Neuer Trägerverein soll den Knappenman retten

Veranstalter

Die Coronapandemie konnte den Knappenman nicht stoppen. Die Langdistanz rund um den Dreiweiberner See in der Oberlausitz war 2020 die einzige, die in Deutschland stattfand. 2021 folgte die 33. Auflage. Zu einer 34. Austragung kam es am vergangenen Wochenende jedoch nicht. Der für die Organisation zuständige Sportbund Lausitzer Seenland Hoyerswerda hatte im Juli die Veranstaltung im Landkreis Bautzen in Sachsen aufgrund finanzieller Unwägbarkeiten abgesagt und plant seine Auflösung zum 31. Dezember 2022. Hintergrund ist eine neue Sportförderrichtlinie der Stadt Hoyerswerda, durch die dem Veranstalter eine „enorme finanzielle Unterstützung fehlen“ würde, wie es in einer Mitteilung heißt.

Symbolischer Triathlon nach der Vereinsgründung

Das Ende des Knappenman soll diese Entwicklung aber nicht bedeuten. Stattdessen kam es am vergangenen Sonntag – dem ursprünglich anvisierten Termin des 34. Knappenman – zu einer öffentlichen Gründungsveranstaltung des „Knappenman e.V.“ am Dreiweiberner See in der Gemeinde Lohsa. In einem formellen Akt wurden durch Versammlungsleiter Lars Bauer, Geschäftsführer des Kreissportbunds Bautzen, alle notwendigen Schritte der Vereinsgründung vollzogen. In den geschäftsführenden Vorstand sind Jan Frobart, Harald Skopi und Thomas Leberecht gewählt worden, dazu weitere acht Beisitzer aus Wirtschaft, Sport und Politik. Symbolisch gingen nach der Gründung rund 150 Teilnehmer bei einem Triathlon gemeinsam über 600 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und acht Kilometer Laufen auf die Strecke – ohne Wettkampfcharakter.

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„Touristenmagnet für die Region“

Kernaufgabe des neu gegründeten Trägervereins: den Knappenman-Triathlon ab dem Jahr 2023 in bewährter Form zu organisieren. Auch weitere Wettkampfformate und Sportveranstaltungen auszutragen, zieht der Verein in Betracht. „Die Marke Knappenman soll für internationale Sportler ein Garant für gut organisierte und durchgeführte Sportwettkämpfe sein. Weiterhin soll die Marke zum Touristenmagnet für die Region werden und somit die regionale Wirtschaft stärken“, wird Vorstandsmitglied Harald Skopi in einer Mitteilung zitiert.

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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