Mittwoch, 21. Januar 2026

WTCS Yokohama: 10 Facts zum zweiten Saisonrennen

Big in Japan! Die World Triathlon Championship Series macht Halt in der Hafenmetropole Yokohama – und bringt nicht nur Prestige und Spannung, sondern auch jede Menge kuriose, überraschende und spannende Details mit sich. Wir haben zehn Facts über das Rennen gesammelt.

Wagner Araujo / World Triathlon

1. Happy Birthday, Yokohama!

Seit 2010 ist Yokohama fester Bestandteil des WTCS-Kalenders – und feiert 2025 bereits seine 15. Auflage. Damit gehört das japanische Rennen zu den absoluten Klassikern der Serie. Kein Wunder, dass der „blaue Teppich“ in Yamashita Park für viele Athletinnen und Athleten ein besonderes Pflaster ist.

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2. Der Heimbonus

Kein Land bringt so viele Starter ins Rennen wie der Gastgeber: Gleich 15 japanische Athletinnen und Athleten stehen auf den Startlisten. Angeführt wird das Team von Yuko Takahashi, die gerade erst bei den Asienmeisterschaften über die Sprintdistanz eine Medaille gewann. Heimvorteil garantiert?


3. Hayden Wilde – außer Gefecht nach Horror-Crash

Einer der größten Namen fehlt: Hayden Wilde stürzte beim Training in Tokio schwer und erlitt fünf gebrochene Rippen, einen Schlüsselbeinbruch, ein gebrochenes Schulterblatt und eine Lungenverletzung. Kurz zuvor lief er noch 27:39 Minuten über zehn Kilometer beim Speed Race in Tokio. Nach einer Operation in Belgien beginnt jetzt der lange Weg zurück an die Startlinie.


4. Yokohama = Laufduell?

2024 sorgte Morgan Pearson für Aufsehen: Seine Laufzeit von 29:11 Minuten über zehn Kilometer war die drittschnellste je gemessene in Yokohama – nur Alex Yee und Hayden Wilde waren bislang schneller. Der US-Amerikaner weiß also, wie man im finalen Showdown zuschlägt. Gute Karten auf den Sieg hat in diesem Jahr auch Hugo Milner (GBR). Im Schnitt verliert er nur fünf Sekunden auf den besten Laufsplit – ein Wert, der im Männerfeld absolut herausragt. Zum Vergleich: Der wohl zweitbeste Läufer, Dorian Coninx (FRA), hat einen durchschnittlichen Rückstand von 40 Sekunden auf den Top-Split.


5. Schnelle Frauen beim Schwimmen unter Druck

Während sich bei den Männern viele Athleten innerhalb von zehn Sekunden Rückstand auf die Top-Schwimmer bewegen, ist das Feld bei den Frauen deutlich breiter gefächert. Nur fünf Athletinnen – darunter Taylor Spivey, Bianca Seregni und Laura Lindemann – bleiben im Schnitt innerhalb dieser Marke.

Das bedeutet: Wer hier den Sprung in die erste Gruppe verpasst, wird es schwer haben. Schon im Vorjahr wurden Top-Läuferinnen wie Lisa Tertsch oder Gwen Jorgensen im Wasser abgehängt – sie verloren 24, beziehungsweise 26 Sekunden auf die Spitze. Besonders auf einer schnellen, technischen Radstrecke wie in Yokohama kann eine solche Lücke vorentscheidend sein.


6. Zeit für Comebacks

Yokohama wird zur Bühne für gleich mehrere hochkarätige Comebacks: Léo Bergère, Olympia-Bronzemedaillengewinner von Paris und zuletzt Zweiter beim T100-Rennen in Singapur, kehrt zurück in die WTCS. Auch Dorian Coninx, Weltmeister von 2023, steht nach längerer Verletzungspause wieder am Start – und hat mit Yokohama noch eine Rechnung offen: Im Vorjahr wurde er dort gemeinsam mit Vasco Vilaça von einem Sturz aus dem Rennen geworfen.


7. Was macht die Weltmeisterin?

Yokohama war bisher nicht unbedingt das Lieblingsrennen von Cassandre Beaugrand. Ihre beste Platzierung? Rang acht. Aber: 2025 tritt sie in atemberaubender Form an – mit zwei Siegen zum Saisonauftakt und einem neuen französischen Rekord über fünf Kilometer auf der Straße. Der Sieg geht nur über sie.


8. Team Germany: Stark, jung und mit Startnummer eins

Bei den Frauen führt Lisa Tertsch das Ranking der WTC-Serie an – und startet daher mit der Startnummer eins. Gemeinsam mit Laura Lindemann, Annika Koch, Tanja Neubert und der U23-Weltmeisterin von 2023 Selina Klamt stellt Deutschland ein echtes Top-Team. Bei den Männern machte zuletzt besonders Henry Graf auf sich aufmerksam: Der 23-Jährige wurde beim WTCS-Auftakt in Abu Dhabi Vierter, gewann mit der Staffel Gold und sicherte sich beim Indoor World Cup in Liévin seinen ersten Weltcup-Sieg.

Die Abteilung Paratriathlon der DTU wird in Yokohama vertreten durch Max Gelhaar, Martin Schulz und Anja Renner. Alle drei blicken auf eine erfolgreiche Saison 2024 zurück. Gelhaar sicherte sich bei den Paralympics in Paris die Silbermedaille in seiner Startklasse. Schulz und Renner (mit ihrem Guide Maria Paulig) erkämpften sich jeweils Bronze.


9. Standortbestimmung

Mit 1.000 Punkten für den Sieg und 150.000 Dollar Preisgeld ist Yokohama nicht nur ein prestigeträchtiges WTCS-Rennen – sondern auch eine der ersten echten Standortbestimmungen im neuen Olympiazyklus. Wer hier vorn landet, setzt früh ein Ausrufezeichen für die Saison 2025 und sammelt wichtige Zähler für das Gesamtklassement der WTCS.


10. Baby-Pause und Marathondebüts

2023 gewann Sophie Coldwell das Rennen in Yokohama – in diesem Jahr schaut sie von außen zu. Der Grund? Die Britin erwartet ihr erstes Kind. Auch Georgia Taylor-Brown, Julie Derron, Emma Lombardi und Alex Yee fehlen – zum Teil aus Verletzungsgründen, zum Teil mit Fokus auf andere Formate wie die T100. Oder, im Falle von Yee, wegen eines Marathondebüts in 2:11 Stunden.

Das Rennen der Paratriathletinnen und -triathleten startet in der Nacht von Freitag auf Samstag um 23:50 Uhr (6:50 Uhr Ortszeit). Die Profi-Frauen greifen um 3:15 Uhr in das Geschehen ein, die Profi-Männer starten am Samstagmorgen um 6 Uhr deutscher Zeit. Übertragen werden die Rennen auf triathlonlive.tv.

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Jan Luca Grüneberg
Jan Luca Grüneberg
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.

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