Spannende Rennen, knappe Entscheidungen und große Triathlon-Momente: Von der Côte d’Azur über Podersdorf bis ins Lausitzer Seenland sorgten die Athletinnen und Athleten am Wochenende für sportliche Höhepunkte.

Beaugrand siegt vor Heimpublikum – Hauser baut Führung aus
Große Bühne für die Kurzdistanz-Asse an der Côte d’Azur: Beim WTCS-Rennen an der französischen Riviera haben Cassandre Beaugrand und Matt Hauser die goldenen Momente des Tages gefeiert.
Im Frauenrennen sah es jedoch lange nach einem Sieg für Jeanne Lehair aus. Die Luxemburgerin bestimmte nach dem Schwimmen gemeinsam mit Beaugrand das Tempo, später formierte sich auf dem Rad eine große Spitzengruppe. Auf den abschließenden fünf Kilometern Lauf schüttelte Lehair zunächst die Konkurrenz ab, doch Beaugrand mobilisierte noch einmal alle Kräfte. Angetrieben vom Heimpublikum überholte sie auf der letzten Runde und sicherte sich den Sieg sowie die Führung in der WM-Serie. Lehair musste sich knapp geschlagen geben, Dritte wurde die Französin Leonie Periault. Der DTU-Kader war mit sechs Athletinnen am Start. Das beste Ergebnis fuhr Nina Eim auf Platz sieben ein. Nur zehn Sekunden nach ihr überquerte Tanja Neubert auf Platz acht die Ziellinie. Lisa Tertsch ist mit Platz fünf in der WM-Serie immer noch die beste Deutsche und belegte Platz 13, direkt gefolgt von Annika Koch. Die beiden Nachwuchsathletinnen Franka Rust und Julia Bröcker erreichten das Ziel auf Platz 20. und 26.
Auch das Männerrennen bot Weltklasse-Sport. Der Australier und WM-Führende Matt Hauser setzte sich schon früh in Szene und war Teil einer zehnköpfigen Ausreißergruppe, die sich entscheidend vom Feld löste. Während Olympiasieger Alex Yee in der Verfolgergruppe den Anschluss verlor und Hayden Wilde nach der Belastung des T100-Rennens am Vortag einen gebrauchten Tag erwischte, spielte Hauser seine Laufstärke voll aus. Im Finale ließ er Vasco Vilaça und Miguel Hidalgo hinter sich und feierte den nächsten Saisonsieg. Mit dem Triumph baut der Australier seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Alex Yee belegte schlussendlich den neunten Platz, Hayden Wilde wurde Elfter. Henry Graf der mehrfach die Führungsarbeit in der Spitzengruppe übernahm und somit half den Vorsprung auszubauen, belohnte sich am Ende mit einem achten Platz und seinem dritten Top-Ten-Ergebnis in der WM-Serie. Valentin Wernz, der zweite deutsche Starter, kam mit Graf aus dem Wasser, musste dann jedoch etwas abreißen lassen und belegte am Ende den 29. Platz.
Weiss triumphiert in Podersdorf – Pabinger siegt bei Premiere
In Podersdorf ist der Austria Triathlon in seine 38. Auflage gegangen. Bei den Männern setzte sich Routinier Michael Weiss über die Mitteldistanz in einem echten Krimi durch. Lange schien der Deutsche Janne Büttel den Sieg davontragen zu können, doch vier Kilometer vor dem Ziel schlug Weiss zu und übernahm die Führung. Er gewann das Rennen in 3:32:02 Stunden, 1:15 Minuten vor Büttel. Dritter wurde Silvije Tomac aus Kroatien (+5:13 Minuten).
Im Frauenrennen feierte Anna Pabinger bei ihrem ersten Start in Podersdorf gleich den Premierensieg. Gemeinsam mit Gabriele Obmann bestimmte sie lange das Tempo, ehe sie sich auf den Schlusskilometern entscheidend absetzen konnte. Damit sorgte sie für den zweiten österreichischen Triumph des Tages (4:01:24 Stunden). Obmann belegte mit 5:22 Minuten Rückstand den zweiten Rang, Gabriella Zelinka (HUN) belegte Platz drei (+6:49 Minuten).
Martin Schulz triumphiert beim Knappenman
Der zweifache Paralympics-Sieger Martin Schulz hat im Rahmen des 37. Knappenman über die olympische Distanz gewonnen. Der 35-Jährige, mehrfacher Welt- und Europameister, setzte sich in 1:59:56 Stunden gegen Robin Ernst (2:00:15) und Dirk Schneider (2:05:59) durch. Bei den Frauen siegte Sophie Drews in 2:18:04 Stunden vor Charlotte Will (2:28:51) und Lisa Schulz (2:30:16).
Auf der Langdistanz der Männer feierte Max Fröhlich in 9:22:46 Stunden einen emotionalen Überraschungssieg vor Jonas Zschornak und Ferdi Cam. Bei den Frauen setzte sich Sonja Blumenberg (Triabolos Hamburg) in 10:41:59 Stunden durch, vor Anne Engel (10:59:22) und Myriam Ribcke (11:16:02). Die Mitteldistanz der Männer gewann Lorenz Heinemann (SV Halle Triathlon) in 4:08:33 Stunden. Bei den Frauen siegte Mariane Juliane Kulling.









