- Anzeige -

Fünfte Auflage ist beschlossene Sache
Ironman Maastricht-Limburg kehrt in den Rennkalender zurück

Nachdem der Ironman Maastricht-Limburg in den vergangen drei Jahren nicht stattgefunden hat, soll die Langdistanz in den Niederlanden, inklusive neuer Strecke, am 7. August 2022 zurück ins Leben gerufen werden.

Ukrphoto / Dreamstime.com Der Start des neuen Rennens findet an der St. Servaasbrug, der ältesten Straßenbrücke der Niederlande, statt.

Nach drei Jahren Abstinenz kehrt der Ironman Maastricht-Limburg im nächsten Jahr wieder in den Rennkalender zurück. Der Wettkampf, der bereits in den Jahren 2015 bis 2018 ausgetragen wurde, wird also in einer fünften Auflage fortgesetzt. Das bestätigte Stefan Petschnig, Managing Director für Europa bei Ironman: „Wir freuen uns, die Marke Ironman in den Niederlanden mit der Ankündigung des Ironman Maastricht-Limburg weiter auszubauen. Nachdem wir im letzten Jahr mit dem Ironman 70.3 Maastricht-Limburg und dem Ironman 70.3 Westfriesland eine Rückkehr in das Land angekündigt haben, die sowohl von der Gemeinde als auch von unseren Athleten und Athletinnen gut angenommen wurde, dachten wir, dass eine Ergänzung durch ein Event über die volle Distanz der logische nächste Schritt ist.“

Nagelneue Strecke

Das Rennen wartet unter anderem mit einer völlig neuen Strecke auf und soll so eine spannende Ergänzung im Rennkalender darstellen. Das Schwimmen wird dabei an der “St. Servaasbrug”, der ältesten Straßenbrücke der Niederlande gestartet, und findet in der Maas statt. Die anschließende Radstrecke führt die Athleten durch den Süden Limburgs und wird von einem Marathon durch die historische Innenstadt Maastrichts abgerundet.

- Anzeige -

Wenn am 7. August 2022 also der Startschuss ertönt, bedeutet dies nicht nur die erneute Premiere des Langdistanz-Rennens, sondern bildet auch gleichzeitig den Abschluss eines vollgepackten Triathlon-Wochenendes. Denn tags zuvor findet an gleicher Stelle der Ironman 70.3 Maastricht-Limburg statt.

Bei ambitionierten Age-Groupern dürfte der Wettkampf im nächsten Jahr ebenfalls auf der Agenda stehen, denn der Ironman Maastricht-Limburg wird 40 Age Group-Qualifikationsplätze für die Ironman-Weltmeisterschaft 2022 in Hawaii anbieten. 

Erhalte Updates direkt auf dieses Gerät – abonniere jetzt.

Das könnte dir auch gefallen
7 Kommentare
  1. Jan-Ole Gerschefski

    Ich habe am Wochenende den 70.3 da gemacht und ich kann wirklich jedem nur abraten – tut mir leid das zu sagen (und ein bisschen ein schlechter “Verlierer” zu sein) – die Radstrecke ist UNFASSBAR schlecht – groesstenteils ueber irgendwelche Mini-Strassen mit elendem Belag, Schlagloechern, engen Fahrradwegen, geschlaengelt durch Wohngebiete mit Speed Bumps alle paar Hundert Meter – die Kroenung war ein 500m Stueck ueber Sand – man mag das als “technisch” bezeichnen, ich fand es furchtbar und unverschaemt – eigentlich ging es nicht darum, wer wie viele Watt in den Beinen hat, sondern wer sein teures Rad da heil drueber kriegt (und ich hab’s nicht geschafft….aber es standen ueberall Leute mit Defekten am Strassenrand und es gab auch viele Unfaelle) – tut Euch einen Gefallen und macht Euer Saisonhighlight woanders – in diesen Zeiten sollte man eigentlich dankbar sein fuer jedes Rennen was statt findet, aber mir hat es wirklich den Spass verdorben – man fragt sich auch, ob IM vielleicht einfach zu geizig war, bessere (richtige) Strassen zu sperren…

    PS – natuerlich steht da, dass es eine neue Strecke gibt – vielleicht wird die ganz anders, aber dieses Jahr war sie unfassbar grausam

