Mitten in der Vorbereitung auf die Langdistanz-Rennen im Frühjahr schauen wir auf ein Intervalltraining in der Paradedisziplin von Lauf-Ass Jonas Hoffmann und geben Tipps zur eigenen Umsetzung.
Wer sich derzeit auf eine der großen Langdistanzen im Frühjahr vorbereitet, ist mittlerweile schon in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung angekommen. Neben dem Auftakt der Ironman Pro Series 2026 beim Ironman Neuseeland in drei Wochen stehen für viele Profis vor allem die Ironman-Rennen in Südafrika und Texas Mitte April im Fokus. Jemand, der in den beiden vergangenen Jahren bereits an beiden Wettkämpfen teilgenommen und die Ironman Pro Series 2025 erfolgreich auf Rang zehn beendet hat, ist Jonas Hoffmann. Der 29-Jährige landete beim Ironman Südafrika 2025 auf Rang vier, 2024 in Texas nach einem durchwachsenen Rennen auf Platz 16. Dementsprechend wahrscheinlich ist es, dass Hoffmann auch dieses Jahr wieder einen Fokus auf die Rennserie legt und bei einem der zwei „Frühjahrsklassiker“ in die Saison einsteigt.
In der Rückschau blickt Hoffmann auf eine solide Saison 2025: Neben dem Saisonauftakt in Südafrika stellten Platz vier beim Ironman 70.3 Kraichgau, ein herausragender fünfter Platz bei der stark besetzten Ironman-EM in Frankfurt und Rang 18 bei der Ironman-WM in Nizza die besten Ergebnisse des Jahres dar. Platz zehn beim Ironman 70.3 Zell am See, Platz 15 beim Ironman 70.3 Jesolo und ein DNF beim T100-Debüt in London zählten auf der Gegenseite zu den enttäuschenden Ergebnissen. Seit jeher gilt das Laufen als Hoffmanns Paradedisziplin: 2024 belegte er bei den deutschen Meisterschaften über zehn Kilometer auf der Straße in einer Fabelzeit von 29:26 Minuten einen beachtlichen sechsten Platz. Auch im Triathlon gelang Hoffmann die Übertragung seines Laufpotenzials auf die Langdistanz mit der Zeit immer besser: 2024 lief er den Marathon beim Ironman Frankfurt in 2:34:31 Stunden – seine bisher schnellste Laufzeit auf der Langdistanz. Die Zeit von 2:39 Stunden beim Ironman Frankfurt 2025 war bei den heißen Bedingungen hinter den drei Norwegern Blummenfelt, Stornes und Iden die viertschnellste Laufzeit des Tages.
Großes Potenzial, das in Kombination mit der ausreichenden Schwimm-Rad-Kombination eine Top-Ten-Platzierung bei der Ironman-WM als nächstes großes Ziel erscheinen lässt. Sein Hawaii-Debüt 2024 beendete Hoffmann auf Platz 16 mit der drittschnellsten Laufzeit des Rennens (2:45 Stunden). Aus Hoffmanns aktuellem Training lässt sich schließen, dass er sich in seiner besten Disziplin schon zu diesem frühen Zeitpunkt im Jahr in vielversprechender Form befindet. Wir blicken auf eine seiner Schlüsseleinheiten im Laufen, die sowohl Schwellenintervalle als auch hochintensive VO₂max-Intervalle umfasst.