Montag, 15. Juli 2024

Louis Delahaije tritt zurück: Thomas Moeller neuer Chef-Bundestrainer der DTU

Jan Papenfuss / DTU Thomas Moeller wird vom Amt als Bundestrainer Nachwuchs auf den Posten des Chef-Bundestrainers bei der DTU aufrücken.

Personalwechsel bei der Deutschen Triathlon Union (DTU). Der bisherige Chef-Bundestrainer Louis Delahaije stellt sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung. Ein Nachfolger steht allerdings schon bereit: Der 51-jährige Thomas Moeller, der zuvor fast ein Jahrzehnt als Bundestrainer Nachwuchs für den Verband gearbeitet hat, übernimmt den Posten. Das hat die DTU jetzt bekannt gegeben. Nachfolger von Moeller als Bundestrainer Nachwuchs wird Frank Heimerdinger, bisher Funktionstrainer Sichtung der DTU.

Große Ambitionen der deutschen Athletinnen und Athleten

Laut Verband möchte Moeller „die erfolgreiche Arbeit der Deutschen Triathlon Union im Leistungssportbereich der vergangenen Jahre fortführen“. Die Ambitionen der deutschen Athletinnen und Athleten sind groß mit Blick auf die Olympischen Spielen in Paris 2024. Im Olympia-Qualifikations-Ranking sind derzeit fünf deutsche Frauen unter den Top 30 gelistet sowie drei deutsche Männer unter den ersten 31.

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Moeller: Triathlonfachmann mit erfolgreicher Historie

„Ich freue mich auf die Aufgabe und bin zuversichtlich, alle Herausforderungen gemeinsam mit dem Team der DTU sowie den Heim- und Stützpunkttrainern zu meistern“, wird Moeller zitiert. „Wir sehen bei den deutschen Athletinnen und Athleten sehr positive Entwicklungen. Diese gilt es nun mit Blick auf die nächsten Großereignisse, die Heim-WM im Juli in Hamburg und die Olympischen Spiele 2024 in Paris, und natürlich auch darüber hinaus fortzuführen.“ Mit dem promovierten Sportwissenschaftler werde ein ausgewiesener Fachmann und Kenner der Triathlonszene Chef-Bundestrainer. In den vergangenen Jahren feierte er mit dem deutschen Nachwuchs Erfolge wie dreimal Gold im Jahr 2021 bei den Junioren-Europameisterschaften im Einzel und Mixed Relay. Vor seiner Tätigkeit als Bundestrainer Nachwuchs seit 2013 war Moeller wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) sowie Landestrainer in Sachsen.

„Bestmögliche Unterstützung bieten“

DTU-Generalsekretät Matthias Zöll erklärte: „Wir freuen uns, dass wir Thomas Moeller für das Amt des Chef-Bundestrainers gewinnen konnten. Er bringt eine langjährige Expertise aus verschiedenen Funktionen in der DTU mit und kennt daher den Verband, viele Athletinnen und Athleten, aber auch die Trainerinnen und Trainer in Triathlondeutschland außerordentlich gut. Im Hinblick auf die Heim-WM in Hamburg und die Olympischen Spiele 2024 sind wir überzeugt, mit dieser internen Umbesetzung und dem jetzigen Trainer-Team für die Athletinnen und Athleten die bestmögliche Unterstützung bieten zu können.“

Delahaije bleibt dem Verband als Berater erhalten

Louis Delahaije, der den Verband weiterhin in beratender Funktion sowie punktuell bei Trainingslager- und Wettkampfeinsätzen unterstützen wird, sagte: „Ich blicke auf eine kurze, aber spannende Zeit als Cheftrainer der DTU zurück, während der sich sportlich eine sehr positive Tendenz herauskristallisiert hat. Daher möchte ich den Verband und vor allem die Athletinnen und Athleten durch meine Tätigkeit als Berater auch weiterhin unterstützen, sodass sie ihre und unsere gesteckten Ziele in Paris erreichen.“ Reinhold Häulein, Vizepräsident Leistungssport der DTU bedankte sich im Namen des Verbands beim Niederländer: „Wir blicken gemeinsam auf eine erfolgreiche Saison 2022 mit unerwartet vielen Top-Platzierungen in der World Triathlon Championships Series und zwei Medaillen bei den Heim-Europameisterschaften zurück. Mit seiner Expertise, Ruhe und Umsicht hatte er sicherlich seinen Anteil an den Erfolgen. Daher freuen wir uns, dass er uns in beratender Funktion erhalten bleibt.“

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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