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Noodt, Funk und der Zweikampf um die WM-Krone: Impressionen vom Rennen der Männer

Das Männerrennen bei der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft in St. George entwickelte sich zu einem spannenden Ausscheidungsrennen. Nach und nach vielen immer mehr Profis aus der Spitzengruppe zurück. Am Ende hieß es im Duell um den Sieg hopp oder top für Kristian Blummenfelt und Ben Kanute.

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Peter Jacob Mika Noodt freut sich über seinen vierten Platz.

Das Schwimmen in Sand Hallow

Zwei Außenseiter führten das Feld nach 1,9 Kilometern im Sand Hallow Reservoir aus dem Wasser. Der Australier Aaron Royle und Marc Dubric setzten sich im Morgengrauen einige Sekunden nach vorn ab. Allzu groß ist ihr Vorsprung jedoch nicht. Fast alle Favoriten, darunter Ben Kanute, Gustav Iden und Kristian Blummenfelt sowie die deutschen Profis Frederic Funk, Mika Noodt und Fabian Reuter folgen nur 20 bis 30 Sekunden später. Auch Magnus Ditlev ist nicht weit weg. Deutlich zurück dagegen liegt Sam Long. Die größte Hoffnung der US-Amerikaner springt 2:45 Minuten nach den Schnellsten auf sein TT-Bike. Hier gibt es den kompletten Rennbericht.

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ST GEORGE, UTAH – OCTOBER 29: Marc Dubrick of the United States competes in the Men’s pro swim leg during the IRONMAN 70.3 World Championship on October 29, 2022 in St George, Utah. (Photo by Patrick McDermott/Getty Images for IRONMAN)
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Blummenfelt macht die Pace – Sam Long wird gebremst

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Vom ersten Meter auf dem Rad tritt Kristian Blummenfelt mit voller Kraft in die Pedale. Später wird er sagen, er wollte in T1 keine Zeit beim Anziehen von wärmenden Klamotten verlieren. Stattdessen habe er lieber ein paar mehr Watt getreten. Der Norweger machte im Vorfeld keinen Hehl daraus, dass sich der dritte Platz in Kailua-Kona vor drei Wochen für ihn wie eine Niederlage anfühlt. Entsprechend motiviert ist Blummenfelt an diesem Tag auf dem anspruchsvollen Kurs mit rund 1.000 Höhenmetern. Nur Frederic Funk, Ben Kanute und Magnus Ditlev können den 44er-Schnitt mitgehen. Hinter der Spitzengruppe fährt Mika Noodt ein einsames, aber starkes Rennen. Nur der diesmal schwächelnde Titelverteidiger Gustav Iden leistet ihm zeitweise Gesellschaft. Weiter hinten im Feld wird die Aufholjagd von Sam Long jäh gebremst. Die bekannte Radrakete hatte sich schon von Platz 35 nach dem Schwimmen auf Rang sieben vorgefahren, ehe ihm die Referees eine fragwürdige 5-Minuten-Strafe wegen Draftings aufbrummen. Longs Ambitionen auf eine Spitzenplatzierung sind damit verfolgen.

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Harter Lauf-Krimi an der Spitze

Ein schneller zweiter Wechsel und zwei flotte erste Kilometer, schon ist Blummenfelt allein an der Spitze. Doch Ben Kanute hat heute einen glänzenden Tag. Der WM-Zweite von Chattanooga vor fünf Jahren holt innerhalb weniger Kilometer 30 Sekunden auf und übernimmt die Spitze. Bald ist klar, dass nur noch die Beiden um die WM-Krone kämpfen werden. Fünf Kilometer vor dem Ziel kommt die erwartete Attacke von Blummenfelt. Und der Angriff sitzt. Kanute kann nicht folgen und Blummenfelts Sieg steht nichts mehr im Weg. Spannend wird es dahinter, denn Mika Noodt hat sich die Kräfte extrem gut eingeteilt. Er macht Boden gut, überholt Taagholt und Funk und rückt dem an Position drei laufenden Ditlev auf die Pelle.

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Blummenfelts Triumph und die Party im Ziel

Im Zielkanal kann Blummenfelt mit den Fans abklatschen. Noch fast eine Minute holt er auf den letzten Kilometern gegenüber Kanute heraus, der sich sichtlich über WM-Silber freut. Ditlev rettet den dritten Rang vor dem starken Mika Noodt, der als Vierter eine Top-Performance an den Tag legt. Auch Frederic Funk ist mit Platz fünf sehr zufrieden. Der Erdinger-Profi ringt im Sprint noch Miki Taagholt nieder. Als drittbester Deutscher läuft Jan Stratmann als Elfter über die Ziellinie. Mann des Tages ist natürlich Blummenfelt nach seinem zweiten WM-Erfolg in St. George innerhalb eines halben Jahres. Der 28-Jährige gibt Interviews, macht Selfies und feiert noch, als längst alle anderen Profis schon unter der Dusche stehen.

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Peter Jacob
Peter Jacob
Abitur, Studium der Sportwissenschaft und Volontariat bei dpa änderten nichts daran, dass Peter eines blieb: Ausdauersportler mit Leidenschaft. Auch wenn der Hamburger heute öfter die Laufschuhe schnürt, sind die Stärken des ehemaligen Leistungsschwimmers klar verteilt. Man munkelt, die Sportart Swimrun sei nur für ihn erfunden worden.
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