    1. Robert Glöckner

      Das kann ich so zu 100% bestätigen, die Radstrecke war ein Grauen und wenn man seine Leistung abrufen wollte musste man dauerhaft extrem aufpassen wenn man nicht stürzen wollte. Verpflegungsstationen sollte es 3 geben, 2 waren es.
      Die Laufstrecke war brutal überfüllt, bis auf die ersten 3km ging es im Prinzip stumpf einen Radweg hoch und runter was ja eigentlich nicht schlimm ist, doch wenn es so uberfüllt ist und maximal 2 Athleten nebeneinander laufen können wird es für schnelle Läufer eine richtige Qual. Es gab auf 21km 4 Verpflegungsstationen, je mit 4 Personen an kleinen Tischen, Iso, Cola, Banane und Gel ohne Abstand direkt hintereinander. Zur ernsthaften Getränkeaufnahme und vllt sogar noch einen zweiten Becher zum kühlen durfte man sich anstellen oder man ging eben leer aus. Zum Glück war es nicht heiß am Sonntag. Das war mit Verlaub, unter aller…
      Es war meine erste Ironman Veranstaltung und von den hier angesprochenen Sachen war ich schwer enttäuscht.

  2. Oliver

    Mich würde die Radstrecke auch wahnsinnig interessiere.
    Ich komme selbst aus der Gegend und weiß wie geil man um Maastricht fahren kann aber bisher hat IM es noch nicht geschafft eine geile Radstrecke zu präsentieren.

    Hier wird zwar von einer vollkommen neuen Strecke gesprochen jedoch habe ich von Startern gehört das die 2021er Strecke verwendet wird nur 2x.

    Ich muss Jan-Ole zustimmen die Strecke war eine Zumutung und extrem technisch.

  3. JRE

    Ich würde mich sehr freuen, wenn tri-mag.de in der Ankündigung und Berichterstattung insbesondere der Veranstaltungen unter dem IM-Label angemessen kritischer schreiben würde.
    Ich bin der Meinung, daß ein Magazin trotz aller Abhängigkeit von Werbepartnern im Sinne der Leser informieren sollte.

  4. Andreas Schweyen

    Vielen Dank für den Impuls an Jan-Ole und Robert! Ich habe es genauso empfunden. Und leider nicht nur das. Die Strecke war eine Frechheit: Ich erwarte, dass eine Strecke von den Organisatoren am Morgen nochmal abgefahren wird. In Waldabschnitten lag teilweise Erde vom Abhang auf der Strasse, die schon länger dort lag und die man leicht hätte entfernen können. Gleiches gilt für Kurvenbereiche voller kleiner Steine. Ganz abgesehen von dem bereits von dir erwähnten Abschnitt auf Sand/Steinpiste (WTF?). Vor Abschnitten, die nach Abfahrten in Steilkurven endeten, wurde oftmals nicht gewarnt. Ich erinnere mich auch an eine Kreuzung bei KM34 bei der es ein Leichtes gewesen wäre, Unebenheiten mit Matten auszugleichen – es waren tiefe, scharfe Kanten im Belag der Querung – alles am Rad hat nur noch gescheppert. Soviel zur Materialqual. Auch ich habe ungewöhnlich viele Fahrer mit Defekten wahrgenommen. Mein persönliches Highlight aber waren die 13 Dixies in der Wechselzone. und zwar für annähernd 2500 (!!) Teilnehmer. Nach 30min Anstehen wurde (u.a.) ich aus der Wechselzone hinausbefohlen (Wechselzone wurde geschlossen kurz vorm Start) und in einen kleinen Bereich vor der Wechselzone geleitet, der ebenfalls völlig überfüllt war (u.a. auch Zuschauer/Passanten): Dort gab es genau 3 (!!) Dixies. Für mich war das Rennen quasi gelaufen, bevor es richtig begonnen hatte. Darüber habe ich mich maßlos geärgert. Ich habe zwei Offizielle zu dem Mißstand angesprochen und wurde eher belächelt. Neben Radstrecke und Notdurftversorgung gilt meine Kritik auch der allgemeinen Verpflegung – Hier habe ich die Ironman Veranstaltungen bisher einfach ganz anders kennengelernt. Auch dies war hier eher ausgelegt für eine kleinere Veranstaltung. Beispiel Laufstrecke/Zielbereich: Trinkbecher = 1.) in Ausführung „superklein“ und dann 2.) nur bis zur Hälfte gefüllt. Ich dachte, die machen Spaß… Naja, und dann hat man schon gefinished und läuft unter unwetterartigen Regengüssen ins Ziel, und dann weiß niemand so richtig, wie es weitergeht – großes Durcheinander, da keine Unterstellmöglichkeiten – ok, abgesehen von einem großen Baum, wo sich dann alle versammelt haben. Aber ja, ich habe mich auch gefreut, nach langer Zeit nochmal im großem Pulk mitzumischen. Und ja, ich habe die Medaille mit nach Hause gebracht.
    Und schlussendlich und mehr als bedauerlich: Mich hat maximal irritiert, welches Hygienekonzept denn jetzt zum Tragen kam. Wahrgenommen habe ich keines. Angefangen bei der beschriebenen Toilettensituation mit Dixies – welche nebenbei erwähnt auch direkt nebeneinander standen. „Masken bis zum Start“ hieß es. „1,5m Abstand halten“ hieß es. Es sind leider alle durchgefallen. Die Niederlande ist Hochinzidenzgebiet.
    Was nehme ich jetzt mit? Ein IM Rennen zum Abgewöhnen!

