Berliner Team steigt auf:
Halles Aufstieg in 1. Triathlon Bundesliga wegen Dopingfall Florian Lienhart revidiert

Der österreichische Triathlet Florian Lienhart und mittlerweile ehemaliges Teammitglied des deutschen Vereins “GISA runIT by SV Halle” ist vom österreichischen Triathlonverband für vier Jahre gesperrt worden. Der Aufstieg von Halle in die 1. Triathlon Bundesliga aus dem Sommer 2019 wurde nun von der Deutschen Triathlon Union revidiert. Neuer Aufsteiger ist das Team aus Berlin, das “Friesen/Weltraumjogger – Cavere Team”.

Das Triathlon-Team aus Halle hatte in der vergangenen Saison eigentlich den ersten Platz in der 2. Triathlon Bundesliga Nord mit 92 Punkten errungen, knapp dahinter die Teams aus Köln (ProAthletes- KTT 01 II) und Berlin (Friesen/Weltraumjogger – Cavere Team). Damit wäre der Mannschaft aus Halle der direkte Durchmarsch aus der Regionalliga gelungen, nachdem dem Team erst 2018 den Aufstieg von der Regionalliga in die 2. Bundesliga gelungen war. Die aktuellen Ergebnisse der DTU zeigen nun das Team aus Berlin auf Platz eins mit 93 Punkten, gefolgt von Köln (92 Punkte) und Bonn (81 Punkte). Das Team aus Halle belegt nach der Neuberechnung der Ergebnisse nur noch Platz vier mit 76 Punkten.

Zwei positive EPO-Wettkampf-Proben

Der Grund dafür ist der im Rahmen der “Operation Aderlass” bekannt gewordene Dopingfall des Österreichers Florian Lienhart aus dem vergangenen Sommer. Lienhart wurde vom österreichischen Verband nun zu einer Sperre von vier Jahren verurteilt, die voraussichtlich am 2. Februar 2023 endet. Der 24-Jährige wurde bei Wettkampfkontrollen am 25. Mai 2019 bei den österreichischen Staatsmeisterschaften im Crosstriathlon und am 9. Juni beim Neufelder Triathlon positiv auf die verbotene Substanz Erythropoetin (EPO) getestet, heißt es in der Mitteilung der österreichischen nationalen Anti-Doping Agentur (ÖADR). Im Zuge der Ergebnisse der “Operation Aderlass” sei nachgewiesen worden, dass Lienhart im Zeitraum von Januar bis März 2019 EPO und das Wachstumshormon Genotropin erworben und angewendet habe, heißt es weiter. Zudem sei ihm nachgewiesen worden, dass er im Frühjahr 2019 in einem “nicht näher eingrenzbaren Zeitpunkt” versucht habe, sich eine intravenöse Infusion mit 100 bis 250 Milliliter in Kochsalzlösung aufgelöstes EPO zu verabreichen. Da Lienhart im Verfahren mit den ermittelnden Stellen kooperiert und zur Aufklärung weiterer Verstöße beigetragen habe, wurde ihm ein Teil der Sperre (sechs Monate) erlassen.

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In Halle ist man über den Verlauf der Saison und den Konsequenzen aus dem Dopingfall sehr enttäuscht. “Das ist wie ein Stich ins Herz”, sagte Rene Gose, Landestrainer in Sachsen-Anhalt und Mitglied des Vereins SV Halle. “Mit diesem Fall sind die Sportler, die eine ehrliche Leistung erbracht haben, bitter enttäuscht worden”, sagt er auf Anfrage von tri-mag.de. Für das Team aus Halle sei bereits im August, als erstmalig der Verdacht des Dopings an die Öffentlichkeit kam, klar gewesen, dass man den Aufstieg in die 1. Triathlon Bundesliga nicht annehmen werde, so Gose. Das Team habe die Deutsche Triathlon Union kurz danach kontaktiert, damit diese die Ergebnisse von Lienhart bei seinen beiden Wettkämpfen in Eutin und Grimma den Regularien entsprechend annulliere. “Als der erste Verdacht öffentlich wurde und Lienhart danach auch relativ schnell geständig war, wurde er umgehend aus unserem Verein suspendiert”, sagte Gose.

Alle ab dem 1. Januar 2019 von Florian Lienhart erzielten Ergebnisse wurden gestrichen. Die Entscheidung der Rechtskommission ist noch nicht rechtskräftig, da die Verfahrensparteien in der vierwöchigen Frist eventuell noch ein Rechtsmittel ergreifen können, heißt es abschließend in der Mitteilung der österreichischen Anti-Doping Agentur.

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6 Kommentare
  1. Sepp

    Das kommt halt davon, wenn man typische österreichische Wirtschaftsflüchtlinge einsetzt. Dem Kurz und seinen Ösis ist nicht zu trauen!

    1. BigA

      Was für ein blödsinniger und unsportlicher Kommentar.

    2. PF

      Sie stellen sich bestimmt auch ins Publikum und machen Affenlaute, wenn ein Dunkelhäutiger Sportler vorbei kommt.

    3. Stefan Werner

      @Sepp: Als deutscher würde ich besser die Fresse halten, so wie die Nada hierzulande agiert. 😉 Etwas unqualifizierte Aussage!

      1. pf

        Wissen Sie, was die NADA angeht, mehr als andere?

    4. tirolerdani

      @sepp: Als Österreicher und selbstverständlich Kurzwähler (weil ALLE Ösis den Sebastian wählen, so wie ALLE in Ostdeutschland und min. 1/3 in Westdeutschland AfD wählen) würde ich Dir aber gerne 2 Denkanstöße geben. Der Arzt Marks S.,von dem der Sportler das EPO hatte war kein Ösi sondern? Und was meinst Du aus welchem Land die größte Anzahl von “ausländischen” Arbeitskräften, also Wirtschaftsflüchtlingen wie DU es zu formulieren pflegst, und Einbürgerungen im Ösiland kommen: Nämlich aus einem Land mit D am Anfang und d am Ende ;-).

      Nichts desto trotz ist jegliches Doping zu verurteilen, die Sportler / Trainer / Funktioäre und sonstige involvierte Personen zu bestrafen. Und genau das sollte das Thema sein und nicht irgendwelche nationale Angriffe.
      Denn ein sauberer Triathlonsport und Sport im Allgemeinen sollte UNS ALLEN am Herzen liegen, vielleicht auch dem sepp.

      Und sorry für die Teilung in Ost und Westdeutschland liebe Nachbarn!

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