NEU! triathlon-News Ausgabe vom 13. Oktober, 18:02 Uhr · 1:06 Min · Kurzfassung

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WM-Kurs mit 1.785 Höhenmetern: Die Quälerei in den Bergen Marbellas

Dieser Radkurs ist definitiv WM-würdig! Nach kurzem Einrollen in Marbella schlängelt sich die Strecke bei der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft den Berg hoch. Wir haben den Triathletinnen und Triathleten beim Training zugesehen.

Julia Umlandt / spomedis

1.785 Höhenmeter haben die Athletinnen und Athleten bei der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft zu bewältigen. Flach ist es eigentlich nur auf den ersten Kilometern in Marbella. Dann zweigt der Kurs links ab und die Quälerei beginnt. Zum Vergleich: Die berühmt gewordene Kletterpartie bei der Ironman-WM in Nizza führte über 2.427 Höhenmeter – allerdings war die Strecke dort 180 und nicht 90 Kilometer lang.

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Beim Radtraining vor der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft will sich niemand den spektakulären Kurs entgehen lassen. Ein optisches Highlight erwartet die Sportlerinnen und Sportler schon nach rund zehn Kilometern. Nach einigen Kurven öffnet sich der Blick auf den Ort Ojèn. Mit seinen weißen Häusern zählt das malerische Städtchen zu den „Pueblos Blancos“ der Provinz Málaga.

Für architektonische Schönheiten werden allerdings weder die Triathletinnen am Samstag noch die Triathleten am Sonntag einen Blick haben. Aber dafür sind ja die gemeinsamen Ausfahrten vorher da. Während es die einen sportlich angehen und auch das Material für den Raceday testen, treten die anderen eher locker in die Pedalen.

Ojèn liegt etwa 300 Meter über dem Meer in der Sierra de las Nievas, und das bedeutet, dass die Kletterei an dieser Stelle noch lange nicht vorbei ist. Gleich hinter dem Ort geht es weiter bergauf. Jetzt schlängelt sich der Kurs sogar in Serpentinen den Berg hinauf. Ob Lucy Charles-Barclay diesen Teil besonders intensiv besichtigt hat? Eine Attacke an dieser Stelle wäre eine Überlegung wert.

Am Ende der Kletterei trifft die kleine Bergstraße auf die deutlich breiter ausgebaute Landstraße A-355. Von hier an können es die Athletinnen und Athleten so richtig rollen lassen. Zwar machen ihnen einige Rampen das Leben weiter schwer, insgesamt geht es bis zum Wendepunkt aber viel mehr runter als rauf.

Der Weg zurück nach Marbella ist simpel und führt ohne Abstecher nach links oder rechts immer geradeaus über die A-355. Auch diesmal geht es erst lange bergauf und dann rasant in die Abfahrt zur zweiten Wechselzone. Am Trainingstag ist zwischendurch auch mal Zeit für ein Päuschen.

Steile Bergauf-Passagen und rasante Abfahrten, karge Felslandschaft und urbaner Lebensraum am Mittelmeer: Der Radkurs der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft verbindet alles, was die Gegend um Marbella ausmacht. Jetzt können die Rennen beginnen!

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Peter Jacob
Peter Jacob
Abitur, Studium der Sportwissenschaft und Volontariat bei dpa änderten nichts daran, dass Peter eines blieb: Ausdauersportler mit Leidenschaft. Auch wenn der Hamburger heute öfter die Laufschuhe schnürt, sind die Stärken des ehemaligen Leistungsschwimmers klar verteilt. Man munkelt, die Sportart Swimrun sei nur für ihn erfunden worden.

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