Start der Pro Series 2026: Kat Matthews und Trevor Foley gewinnen Ironman Neuseeland, Frederic Funk scheidet aus

Beim Auftakt der Ironman Pro Series in Taupō dominierte Katrina Matthews die Konkurrenz und siegte überlegen. Dagegen landete Topfavorit Kristian Blummenfelt bei den Männern nur auf Platz sechs. Es triumphierte der US-Amerikaner Trevor Foley vor Langdistanzdebütant Pierre Le Corre aus Frankreich. Frederic Funk, einziger Deutscher im Feld, musste nach einem starken Auftritt auf dem Rad beim Marathon aufgeben.

Korupt Vision for Ironman Neuer Streckenrekord beim Ironman Neuseeland: Katrina Matthews startete mit einer bärenstarken Leistung und einem Triumph in die Saison 2026.

Das Frauenrennen: Katrina Matthews in einer eigenen Liga

Neues Jahr, aber alles beim Alten in der Frauenkonkurrenz der Ironman Pro Series: Katrina Matthews, zweimalige Titelträgerin der Serie, gewann den Auftakt der neuen Saison. Mit einer fantastischen Leistung auf der Laufstrecke (Marathon in 2:51:48 Stunden) riss die Britin mit fast sieben Minuten Vorsprung das Zielbanner in die Höhe. Sie spielte an diesem Tag in einer eigenen Liga: Die Gesamtzeit beim Sieg der Topfavoritin betrug 8:28:55 Stunden – neuer Streckenrekord bei der 42. Auflage des Ironman Neuseeland. Matthews war damit zwölf Minuten schneller als Chelsea Sodaro beim bisherigen Streckenrekord vor zwei Jahren.

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Platz sechs reicht für einen der vier Hawaii-Slots

Hannah Berry sicherte sich den zweiten Platz. Die Neuseeländerin ist in ihrer Heimat gefeiert worden und kam nach 8:35:43 Stunden ins Ziel. Dritte wurde Lotte Wilms aus den Niederlanden in 8:39:57 Stunden. Und auch der vierte Platz für die Kanadierin Tamara Jewett (8:41:20 Stunden mit dem überragend schnellsten Marathon von 2:42:40 Stunden) spielte eine Rolle, denn beim Ironman Neuseeland sind vier Hawaii-Slots pro Geschlecht vergeben worden. Da Lotte Wilms und auch die Fünftplatzierte Danielle Lewis (USA) bereits für die Ironman-WM qualifiziert sind, kommt auch die Australierin Regan Hollioake, Vorjahressiegerin des Ironman Neuseeland, auf Platz sechs in den Genuss eines Hawaii-Slots.

Ironman Neuseeland 2026 | Profi-Frauen

7. März 2026 | Taupō (Neuseeland)
PlatzNameLandGesamt3,8 km Swim180 km Bike42,195 km Run
1Kat MatthewsGBR8:28:550:53:304:38:012:51:48
2Hannah BerryNZL8:35:430:50:564:40:382:58:12
3Lotte WilmsNLD8:39:570:50:534:40:423:02:19
4Tamara JewettCAN8:41:200:54:154:57:472:42:40
5Danielle LewisUSA8:49:351:02:044:42:112:59:19
6Regan HollioakeAUS8:54:450:53:554:42:503:12:12
7Gabrielle LumkesUSA9:05:390:55:334:53:163:11:13
8Fenella LangridgeGBR9:09:100:50:515:03:143:09:42
9Rhianne HughesGBR9:16:391:04:304:58:103:08:25
10Rebecca ClarkeNZL9:19:460:50:554:57:593:25:30

Das Männerrennen: Foley und Le Corre überraschen

Beim Männerrennen siegte überraschend Trevor Foley, der sich erst kurzfristig entschieden hatte, am Ironman Neuseeland teilzunehmen. Der US-Amerikaner kam beim zweiten Ironman-Sieg seiner Karriere (nach Lake Placid 2024) nach 7:46:44 Stunden ins Ziel.

Korupt Vision for Ironman Überraschungssieger beim Ironman Neuseeland: Trevor Foley aus den USA.