  5. Daniela

    Ich habe mir wie viele andere Athleten durch einen Sturz schwere Verletzungen zugezogen an einer Stelle der Radstrecke, wo viele Athleten gestürzt sind und durch frühzeitige Warnung durch Helfer, Warnschilder oder einfach eine sichere Streckenführung: Krankenhauseinweisung, Schmerzen und Materialschäden hätten vermieden können.
    Die Sicherheit der Athleten auf der Radstrecke habe ich vermisst. Die Verpflegung auf der Radstrecke war spartanisch mit 5 Helfern an zwei Verpflegungspunkten. Auf den Radwegen war es so voll, man musste wirklich auch auf Fehler der anderen Teilnehmer sehr stark aufpassen.
    Für mich persönlich heißt es im schlimmsten Fall: Hawaii Start 2021 verschieben, nachdem ich sehr viele Monate unter den aktuellen Bedingungen; hart trainiert habe.
    Ironman Niederlande hatte diese Probleme bereits mit der Radstrecke 140.6 in 2015. Hier hat man aus der Vergangenheit nicht genügend gelernt. Ich kann nur davon abraten – hier zu starten!

  6. Thomas Völler

    Folgendes Email habe ich an IRONMAN EUROPA geschrieben. Allerdings habe ich bisher kein Feedback erhalten. Von daher bitte ich euch, liebe TRIMAG REPORTER, euch mit IRONMAN Zukunft etwas kritischer auseinander zu setzen. Vielleicht hilft eure Pressearbeit, dass sich IRONMAN wieder zu sicheren Rennenformaten bekennt.

    “Liebes Ironman Europa Team,

    als erfahrener Athlet, der schon viele Wettbewerbe bei Ironman absolviert hat und sich ein AWA Gold Status erkämpft hat, erlaube ich mir euch ein Feedback über die Veranstaltungen vom vergangenen Wochenende in Maastricht zu geben, welches ihr ernst nehmen sollte, wenn euch die Athletensicherheit am Herzen liegen sollte.

    Die Entscheidung das Schwimmen ausfallen zu lassen und hierfür ein Laufen durchzuführen war richtig.

