Mittwoch, 28. September 2022
78
€ 923,70

Zwischensumme:  923,70

zzgl. Versandkosten

Warenkorb anzeigenKasse

TrainingPain CavesAndy (42) hat eine weite Reise hinter sich

Andy (42) hat eine weite Reise hinter sich

Angefangen hat die sportliche Reise 1994 – und „als Pummelchen“, wie Andy König selbst sagt. Mit einem stattlichen Gesamtgewicht von 85 Kilogramm bei 1,65 Metern Körpergröße. Sein Sportlehrer hat den damals 16-Jährigen überredet, auf eine Skilanglaufreise in die Dolomiten zu gehen. Ohne Training würde das nichts werden. Also arbeitete Andy König an seiner Kondition. Vor allem Schwimmen stand auf dem Programm. Nahezu jeden Tag. 1.000 Meter Brust im Schwimmbad am Berliner Poststadion. Dann kam die Skireise – und König entdeckte wenig später das Laufen für sich. „Im Hinterhof bei uns war ein Fahrradladen. Als logische Konsequenz kam also ein Rennrad dazu“, erinnert sich der Mindener an die Anfänge. Innerhalb eines Jahres verlor er 30 Kilogramm Körpergewicht und wagte den Sprung zum Triathlon. Die Leidenschaft hält bis heute an.

Kein sportliches Ziel in diesem Jahr

In der aktuellen Lage visiert der kaufmännische Angestellte keine sportlichen Ziele mehr an. „Die sind in diesem Jahr unwichtig“, betont König, der aber auf einer Sprintdistanz schon gern noch einmal „einen raushauen“ würde. Um nicht allzu sehr einzurosten, bis das wieder möglich wird, hält er sich in seiner persönlichen Pain Cave fit. Einrosten ist dort nahezu unmöglich. Mit einem Tacx-Smarttrainer, auf den er sein Canyon-Bike gespannt hat, einer Langhantelstange, Gewichten, Trainingsbank, Zugseil, Therabändern, Blackroll und Kettlebell befindet sich alles in dem Raum, was einen körperlich fordern könnte. Hinzu kommen ein Laptop, ein Tablet und ein TV-Gerät, die die Zeit auf dem Rollentrainer oder der Matte wie im Fluge vergehen lassen sollen. Im Winter verbringt der Mindener immerhin bis zu acht Stunden pro Woche in dem Raum, im weiteren Jahresverlauf immer noch vier. An seine sportliche Reise erinnern vereinzelt Startnummern, Medaillen, Urkunden und Pokale, die im Raum verteilt sind.

Laufschuhe bevölkern ein ganzes Regal

- Anzeige -

Das Equipment steht sortiert an seinem Platz. Neoprenanzug und Radtrikots hängen an einem Kleiderständer. In Boxen werden kleine Tools verstaut, Kommoden sorgen für einen aufgeräumten Eindruck, während oben drauf die Helme aneinander gereiht liegen. Genau so ordentlich sortiert wirken die Laufschuhe im Holzregal aus einem bekannten schwedischen Möbelhaus. „An den Schuhregalen kann man erkennen, dass ich ein kleiner Laufschuh-Nerd bin“, sagt König. 22 Paar bevölkern die Etagen und Boxen am Boden. „Seit ich nicht mehr bei einem Laufspezialisten arbeite, sind es aber deutlich weniger geworden“, schränkt er ein. Hinzu kommen fünf Paar Radschuhe – die Leidenschaft für die zweite Teildisziplin ist im Keller unverkennbar.

privat

Schrauben in der eigenen Fahrradwerkstatt

Um nämlich in die Pain Cave zu gelangen, muss man zunächst durch Königs persönliche kleine Fahrradwerkstatt, die nebenbei der Heizungskeller ist. Dort schraubt der 42-Jährige an seinen Rennern. An das Regal im Trainingsraum gelehnt, steht sein Argon-18-Wettkampfrad. Angefangen hatte er 1997 mit seinem ersten Triathlonrad. „Es war ein apfelgrünes Principia-Teamrad. Damals war es der leichteste Triathlonrahmen, weil er nicht verspachtelt war“, sagt König. Bis heute war es also auch mit Blick auf das Material eine weite Reise.


Jetzt mitmachen: Zeigt uns eure Pain Caves!

Smarttrainer, Laufband, Hantelstangen: Triathlontraining findet längst nicht mehr nur outdoor statt. Wir möchten zeigen, wir es in den privaten Trainingsräumen im Lande aussieht.

Hier könnt ihr eure Bilder hochladen – die schönstes Pain Caves veröffentlichen wir in einer Bildergalerie.

Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.
- Anzeige -

Kommentiere den Artikel

Bitte gib hier deinen Kommentar ein (und bitte sei dabei fair anderen gegenüber)!
Bitte gib deinen Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Verwandte Artikel

Ironman Hawaii mangelt es an freiwilligen Helfern

0
Es ist ein Weltsportereignis und das größte Event des Triathlons – und doch hat der Ironman Hawaii in diesem Jahr ähnliche Probleme wie beispielsweise der Ostseetriathlon in Eckernförde oder der Alpentriathlon Schliersee: Es mangelt an freiwilligen Helfern. Das hat auch Konsequenzen für die Athleten.

Die Profi-Startlisten für die WM auf Hawaii

0
Am nächsten Donnerstag fällt der erste Startschuss für die Ironman-WM auf Hawaii. Insgesamt gehen an den zwei Renntagen 96 Profis an den Start, zwölf von ihnen kommen aus Deutschland.

Kona is calling

1
Der Abflug nach Kona steht kurz bevor. Unser Redakteur Lars Wichert nimmt euch vorher noch einmal mit, welche Ziele er hat und wie die letzten Wochen Training verliefen.
Carbon & Laktat mit Nils Flieshardt und Frank Wechsel

Carbon & Laktat: Verschiedene Zeitzonen und ein neues Zeitalter

1
Der Ironman Hawaii 2022 wird den Sport verändern wie kaum eine Ausgabe zuvor. Frank Wechsel ist schon in Kailua-Kona und macht mit Nils Flieshardt kurz vor dessen Abflug ein Update.

Hype auf dem Highway

4
Die Norweger sind da! Beim Ironman auf Hawaii wollen zwei Rookies aus Bergen auf den Gipfel. Wir durften beim Training auf dem Queen Kaahumanu Highway dabei sein.

Das Knistern beginnt auf dem Queen K Highway

2
Die Radstrecke des Ironman Hawaii besteht größtenteils aus dem Queen Kaahumanu Highway. Tag für Tag übernehmen die Triathleten immer mehr das Bild.

ePaper | Kiosk findenAbo

58,406FansGefällt mir
51,737FollowerFolgen
22,700AbonnentenAbonnieren

Aktuelle Beiträge

Ironman Hawaii mangelt es an freiwilligen Helfern

0
Es ist ein Weltsportereignis und das größte Event des Triathlons – und doch hat der Ironman Hawaii in diesem Jahr ähnliche Probleme wie beispielsweise der Ostseetriathlon in Eckernförde oder der Alpentriathlon Schliersee: Es mangelt an freiwilligen Helfern. Das hat auch Konsequenzen für die Athleten.

Kona is calling

Hype auf dem Highway