Mittwoch, 19. Juni 2024

Challenge Roth passt die Startgelder an: „Rundum-Sorglos-Paket“ ist ab 2024 inklusive

spomedis

Die Organisatoren der Challenge Roth passen die Startgelder an. Ab dem Jahr 2024 wird die Teilnahme an dem Event in Franken für Einzelstarter statt 599 Euro jeweils 679 Euro kosten, Staffeln zahlen dann 785 Euro. Damit reagiert der Veranstalter auf die aktuelle Teuerungswelle in vielen Bereichen, wie Felix Walchshöfer und Co. jetzt mitgeteilt haben. Allerdings: Die Erhöhung der Startgebühren geht mit einer neuen Regelung einher, die dem einen oder anderen Athleten eventuell entgegenkommen wird. Im Preis enthalten ist nämlich ab sofort das Rundum-Sorglos-Paket, durch das sich die Athleten bis einen Tag vor dem Rennen ohne Angabe von Gründen abmelden können. In einem solchen Fall bekommt man anteilig, je nach Zeitpunkt der Abmeldung, das Startgeld zurück und erhält einen garantierten Startplatz für das Folgejahr.

Beliebtes Upgrade wird automatischer Bestandteil

„Mehr als 80 Prozent aller Teilnehmenden haben jährlich bei der Anmeldung das populäre Rundum-Sorglos-Paket dazugebucht. Daher bleibt die Startgebühr für die große Mehrheit nahezu unverändert“, heißt es vonseiten des Veranstalters, der bisher 79 Euro für dieses Upgrade zur Risikominimierung veranschlagt hat. Notwendig gemacht hat die Maßnahme die Kostensteigerung im Zusammenhang mit dem Rennen. Die Roth-Macher rechnen vor: „Eine Steigerung um 116 Prozent in der Veranstaltungstechnik, 55 Prozent Prozent mehr Ausgaben in der Strominfrastruktur und sogar ein Aufschlag von satten 148 Prozent bei der Wasserinfrastruktur. Auch uns trifft die Teuerungswelle hart, besonders nach den verlustreichen drei Coronajahren.“

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„Möchten nicht einfach das Startgeld erhöhen“

Für Walchshöfer und Co. sei aber klar gewesen: „Roth muss Roth bleiben und wir möchten auf keinen Fall bei Maßnahmen sparen, die die Qualität des Rennens beeinträchtigen und das Erlebnis für unsere Athletinnen, Athleten, Fans oder Volunteers schmälern. Gleichzeitig möchten wir nicht einfach das Startgeld erhöhen, ohne zusätzliche Leistung für Athleten zu erbringen, weswegen wir einen Ansatz gefunden haben, der eine erhebliche Mehrleistung bietet.“

Bearbeitungsgebühr entfällt

Im Zuge der neuen Regelung entfällt bei einer möglichen Abmeldung vom Rennen die bisherige Bearbeitungsgebühr von 90 Euro. Dafür wird es gestaffelte Abmeldezeiträume geben. „Für uns als Veranstalter entstehen im Laufe des Jahres mehr und mehr Kosten, je näher der große Tag kommt. Wir bestellen zum Beispiel frühzeitig Medaillen, koordinieren die komplexe Logistik oder bereiten für die Wechselzonen alles vor“, erklärt der Veranstalter. „Die Erfahrung zeigt, dass im Laufe des Jahres viel passieren kann. Je früher der Fall eintritt, an dem ihr für das Rennen absagen müsst, desto mehr Geld gibt es zurück.“

Vier Phasen bei der Rückerstattung

Die Staffelung sieht vor, dass bei einer Abmeldung bis zum 1. Dezember 2023 90 Prozent der Startgebühren erstattet werden. Bis zum 1. März 2024 sind es 80 Prozent und bis zum 1. Juni 70 Prozent. Wer sich bis zum 6. Juli, also einen Tag vor dem Event, abmelden muss, erhält 60 Prozent des Startgeldes zurück.

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18 Kommentare

  1. Unterm Strich generiert das höhere Einnahmen für die Veranstalter und geringere Rückzahlungen für die Athleten. Bisher gab es zu jedem Zeitpunkt volles Geld abzüglich 90€ Bearbeitungsgebühr, also ca. 85%. Die meisten Athleten sagen in den letzten 4 Wochen ab und dann gibt es nur noch 70% zurück.

  2. Peter, auch wenn Deine Anmerkung richtig ist. Entscheidend ist doch aber eher: wo liegt Roth damit im weltweiten Vergleich? Immer noch, mit weitem Abstand, vor allen anderen Triathlon mit ähnlichem Klassikerniveau: Kona, Escape From Alcatraz, Aloe D’Heuz, Laguna Phuket, Noosa…überall Null Euro Rückerstattung, egal zu welchem Zeitpunkt.

  3. Ja, was wäre denn ein Preis den ich mir noch leisten könnte? Gute Frage, ich mache Triathlon seit über 25 Jahren, So teuer war es noch nie, mein Gehalt kann da leider nicht mithalten! Dann wird es eben ein Sport für die Besserverdiener werden, wenn es nicht sowieso schon so ist

  4. Aus meiner Sicht wird hier transparent dargelegt, dass diejenigen, die diese Option nie gebucht haben, jetzt 80€ Startgeld bezahlen müssen und diejenigen, die diese Option bisher auch schon gebucht haben, künftig weniger Geld zurückbekommen werden. Das sind die emotionslosen Fakten.

  5. Mit dem Bericht zeigt doch die Tri-Mag wieder deutlich ihre positive Darstellung für das Roth-Rennen im Gegensatz zur IM-Serie. Stellt Euch mal die Frage, warum die Preiserhöhung so positiv dargestellt wird!!!
    Und der Grund für die Erhöhung ist doch auch klar: Die Agegrouper müssen die hohen Startgelder für die Profis zahlen und der Veranstalter lässt sich feiern.
    Und Bearbeitungsgebühren gibt es bei der IM-Serie nicht und in Roth drückt man dafür 80 Euro ab. Selbst im Jahr der Corona bedingten Absage/Verschiebung und trotz Rundum-Sorglos-Paket.

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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