, Michael Wegricht, Marc Eggeling und David Rother neun weitere deutsche Profis an der Startlinie, die auf das letzte verbleibende Ticket hoffen.

Spannung garantiert

Mit nur einem WM-Ticket pro Rennen ist die Ausgangslage klar: Sieg oder Platz eins unter den noch nicht qualifizierten Athletinnen und Athleten ist Pflicht. Für die Fans bedeutet das packende Rennen in beiden Ländern – und für die Profis die letzte Chance auf den ganz großen Saisonhöhepunkt.

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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