    Aber bei der nachfolgenden Radstrecke gab es derart viele Sicherheitsmängel, die von zu euch zu verantworten sind, dass ich es euch mitteilen muss.
    1) Noch in innerhalb der Stadt Maastricht musste kilometerlang auf einem Fahrradweg gefahren werden und dies zu einem Zeitpunkt in dem sich das Fahrerfeld noch nicht entzerrt hat. Dieser Fahrradweg wurde an einer Stelle auf ein Meter verjüngt (Rollstuhlrampe) und durch keine Schilder dem Athleten kenntlich gemacht. (Außer dem Schild „No passsing”, was eigentlich auch nicht auf die Gefahrstelle hinweist. Dieses Schild wurde allerdings sehr spät und ungünstig aufgehängt, so dass es wohl niemand beachtet hat. Ich selbst bin an dieser Stelle noch überholt worden). Dies ist unverantwortlich.
    2) Auf dem selben Teilstück gibt es bei km 1,8 eine enge 90° Rechtskurve ebenfalls ungesichert. Auch unverantwortlich, wenn ihr bedenkt, dass man auf diesem Teilstück gute 45 km/h fahren kann, wenn man darauf hofft, dass die Fußgänger nicht auf den Weg gehen und die Autofahrer nicht von der Hauptstraße kommend auf den Weg einbiegen.
    3) Im weiteren Verlauf ist man dann auf asphaltierten Feldwegen gefahren, die mit Stroh, Lehm, Steinen, Pferdäpfeln etc. übersät waren. Von Reinigung dieses Streckenabschnittes hat der Veranstalter wohl Abstand genommen.
    4) Vor und in der Abfahrt bei km36 wurde anscheinend frisch Granulat verstraut. Auch wieder keine Beschilderung für langsame Fahrweise und Deutlichmachung dieses Umstandes. Dies ist umso fragwürdiger, da dies ebenfalls auf einem sehr schmalen Weg /Straße mit engen Kurven stattfand und man somit extremst aufpassen musste nicht zu stürzen.
    5) In der Zufahrt zu km41 kamen auf dem Feldweg Reiter entgegen. Man bedenke, der Weg ist keine 4 m breit. Auch hier weit und breit keine Ordner oder Absperrungen. Ein paar Kilometer weiter, passiert das Ganze nochmal. Allerdings diesmal kam einem eine komplette Radfahrertruppe auf dem Feldweg entgegen und wieder keine Ordner oder Absperrungen zu sehen.
    6) Zwischen diesen beiden Ereignissen fährt man von einem Feldweg kommend auf einen anderen Weg in einer 90° Rechtkurve ein. Mitten in diesem Weg befindet sich ein Betonsockel (ca. 20 cm) als Fahrbahntrenner, so dass sich die Fahrbahn vom Feldweg mit 4 m auf ca. 1,5 m nach der Kurve verjüngt hat. Hier gab es dann aber ein Schild SLOW DOWN and RIGHT BEND. Trotzdem eine solche Streckenführung ist ein Fehler an sich.
    7) Generell konnten auf diesen Feldwegen keine Motorräder mit Schiedsrichtern von mir gesichtet werden. Wie sollte dies auch möglich sein, wenn die Fahrbahn nur max. 4 m , wohl eher 3m, breit ist. Denn ersten Schiedsrichter sah ich beim Flughafen, allerdings ist er nur auf der Straße vorbeigerauscht währenddessen ca. 30 Athleten in Tour de France Manier auf dem Radweg eine Spur suchten.
    8) Rein theoretisch ist ein Überholen eines Athleten auf diesen Wegen schon ein riskantes Vorgehen an sich, wenn man dies regelkonform durchführen möchte.
    9) Auch in den Ortsdurchfahrten oder besser Durchfahrten durch Wohnstraßen, gab es viel zu bemängeln. Zu einem standen jede Menge Fahrzeuge auf den Straßen, noch wurden Kreuzungen von Streckenposten gesichert. Wenn nicht Zuschauer auf den Straßen gestanden hätten oder die blauen Wegweiserschilder vorhanden gewesen wären, hätte man keine Ahnung gehabt, wie zu fahren ist.
    10) An einer Stelle musste man von einem Feldweg kommend eine Landstraße überqueren. Dabei durfte man zweimal über eine ca. 20 cm abgeschrägten Bordstein fahren. Gottseidank gab es Zuschauer, die einem mit Handzeichen signalisierten extrem zu verlangsamen. Aber trotzdem, solche Stellen dürfte es überhaupt gar nicht geben.
    11) Beim Überqueren der Autobahn wurde man dann auf eine ca. 500 m lange Gravelpiste geführt.
    12) Wiederholt gab es 90° Richtungswechsel ohne jegliche Vorankündigung oder Warnzeichen. An einer solchen Stelle ist der hinter mir fahrende Athlet schwer gestürzt, da er wohl, durch mich in der Sicht behindert, die Stelle nicht richtig einsehen konnte.
    13) Auf dem Weg nach Maastricht zurück: Bei den Ortsdurchfahrten keine Ordner mit Drillerpfeife zu sehen, die auf Betontrenner zwischen Straße und Fahrradweg hinwiesen.
    14) Ich bin schätzungsweise als 200. Athlet auf das Rad gestiegen und war somit noch in einer komfortablen Situation mit wenig Athletenverkehr. Aber trotzdem habe ich noch in keinem Rennen, so viele technische Defekte und Stürze oder mangelnde bzw. überhaupt keine Sicherungsmaßnahmen gesehen wie in diesem.

    Als Fazit für diese Radstrecke kann ich nur eine ungenügend erteilen und das ich dieses Rennen nicht noch einmal bestreiten werde, da ihr eurer Verpflichtung und eurem Anspruch nicht nachgekommen seid und mir mein Leben und Gesundheit mehr bedeuten als ein Altersklassensieg, wie in diesem Jahr, in Maastricht.

    Ein kleines Wort noch zum Zielbereich. Es war wohl das kleinste Buffet aufgebaut, was ich jemals in einem Rennen gesehen habe (Wasser, Bananenhälfte, Apfelsinenscheiben und Spaghetti). Ich weiß Corona mag zu finanziellen Engpässen geführt haben, aber dies war ein weiteres No-Go für eine Rennwiederholung in Maastricht.

Hier kannst du diesen Beitrag kommentieren

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.