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SzeneÄnderung bei den Zeitstrafen: Weltverband World Triathlon hat die Wettkampfregeln aktualisiert

Änderung bei den Zeitstrafen: Weltverband World Triathlon hat die Wettkampfregeln aktualisiert

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Frank Wechsel / spomedis Auf Hawaii hagelte es Zeitstrafen, unter anderem für Florian Angert (blauer Rennanzug). Mit den neuen Regeln hätte er an der “Penalty Box” vorbeifahren können.

Der Ärger bei den Profis sowie deren Coaches war groß, die anschließenden Diskussionen hitzig: Bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii im Oktober 2022 erhielt Laura Philipp während des Radfahrens eine Fünf-Minuten-Zeitstrafe, die die Heidelbergerin um ihre Chance aufs Podium brachte. Bei den Männern waren Florian Angert und Patrick Lange Leidtragende von Penaltys. Die Bilder der Athletenschlangen vor der “Penalty Box” auf dem Queen Kaahumanu Highway gehören zu denen, die von der WM 2022 in Erinnerung bleiben. Angert sagte danach: „Ich habe keine Idee, was ich falsch gemacht habe.“ Und auch Philipp und Lange fühlten sich ungerecht behandelt.

Athleten können jetzt trotz Zeitstrafe an der Penalty Box vorbeifahren

Die deutschen Topathleten dürften sich freuen, dass der Weltverband World Triathlon seine Wettkampfregeln an bestimmten Stellen geändert hat, unter anderem bei den Zeitstrafen. Insbesondere Laura Philipp forderte bereits vehement Regeländerungen diesbezüglich (triathlon 206, Januar 2023).

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Ab 1. Januar 2023 können Athletinnen und Athleten, die überzeugt sind, zu Unrecht eine Strafe erhalten zu haben, das Rennen fortsetzen, ohne die Penalty Box aufzusuchen. Im Ziel wird die- oder derjenige zwar disqualifiziert, kann dagegen aber Protest einlegen. Bekommt die Athletin oder der Athlet Recht, wird die erreichte Zielzeit in die Ergebnisse aufgenommen. Sollte sie oder er während des Rennens aber die Penalty Box aufsuchen, gilt die Strafe als akzeptiert. Ein Protest ist dann nicht mehr möglich.

Allerdings: Diese Regelung gilt ausdrücklich nicht bei Verstößen gegen das Verbot des Windschattenfahrens. Das zwingt die Organisatoren und Kampfrichter beim Ironman Hawaii zum Überdenken des Procederes, denn durch das Nicht-Kommunizieren des geahndeten Verstoßes blieben die Athleten zukünftig im Dunkeln, ob sie an der Penalty Box vorbeifahren sollten oder nicht.

Neue Mutterschaftsregelung erleichtert Athletinnen den Wiedereinstieg

Weitere Änderungen von World Triathlon, die ab 2023 gelten: Athletinnen soll eine Mutterschaftsregelung den Wiedereinstieg in den Wettkampfsport nach der Geburt eines Kindes erleichtern. In Zukunft wird die Ranglistenplatzierung der Sportlerin von dem Zeitpunkt an eingefroren, an dem diese ihre Schwangerschaft verkündet. Die Platzierung gilt bis maximal zum zweiten Geburtstag des Kindes.

Eine andere Neuerung gilt der Unterscheidung zwischen dem Absteigen vom Rad nach der Linie und dem Überfahren der Abstiegslinie. Das Berühren des Helmverschlusses vor dem Abstellen des Fahrrads ist nun verboten. Das gesamte aktuelle Regelwerk von World Triathlon gibt es hier. Die grün unterlegten Passagen sind neu, die orange unterlegten sind die Streichungen.

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9 Kommentare

  1. Warum wird man im Ziel disqualifiziert, wenn man auf sein Recht der Argumentation und Beweisführung pocht, statt dass die Zeitstrafe im Ziel drauf addiert wird. Ich habe so ja nur die Option “akzeptieren und kein Wiederspruch” oder “Einspruch und vielleicht Disqualifikation”. Das ist ja schon ein Risiko, weil man im Rennen ja auch nicht seinen Vorsprung kennt um zu entscheiden ob die 5min ok sind oder nicht. Oder habt ihr euch verschrieben?

  2. Ich denke Walter, hierbei geht es dann um das Procedere nach dem Rennen, wie zum Beispiel Siegerehrung, Presse etc. Die aktuellen Ergebnisse wären ja dann verfälscht.

  3. Sehe ich auch so wie Walter & Edzard die vernünftige Variante auch dem Teilnehmer noch eine Chance zu geben, wäre zum Schluss die zeitstrafe zu addieren….

  4. Eine Begründung für die Anwendung der penaltybox könnte sein das klar sein sollte das der erste an der Linie auch der Sieger ist.

  5. Einfach auf addieren würde auch verfälschen. So kann ich zB “in einer Gruppe” bleiben, die ich sonst (also mit Penalty Box) nicht gehabt hätte und durch Stop in Box wird ja auch Rhythmus verändert. Das fällt bei durchfahren und aufadieren weg.

    Ich finde die Regel so wie sie ist gut. Wer sich sicher ist das die Bestrafung falsch ist, kann das Urteil Challengen. Alle wo unsicher sind, sollten auf die Tatsachenentscheidung der Refs vertrauen.

  6. Das öffentlich zu machen ist gut.
    Nur es ist nicht neu. Es war schon immer so, wer der Meinung ist, eine Strafe ist ungerechtfertigt, nimmt die Disqualifikation in Kauf und erhebt Einspruch.
    Nach §3.9 ist das aber nicht für Drafting vergehen möglich.

    Right of Appeal:
    a.)
    (i) a penalty for a drafting violation; and
    (ii) a time penalty which has already been served.

    Es ändert sich daher bei Strafen zu Drafing gar nichts. Es gibt nur die Möglichkeit dieses Abzusitzen oder Disqualifiziert zu werden.
    Es wäre wichtig diesen Umstand klar herauszustellen, es wäre fatal wenn ein Athlet denkt er können Einspruch gegen eine Drafing Strafe einlegen.

  7. Sorry, es hat den entscheiden Teil nicht mit kopiert aus den Regeln.
    3.9 Right of Appeal:
    a) An Athlete who receives a penalty may protest, with the exception of:
    (i) a penalty for a drafting violation; and
    (ii) a time penalty which has already been served

    Die Regel bleibt, auch wenn es im Text anders Dargestellt wird, es gibt keinen Protest gegen eine Drafting Strafe.
    Ich hoffe es kommt zu keinen Disqualifizierten aufgrund der irreführenden Informationen.

    Viel Spaß auf den Events

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