Pain Caves:
Klaus-Dieter (58) hat das vollkommene Glück vor Augen

Aufgeräumt geht es im Trainingszimmer von Klaus-Dieter Raabe zu. Das Equipment hat seinen festen Platz, darunter mischen sich Buddha-Figuren. Das Laufband musste derweil in den Keller ziehen.

Sie verkörpern das ewige und vollkommene Glück. Eine große Sache, die aber in der Pain Cave von Klaus-Dieter Raabe eher eine Randerscheinung ist. Unauffällig mischen sich kleine Buddha-Figuren unter das Triathlon-Equipment auf dem Sideboard: Flossen, Boje, Helm, Massagerolle und Stehsammler für die Ausgaben des triathlon-Magazins. Aus sportlicher Sicht finden sich aber noch weitere Symbole vollkommenen Glücks auf den weißen Schränken in Raabes Trainingsraum: Finishermedaillen.

Challenge Roth nach Herz-OP

Ironman Kärnten, Regensburg und Schweiz, Ostseeman und Challenge Roth. „Mein erster Ironman war 2007 in Kärnten. Letztmalig habe ich die Challenge Roth 2015 nach überstandener Herz-OP absolviert“, sagt Klaus-Dieter Raabe. Der Friedberger (Bayern) kann auf eine bewegte sportliche Geschichte blicken, unterstützt seinen Verein TSV 1862 Friedberg Triathlon als Kassier.

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Virtuelle Ausfahrten gegen Teamkollegen

Seine Pain Cave ist so ausgestattet, wie man sich das von einem Angestellten der Stadtsparkasse Augsburg vorstellt: aufgeräumt. Keine Urkunden oder Startnummern an den Wänden. Keine achtlos weggeworfene Kleidung, keine unnötigen Tools. In dem kleinen, hellen Raum im ersten Stock der Doppelhaushälfte steht ein gelbes BMC-Rennrad vor dem Sideboard, während Raabe seine BMC-Triathlon-Maschine in einen Hammer-Smarttrainer von CycleOps gespannt hat. Auf einem Rack davor steht ein Laptop mit Zwift-Anbindung. „Um mit den Vereinskollegen des TSV Friedberg wöchentliche Ausfahrten virtuell zu bestreiten“, erzählt der 58-Jährige. Das Training – immerhin sechs bis acht Stunden pro Woche – ist genau geplant.

privat

Das Laufband zieht in den Keller

Neben den Radeinheiten stehen auch Faszientraining, Stabilisationsübungen und Yoga auf dem Programm. Balanceboard, Gymnastikball und Fachliteratur stehen bereit, genau wie Kettlebells und eine Schwingstab, der die Tiefenmuskulatur anspricht und stärkt. Keinen Platz hat in der Pain Cave das Horizon-Laufband gefunden, das Klaus-Dieter Raabe in den Keller auslagern musste.

privat

Langstreckenschwimmen ist geplant

Für 2020 hatte sich der Bayer einiges vorgenommen. Im Zuge eines geplanten Texas-Urlaubs wollte er in dem US-Bundesstaat Ende April einen Halbmarathon laufen – der ist ausgefallen. Geplant sind derweil noch das Langstreckenschwimmen in München, das vorerst auf den 4. Oder 5. Juli verschoben wurde, und die vier Kilometer durch den Starnberger See am 1. August. „Auch ein Halbmarathon in Deutschland ist geplant“, so Raabe. Für einen Triathlon ist derweil vorerst kein Platz im Rennkalender. Die Medaillen in der Pain Cave erinnern aber immerhin an die schönsten Momente: den Zieleinlauf nach einem kräftezehrenden Wettkampf. Auch das kann vollkommenes Glück für einen Athleten bedeuten. Insofern sind die Buddha-Figuren in Raabes Trainingszimmer gut aufgehoben.


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