Für eine weitere Überraschung sorgte Langdistanzdebütant Pierre Le Corre. Der Viertplatzierte der Olympischen Spiele von Paris blieb bis zum Schluss dicht an Foley dran, brauchte 1:42 Minuten länger. Für den Franzosen stoppte die Uhr im Ziel bei 7:48:26. Das Podium komplettierte Altmeister Matt Hanson. Der 40-jährige US-Amerikaner legte mal wieder einen fantastischen Marathon in 2:34:49 Stunden hin und sicherte sich damit Platz drei in der Endabrechnung.

Die beiden Neuseeländer Jack Moody und Mike Philipps mussten sich mit den undankbaren Plätzen vier und fünf begnügen. Für Moody bedeutete das immerhin den vierten und letzten Hawaii-Slot des Tages, während Philipps, Vorjahressieger des Ironman Neuseeland mit Streckenrekord, leer ausging.

Blummenfelt: Erst technische, dann körperliche Probleme

Topfavorit Kristian Blummenfelt kam auf einem für ihn enttäuschenden sechsten Rang ins Ziel. Der Norweger hatte zunächst technische Probleme auf dem Rad und musste sich später beim Laufen übergeben, sodass an diesem Tag für den Vorjahressieger der Ironman Pro Series nicht mehr drin war. Da er aber ins Ziel kam, validierte er damit früh in der Saison seinen Hawaii-Slot.

Ironman Neuseeland 2026 | Profi-Männer

7. März 2026 | Taupō (Neuseeland)
PlatzNameLandGesamt3,8 km Swim180 km Bike42,195 km Run
1Trevor FoleyUSA7:46:4452:074:14:152:35:42
2Pierre Le CorreFRA7:48:2648:114:18:272:36:18
3Matt HansonUSA7:50:3949:574:20:422:34:49
4Jack MoodyNZL7:51:0349:584:18:102:37:39
5Mike PhillipsNZL7:58:0949:554:16:012:46:54
6Kristian BlummenfeltNOR8:01:020:49:494:16:072:49:40
7Yvan JarrigeFRA8:07:470:49:584:28:302:43:06
8Sam OsborneNZL8:09:310:48:174:24:522:50:24
9Matt KerrNZL8:10:420:52:264:20:152:51:27
10Jack SosinskiAUS8:11:290:49:524:27:122:48:26
DNFFrederic FunkGER-:–:–0:49:464:13:22-:–:–

Smith und Funk: Schnelle Biker mit Schwierigkeiten beim Laufen

Ebenfalls körperliche Probleme auf der Laufstrecke bekamen der Neuseeländer Kyle Smith und Frederic Funk, die noch als Erster und Zweiter vom Rad stiegen. Während Smith auf Platz elf zurückfiel, aber noch das Ziel erreichte, musste der einzige Deutsche im Feld aufgeben. Damit verpasste Funk den angestrebten Hawaii-Slot.

Getty Images for IRONMAN 4:13:22 Stunden: Auf dem Rad war für Frederic Funk noch alles in Ordnung. Später stieg er während des Marathons aus dem Rennen aus.

„Das ist eine sehr bittere Pille“

Nach dem Rennen sagte der 28-Jährige: „Das ist eine sehr bittere Pille. Mir geht es gut und es war körperlich nicht einmal ein schlechter Tag. Aber ich war einfach noch nicht in der Form, die nötig ist, um mit den starken Jungs um einen Startplatz in Kona zu kämpfen. Ich bin nicht stolz darauf, aufgegeben zu haben. Dennoch muss man manchmal als Profi schwierige Entscheidungen treffen, um das große Ganze im Blick zu behalten. So kann ich mich schneller erholen und hoffentlich bald bei einem anderen Ironman an den Start gehen.“

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Christian Wriedt
Christian Wriedt
Schreiben und Bearbeiten von Texten, Verbesserung der internen Abläufe und Erstellung von Abgabeplänen – das ist der tägliche Dreikampf von Christian Wriedt in der triathlon-Redaktion. Der studierte Sportwissenschaftler ist vor allem aufgrund seiner langjährigen journalistischen Erfahrung verpflichtet worden. Dem Triathlon begegnet der gebürtige Hamburger und leidenschaftliche Fußballer mit großer Neugier und noch größerem Respekt.

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