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Von Angert bis Zimmermann
Die neun deutschen Profis bei der Ironman-WM in Utah

Vier Frauen und fünf Männer werden am 7. Mai 2022 die deutschen Farben im Profifeld der Ironman-WM in St. George (Utah, USA) vertreten. Seit 2014 ist der Männertitel in deutscher Hand.

Frank Wechsel / spomedis Titelverteidiger bei der Ironman-WM: Anne Haug und Jan Frodeno.

In knapp sechs Wochen findet die Ironman-Weltmeisterschaft über die volle Distanz erstmals nicht auf Hawaii statt: Nach der vollständigen Absage im Jahr 2020 wurden die Titelkämpfe aus dem Jahr 2021 in den Mai 2022 nach St. George (Utah) vergeben. In den Profifeldern qualifiziert sind auch vier deutsche Frauen und sieben Männer, wobei feststeht, dass der zweimalige Sieger Patrick Lange nach einem Radsturz mit Schulterverletzung nicht an den Start gehen kann und Andreas Böcherer auf seine Teilnahme zugunsten der Vorbereitung auf sein Abschiedsrennen in Roth abgesagt hat.

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Frauen: Haug und Philipp kämpfen mit um den Titel

Bei den Frauen führt Anne Haug (39) das Team Germany an: Die laufstarke Deutsche konnte am 12. Oktober 2019 erstmals in der über 40-jährigen Ironman-Geschichte den Weltmeistertitel der Frauen nach Deutschland holen. Eine ihrer stärksten Konkurrentinnen im Kampf um die Titelverteidigung kommt dabei aus dem eigenen Land: Laura Philipp (am Renntag 35 Jahre alt) qualifizierte sich als Europameisterin im vergangenen August für die WM, zeigte nur fünf Wochen später beim Ironman Klagenfurt eine weitere überzeugende Leistung und stieg mit dem Sieg beim Ironman 70.3 Dubai in Weltbestzeit auch überragend in das Jahr 2022 ein. Ebenfalls im August holte sich Laura Zimmermann (31) mit dem Sieg beim Ironman Hamburg den WM-Slot. Für die Zahnärztin ist der Start in St. George ebenso eine WM-Premiere wie für die am Renntag 33 Jahre alte Carolin Lehrieder, die bereits seit ihrem Sieg in Streckenrekordzeit beim Ironman Italy im September 2019 für die Titelkämpfe qualifiziert ist.

Männer: Ein Rookie und zwei Weltmeister

Bei den Männern stehen zwei Deutsche am Start, die bereits WM-Titel für sich verbuchen können: Sebastian Kienle (37) gewann die Ironman World Championship in Kailua-Kona im Jahr 2014 und will den Erfolg in diesem Jahr vor seinem bereits verkündeten Rücktritt noch einmal wiederholen. Jan Frodeno (40) wurde in den Jahren 2015, 2016 und 2019 Champion und könnte bei einem erneuten Triumph als der älteste Weltmeister in die Ironman-Geschichte eingehen. Auch Patrick Lange (35) ist als Sieger der Jahre 2017 und 2018 für Utah qualifiziert, kann aber nach einer Schulterverletzung aus dem Radtrainingslager auf Gran Canaria nicht starten. Als WM-Rookie geht der am Renntag 30 Jahre alte Florian Angert ins Rennen – er löste seine Quali bereits im Oktober 2019 beim Sieg in Barcelona, als er in 7:45:05 Stunden das schnellste bis dahin je von einem Debütanten erreichte Finish feierte. Seit dem November 2020 hat Andreas Dreitz seinen WM-Slot in der Tasche – er war bereits zweimal in Kona am Start, finishte 2018 als 13. und musste ein Jahr später nach dem Radfahren aussteigen. Das gleiche Schicksal ereilte damals Andreas Böcherer (am Utah-Renntag 39 Jahre alt), der sich ebenso wie Boris Stein (37) im vergangenen Juli beim Ironman Lanzarote das WM-Ticket holte. Für beide wird die Saison 2022 eine Abschiedstournee sein, wobei Böcherer inzwischen verkündet hat, dass er im Juli in Roth seine letzte Langdistanz bestreiten und weder bei der Ironman-WM in Utah antreten noch eine Qualifikation für die Titelkämpfe im Oktober auf Hawaii anstreben wird.

Große Rennvorschau in triathlon 199

In der triathlon 199, die nun im Handel erhältlich ist, findet ihr die große Rennvorschau auf die erste Ironman-WM des Jahres 2022, einen Blick auf die Favoriten in den Profifeldern, die Übersicht über die Strecken von St. George und die großen Interviews mit den Titelverteidigern Anne Haug und Jan Frodeno. Die Ausgabe ist am Kiosk, digital oder in unserem Shop erhältlich.

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Anmerkung der Redaktion: Bei Erscheinen dieses Beitrags stand der Start von Andreas Böcherer in Utah noch offen – inzwischen hat der Freiburger seine Teilnahme abgesagt. Wir haben die entsprechenden Passagen aktualisiert.

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1 Kommentar
  1. Harald M.

    Bis auf Florian Angert mit seinen dann 30 Jahren ist leider kein deutscher Jungspund im Profifeld vertreten. Ich hoffe sehr, dass hier zeitnah die nächste deutsche Generation an Sieganwärtern auftauchen wird. Auch wenn nach der Siegesserie seit 2014 sicherlich andere Länder zwecks Abwechslung auch mal die Sieger stellen sollten.

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