Spektakuläre Kulisse, interessantes Profifeld und ein deutscher Athlet mittendrin: Frederic Funk debütiert bei der 20. Challenge Wanaka. Nach Radsturz und Ellenbogenbruch Ende vergangener Saison aber ohne echte Favoritenrolle.

Wenn am Samstag die 20. Ausgabe der Challenge Wanaka über die Bühne geht, richtet sich der Blick aus deutscher Sicht vor allem auf Frederic Funk. Der 28-Jährige gibt bei dem traditionsreichen Rennen in Neuseeland sein Debüt – und feiert sein Comeback. Nach einem Radsturz und einem Ellenbogenbruch gegen Ende der vergangenen Saison kehrt Funk ins Renngeschehen zurück. Im Interview mit tri-mag.de hat er jüngst über die Auswirkungen seiner Verletzung und seine Saisonziele gesprochen.
Standortbestimmung statt Favoritenrolle
Bei der Challenge Wanaka geht es für Funk entsprechend weniger um eine Favoritenrolle als um eine Standortbestimmung unter Wettkampfbedingungen. Das Rennen ist der Auftakt, um wieder Rennroutine zu entwickeln und sich für die geplante Hawaii-Qualifikation beim Ironman Neuseeland am 7. März zu akklimatisieren.
Anspruchsvolle, malerische Mitteldistanz
Die Strecke in der spektakulären Landschaft der Southern Alps verlangt trotz malerischer Kulisse früh im Jahr eine gewisse Rennhärte: 1,9 Kilometer Schwimmen im klaren, aber oft kühlen Lake Wanaka, 90 profilierte Radkilometer in Richtung Mount Aspiring National Park mit möglichem Wind und ein intensiver Halbmarathon entlang der Uferpromenade. Die Strecke zählt zu den anspruchsvolleren Mitteldistanzen der Challenge-Serie, die nach dem Einstieg der Professional Triathletes Organisation (PTO) ab 2027 in die „Triathlon World Tour“ integriert wird.
Starkes Feld mit klaren Siegkandidaten
Während Funk nach seiner Verletzung vor allem Rhythmus aufnehmen will, ist die Favoritenfrage im Männerfeld in neuseeländischer Hand. Mike Phillips geht als dreifacher Ironman-New-Zealand-Sieger an den Start, Jack Moody kennt den Kurs als zweifacher Sieger der Challenge Wanaka bestens. „Ich freue mich riesig, dass die Challenge Wānaka wieder im nationalen Profikalender steht. Es ist ein Rennen, das ich seit Beginn meiner Profikarriere unterstütze – ich habe hier noch keinen Pro-Start verpasst“, sagt Moody. Auf der zwölf Namen umfassenden Startliste mit weiteren Athleten aus Großbritannien, Australien und Neuseeland steht ebenfalls der Brite Thomas Bishop.
International besetztes Frauenrennen
Im Frauenfeld tritt die Britin Lucy Byram als 16. der PTO-Weltrangliste unter anderem gegen die Kanadierin Tamara Jewett an – eine der schnellsten Läuferinnen der Mitteldistanz-Szene. Ebenfalls zu den Mitfavoritinnen zählt die Neuseeländerin Rebecca Clarke, die das Rennen mit ihrer Schwimmstärke früh prägen könnte. Neben weiteren Athletinnen aus Irland, den USA, Neuseeland und Australien wird in dem zehnköpfigen Profifeld der Frauen mit Sina Ziegler auch eine Schweizerin auf die Strecke gehen.
Der Startschuss für das Rennen der Profimänner ertönt am Samstag um 7:05 Ortszeit (Freitagabend, 19:05 Uhr deutscher Zeit). Die Elitefrauen gehen fünf Minuten später auf die Strecke.









