Raus aus der Midlife-Crisis:
Kinofilm “Jochen macht Triathlon” – vom Kettenraucher zum Triathleten

Ab Spätsommer 2021 soll die deutsche Produktion “Jochen macht Triathlon” in den Kinos zu sehen sein. Der Film soll die Zuschauer dabei auf eine alles andere als typische Heldenreise mitnehmen.

Jochen, 47 Jahre alt, spiegelt das typische Bild eines Verlierers der Gesellschaft wider: Ein “perspektivloser Anti-Lebemann”, arbeitslos, Kettenraucher, wohnt im Plattenbau in Leipzig-Grünau. Doch eine kuriose Begegnung mit einer jungen Frau sollte schlagartig alles auf den Kopf stellen. Es stellt sich heraus, dass diese junge Frau seine Tochter Hanna ist, von der er zuvor nichts gewusst hat. Jochen beginnt damit, sein Leben zu überdenken und kommt auf die Idee, seine Tochter mit der Teilnahme an einem Triathlon zu beeindrucken, sodass sie stolz auf ihn sein kann. Ein gewagter Schritt heraus aus alten Verhaltensmustern und einem bislang ziemlich verkorksten Leben. Er beginnt mit dem strukturierten Training und krempelt auch den restlichen Alltag um. Er hört mit dem Rauchen auf, verdient mit dem Austragen von Zeitungen etwas Geld, zieht in eine Gartenlaube und entwickelt Stück für Stück mehr Selbstbewusstsein. Und auch von seiner kompletten sportlichen Talentfreiheit lässt sich Jochen nicht unterkriegen und schafft es bis an die Startlinie eines Ironman-Wettkampfs.

Parallelen zum Leben des Regisseurs

Jochen, gespielt von Daniel Weissbrodt, soll im Film von Regisseur und Drehbuchautor Larsen Sechert und Paul Schlesier (Regie/Kamera) ein Beispiel vieler Männer – mitten in der Midlife-Crisis zwischen Ende 30 und Mitte 40 – darstellen, die mit dem Ausdauersport beginnen und sich somit trotz körperlich sinkender Leistungsfähigkeit noch einmal ein Stück Jugendlichkeit zurückholen wollen, heißt es in der Beschreibung des Film.

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Einige Parallelen hat das geplante Werk von Regisseur Sechert auch zu dessen eigenem Leben. Auch bei ihm klopfte Ende seiner 30er-Jahre die Midlife-Crisis an. Er begann mit dem Triathlontraining, wurde ebenfalls zum Nichtraucher und eigenen Aussagen zufolge letztendlich zum Vegetarier und Ökofreak. “Wenn die Geschichte unseres Helden dem einen oder anderen Mut macht, neue Herausforderungen, die sich nicht allein auf sportliche Ziele beschränken müssen, in Angriff zu nehmen, dann haben wir alles erreicht”, sagt Sechert im Exposé zum Film.

Die Dreharbeiten für den Film, der vermutlich ab dem Spätsommer 2021 hauptsächlich in kleineren Programmkinos zu sehen sein wird, sind bereits abgeschlossen. Für die Postproduktion des Films ist das Team noch bis Ende des Jahres über eine Crowdfunding-Aktion auf der Suche nach Unterstützern, um allen Beteiligten der Produktion eine kleine Aufwandsentschädigung zahlen zu können.

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