Pain Caves:
Andrea (46) hat ein klares Bild vor Augen

Schlicht und großzügig – so hat Andrea Heinsohn ihren Trainingsraum eingerichtet. Und dann ist da noch der Pool mit Gegenstromanlage im Garten.

Für andere mag es wie bloßes Geklimper klingen. Für Andrea Heinsohn ist es dagegen Musik in ihren Ohren. Wenn Hund Jackson mit seinem Schwanz mal wieder an der Medaillensammlung in der Küche entlang wedelt und das Edelmetall zum Schwingen bringt, erscheinen diese Bilder im Kopf der 46-Jährigen: ITU Triathlon in Hamburg, Berliner Halbmarathon, Elbe-Triathlon oder auch Ironman 70.3 in Barcelona. Jedes Mal werden Erinnerungen an einen anderen Wettkampf wach. Unvergessliche und überwiegend schöne Momente. Die haben in einer Pain Cave – dem Ort der Schmerzen – nichts verloren. Also hat Andrea Heinsohn sie kurzerhand ausquartiert.

Dankbar für Abwechslung

Nach Schmerz oder Qual sieht aber auch die großzügige Pain Cave im Keller der 46-Jährigen nicht aus. Eine Lounge-Ecke mit großzügigem Sofa lädt zum Entspannen ein – vor oder nach den Trainingseinheiten. Die können fordernd oder regenerativ sein, je nachdem, für welches Programm sich die Jorkerin auf ihrem Peloton-Spinning-Bike entschieden hat. Gestreamt werden die Inhalte dann auf den Flachbildfernseher. Die hellen Wände im Raum sind schlicht gehalten, für Abwechslung ist auf anderer Ebene gesorgt. „Wir haben drei Teenies, die alle gern Sport machen. Besonders jetzt in den vergangenen Wochen, war ich dankbar für Boxsack, Yogamatte, TRX-Band und richtig gute Musikanlage“, sagt Heinsohn, die sich während des Trainings ein Bild von sich selbst machen kann; eine mehrere Meter lange Spiegelwand dient zur Selbstkontrolle, ob Stabi-, Kraft- oder Yogaübungen auch richtig ausgeführt werden. Für die geeignete Atmosphäre sorgen Farb-LEDs an der Wand, die den Raum in gedämpftes Licht tauchen.

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Wichtig, wie sich der Pool anfühlt

Der Keller aber ist nur ein Teil der Pain Cave. Der andere Teil steht im Garten. Als Andrea Heinsohn und ihr Mann vor ein paar Jahren die Entscheidung fällten, in der Nähe Hamburgs noch einmal neu zu bauen, war klar, dass ein Pool für das gewisse Extra sorgen sollte. Aber nicht nur zum „Planschen“ für die Familienmitglieder. „Ich wollte ein richtiges Trainingsgerät. Für die Poolfirma an der niederländischen Grenze war es ungewöhnlich, dass da jemand mit Badesachen ankommt, um die Pools und die Gegenstromanlagen zu testen“, sagt die Niedersächsin: „Mir war aber wichtig zu wissen, wie sich der Pool anfühlt – und wie er aussieht.“ 

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Beruf und Leidenschaft verbunden

Dass Andrea Heinsohn ein klares Bild vom Pool vor Augen hatte, war auch beruflich bedingt. Die 46-Jährige ist Fotografin, nutzt das Becken für besondere Aufnahmen. Insofern verbindet sie ihren Beruf mit ihrer Leidenschaft. Auch Triathleten nämlich zählen zu ihren bevorzugten Motiven. „Ich liebe Triathlon und die ganze Community. Ich habe so tolle Menschen dadurch kennengelernt und auch fotografiert“, sagt die dreifache Mutter, die auch den Nachwuchs bereits mit ihrer Begeisterung angesteckt hat. Mittlerweile hat jeder in der Familie sein eigenes Schwimmprogramm, das er im Pool einstellen kann. Planschen war gestern. Bis auf zwei Monate im Jahr, in denen es richtig kalt ist, ist das Trainingsgerät in Betrieb. Triathleten aus dem alten Land halten gern auf ihren Radausfahrten an und nutzen die Chance auf eine kurze Koppeleinheit.

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Nächstes Ziel: schwarzer Starterbeutel

Andrea Heinsohn trainiert derweil für ihr nächstes Ziel: den schwarzen Starterbeutel für die zehnte Teilnahme in Folge beim ITU Triathlon in Hamburg. Die Medaille würde sie dann natürlich auch wieder mitnehmen. In der Küche wäre jedenfalls noch Platz für weitere Erinnerungen. An denen hat auch Jackson seinen Anteil. “Er ist schon viele Kilometer mit mir gelaufen und war der Grund, warum ich den einen oder anderen Kilometer mehr zurückgelegt habe”, sagt die ehemalige Flugbegleiterin. Ihr Hund hat es dann in der Hand, auch die neuen Bilder im Kopf hervorzurufen.


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Smarttrainer, Laufband, Hantelstangen: Triathlontraining findet längst nicht mehr nur outdoor statt. Wir möchten zeigen, wir es in den privaten Trainingsräumen im Lande aussieht.

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