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Trotz 20-Sekunden-Zeitstrafe
Deutschland sichert sich Rang drei im Mixed Relay in Hamburg

Zwei Regelverstöße ihrer Teamkollegen bedeuteten eine 20-Sekunden-Hypothek. Schlussathletin Laura Lindemann rettete dennoch beim Mixed Relay im WTCS-Rennen in Hamburg Bronze für Deutschland hinter Sieger Großbritannien und Australien.

DTU | Steffen Hoffmann Das Podest beim Mixed Relay des WTCS-Rennen in Hamburg: Großbritannien (Bildmitte) vor Australien und Deutschland (re.).

Die deutsche Mannschaft hat sich beim WTCS-Rennen in Hamburg im Mixed Relay den anvisierten Podestplatz gesichert. Das Team mit Valentin Wernz, Lisa Tertsch, Lasse Nygaard Priester und Laura Lindemann kam nach einem spannenden und abwechslungsreichen Rennen in 1:21:10 Stunden auf Rang drei hinter Sieger Großbritannien (1:20:50 Stunden) und Australien (1:21:03 Stunden). Ein Regelverstoß von Lisa Tertsch beim Schwimmen und ein Fauxpas beim zweiten Wechsel von Lasse Nygaard Priester hatten dafür gesorgt, dass Laura Lindemann als Schlussathletin mit einer 20-Sekunden-Hypothek ins Rennen gehen und kurz vor dem Zielband ins Strafzelt abbiegen musste.

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Valentin Wernz übergibt auf Rang sechs

Wernz hatte sich nach dem Start unter den ersten Drei platzieren und im Wasserschatten des US-Amerikaners Chase Mcqueen und des Kanadiers Brock Hoel den Anschluss halten können. Als Vierter reihte er sich in die Spitzengruppe auf dem Rad ein, mit Kanada, Ungarn, Spanien. Die Vier wurden allerdings schnell vom Hauptfeld eingeholt. Vorn sorgte der Neuseeländer Hayden Wilde, der den Einzelwettbewerb am Samstag gewonnen hatte, für Tempo, fuhr lange im Wind. Wernz hielt sich im Feld zurück und kam als Sechster zum zweiten Wechsel, verlor aber ein paar Sekunden, da er Probleme beim Anziehen der Schuhe hatte. Glück für ihn: Er war nicht in einen Sturz des Schweden Andreas Carlsson verwickelt. Vorn setzten sich der Schweizer Max Studer und Hayden Wilde ab. Der Neuseeländer übergab als Erster, vor dem Schweizer. Wernz konnte auf Rang sechs Lisa Tertsch ins Rennen schicken.

Lisa Tertsch kassiert Zeitstrafe

Die Drittplatzierte vom Einzelrennen am Samstag lieferte eine starke Schwimmleistung und schob sich auf Rang drei, während die Britin Sian Rainsley das Feld vor der Neuseeländerin Nicole van der Kaay aus dem Wasser führte. An einer Boje allerdings hatte Tertsch die Dänin Alberte Kjær Petersen behindert und erhielt dafür für das deutsche Team eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe. Auf dem Rad bildete sich eine neunköpfige Führungsgruppe mit der Französin Mathilde Gautier, Rainsley, van der Kaay, Tertsch, der Ungarin Zsanett Bragmayer, der Schweizerin Cathia Schaer, der Australierin Sophie Linn, der Japanerin Yuko Takahashi und Kjær Petersen. Lisa Tertsch hielt sich, ähnlich wie Wernz zuvor, aus dem Wind heraus, um Kräfte für den abschließenden Lauf zu sparen. Als Sechste kam sie in T2 und schloss anschließend auf der Laufstrecke auf das Spitzentrio mit Kjæer Petersen, Bragmayer und Rainsley, das sich ein bisschen abgesetzt hatte, auf. Rainsley übergab vor Tertsch und Kjær Petersen.

Lasse Nygaard Priester kommt zu spät vom Rad

In der Alster setzte sich Lasse Nygaard Priester dann hinter dem Briten Samuel Dickinson und dem Ungarn Mark Devay in der inzwischen wieder zu sieben Athleten angewachsenen Führungsgruppe auf Position drei. Auf dem Rad setzten sich sechs Athleten ab: Nygaard Priester, Dickinson, Devay, der Australier Matthew Hauser, der Neuseeländer Dylan Mccullough und der Schweizer Simon Westermann kamen zusammen in die Wechselzone. Nygaard Priester musste als Letzter dieser Gruppe mit einem kleinen Rückstand auf die Laufstrecke gehen, nachdem er Probleme beim Ausstieg aus seinem Radschuh hatte – und dadurch obendrein zu spät vom Rad gestiegen war. Das bedeutete erneute zehn Sekunden Zeitstrafe für die deutsche Equipe. Über die 1,7 Laufkilometer dominierte Matthew Hauser, der sich deutlich absetzen konnte. Nygaard Priester konnte als Vierter hinter Australien, Großbritannien und der Schweiz an Schlussathletin Laura Lindemann übergeben.

Laura Lindemann sichert Rang drei

Nach den 300 Metern in der Alster wechselte die Deutsche als Dritte hinter der etwas enteilten Australierin Natalie van Coevorden und der Britin Kate Waugh auf das Rad. Gegen Ende der ersten Runde konnten die Verfolgerinnen die rund elf Sekunden große Lücke zufahren. Lindemann, die noch 20 Sekunden Zeitstrafe abzubrummen hatte, war vor allem daran gelegen, einen ausreichend großen Abstand auf die viertplatzierte Schweizerin Julie Derron herauszufahren und später zu laufen, um zumindest den anvisierten Podiumsplatz für die deutsche Mannschaft zu sichern. Das Trio arbeitete so gut zusammen, dass der Vorsprung beim Wechsel in die Laufschuhe 30 Sekunden betrug. Auf den abschließenden 1,7-Kilometer-Lauf ging die aktuelle deutsche Meisterin als Zweitplatzierte hinter Kate Waugh. Van Coeverden musste früh abreißen lassen, Lindemann brachte Meter um Meter zwischen sich und die Australierin, die nach der ersten Runde acht Sekunden zurücklag. Waugh aber ließ sich nicht abschütteln. Zum Ende der zweiten Runde bog Lindemann in das Strafzelt ab, während Kate Waugh in den Zielkanal weiterlief und nach 1:20:50 Stunden für Großbritannien den Sieg sicherte. Die Sekunden verrannen, ehe Natalie van Coevorden die zum Zuschauen verdammte Lindemann passierte und nach 1:21:03 Stunden als Zweite ins Ziel kam. Laura Lindemann rettete nach 1:21:10 Stunden Bronze für die deutsche Mannschaft, die letztlich noch 16 Sekunden Puffer auf die Schweiz hatte.

WTCS Hamburg 2022 | Mixed Relay

10. Juli 2022 | Hamburg
4 x (300 m Swim, 7 km Bike, 1,7 km Run)
PlatzLandGesamt
1Großbritannien1:20:50
2Australien1:21:03
3Deutschland1:21:10
4Schweiz1:21:26
5Neuseeland1:22:12
6Ungarn1:22:30
7Frankreich1:22:53
8Japan1:23:26
9Dänemark1:23:32
10Tschechien1:24:11

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