Streckenrekord und Marathon in 2:45 Stunden:
Cameron Wurf dominiert Ironman Italy

Kampfansage für Hawaii: Cameron Wurf gewinnt den Ironman Italy mit neuem Streckenrekord und läuft den Marathon in 2:45 Stunden.

Dass Cameron Wurf mit Kampfansagen nicht gerade zurückhaltend ist, dürfte vielen mittlerweile bekannt sein. Beim Ironman Italy ließ der australische Ex-Radprofi seinen Worten und ausgesprochenen Podiumsambitionen für den Ironman Hawaii in drei Wochen am 12. Oktober allerdings Taten folgen – und was für welche! Der 36-Jährige kam bei seiner Kona-Generalprobe nach einem welligen Schwimmen bereits in der Spitzengruppe nach 46:39 Minuten aus dem Wasser und stellte seinen Leistungssprung in der ersten Disziplin ein weiteres Mal unter Beweis. Nur Lukasz Wojt, ehemaliger Profi- und Olympiaschwimmer, schwamm alleine vorweg und setzte sich sofort nach dem Start vom Rest des Feldes ab. Wojt erzielte in 44:30 Minuten die schnellste Schwimmzeit des Tages. In der Spitzengruppe mit gut zwei Minuten Rückstand befanden sich neben Wurf auch die Mitfavoriten Giulio Molinari (ITA), Kyle Buckingham (RSA) , Ivan Tutukin (RUS) und Patrick Dirksmeier. 

Wurf stürmt mit schnellster Rad- und Laufzeit zum Streckenrekord

Auf dem Rad machte Wurf allerdings schnell klar, dass er derjenige ist, den es zu schlagen gilt. Bereits nach gut 20 Kilometern übernahm der Australier die Führung von Lukasz Wojt und baute seinen Vorsprung von dort an kontinuierlich aus. Ohne zwischendurch auch nur ein Zeichen von Schwäche zu zeigen, preschte Wurf bei seinem Hawaii-Härtetest zum schnellsten Radsplit des Tages und stellte seine Zeitfahrmaschine nach 4:09:03 Stunden auf dem Sattel in der zweiten Wechselzone ab. Als Zweiter wechselte Giulio Molinari 8:22 Minuten hinter Wurf in die Laufschuhe, bevor Wojt, Dirksmeier, Mattia Ceccarelli (ITA), Jaroslav Kovacic (SLO) und Kyle Buckingham mit 11:03, 12:49, 13:10, 14:20 und 17:42 Minuten Rückstand folgten. 

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Beim Laufen ließ Wurf, der vor drei Jahren bei seinen Anfängen als Triathlonprofi noch regelmäßig 20 bis 25 Minuten auf die Konkurrenz beim Marathon verlor, nichts mehr anbrennen – ganz im Gegenteil. Nachdem Wurf diese Saison mit seinem Coach Tim Kerrison besonders am Laufen arbeitete und bereits bei der Challenge Roth mit einem Marathon in 2:50 Stunden große Fortschritte machen konnte, setzte Wurf dieses Mal noch einen drauf. Mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:45:02 Stunden erzielte Wurf auch die schnellste Laufzeit des Tages und lief ungefährdet zum Sieg in der Emilia-Romagna. Nach 7:46:54 Stunden überquerte Wurf mit einem neuen Streckenrekord die Ziellinie und unterbot damit Andreas Böcherers Bestzeit aus 2018 (8:01:50 Stunden) um eine Viertelstunde. Nach den starken Leistungen in allen Disziplin und der Fabelzeit im Marathon hatte Wurf im Ziel schließlich 16:17 Minuten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Kovacic, der sich mit der zweitschnellsten Laufzeit des Tages noch nach vorn arbeitete. Auf Rang drei landete Giulio Molinari, der nach 8:08:09 Stunden die Ziellinie überquerte. Bester Deutscher wurde Lukasz Wojt auf Rang vier (8:08:52 Stunden). Mattia Ceccarelli und Kyle Buckingham landeten auf den Rängen fünf und sechs, der Deutsche Benjamin Dicke erkämpfte sich am Ende noch eine Top-10-Platzierung und wurde Zehnter. Patrick Dirksmeier lief kurzzeitig im Marathon bis auf Platz drei vor, brach nach 30 Kilometern allerdings extrem ein und jam schließlich nach 8:56:07 Stunden als 14. ins Ziel. 

Ironman Italy 2019 | Männer

NAMELANDGESAMT3,8 KM SWIM180 KM BIKE42,2 KM RUN
1Cameron WurfAUS7:46:5446:394:09:032:45:02
2Jaroslav KovacicSLO8:03:1147:104:22:302:46:48
3Giulio MolinariITA8:08:0946:384:17:202:58:22
4Lukasz WojtGER8:08:5244:304:22:082:56:08
5Mattia CeccarelliITA8:19:5946:354:22:003:04:04
10Benjamin DickeGER8:32:451:01:224:25:472:58:30
14Patrick DirksmeierGER8:56:0746:474:21:143:41:40

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