Roy Hinnen und das Zen im Triathlon

Seit 20 Jahren ist der Schweizer Roy Hinnen als Triathlon-Coach tätig. Der Ex-Profi, der in der Nähe von Zürich auch einen Schwimmkanal betreibt, hat nun sein zweites Buch veröffentlicht: In „100 % Triathlon“ geht er recht schonungslos mit den Athleten um – und auch mit einigen seiner Trainerkollegen …

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8 Kommentare

  1. Irgendwie komisches Interview, wirkte so geskriptet oder irgendwie gehetzt, aber trotzdem interessant. Der Roy ist halt ein echter Typ mit echten Ansagen so a la Faris. Würde man von den Seipps, Zellers und Lorangs dieser Welt niemals hören, zumal manche Aussagen wie z. B. 25 % Training halt offensichtlicher Bullshit sind.

    Auf der anderen Seite sehr viele interessante Thesen, auf die man sich auch im Leben viel mehr einlassen sollte. Ist eben wie in so vielen Bereichen des Lebens, auch in der Trainingslehre, nicht alles immer Wissenschaft, sondern auch viel Empirie. Sein Zen-Ding wär jetzt nicht so meins, aber wer sich darauf einlässt, kann dadurch bestimmt neue Erkenntnisse über sich und das Training gewinnen.

    Verstehe nicht, warum das ein Goerke in der Coaches Corner so arrogant ins Lächerliche zieht, wo er selbst jahrelang nicht ansatzweise viel auf die wissenschaftsgestützte DTU-Ausbildung gegeben hat und ständig nur die wenig greifbare Sachen wie seine Champions Attitude predigt, ohne auch nur ansatzweise so viel überwiegend sinnvollen Content wie Hinnen oder Schmidt-Wendling oder PA zu bieten. Schließlich sind sich die meisten eigentlich einig, dass das Wichtigste in der Athleten-Coach-Beziehung die Kommunikation ist, die passen muss – nicht immer passt jedem alles und muss es auch nicht. Jeder braucht sich doch einfach nur die Dinge, die er für sinnvoll hält, in seine Werkzeugkiste packen und kann den Rest problemlos und ohne Stänkerei/Seitenhiebe.

    • Ethik spielt für Roy keine Rolle, Er trumpft vor allem mit „Coach Bashing“ oder „Sanders Bashing“ auf und ist vor allem monetär interessiert seinen Lebensstil zu finanzieren. Seine Zielgruppe sind „CEO Finisher“. Ein Blender der sein Wissen aus Youtube Channel zieht ohne ein Basicwissen zu besitzen. Wer die erste Auflage von seinem Buch gelesen hat, versteht das. In der Schweiz wird er belächelt, weshalb er schon vor Jahren den deutschen Markt bedienen versucht. Sein Ego ist ihm wichtiger als den Athleten zu unterstützen. Vielleicht sollte er wieder als Steinmetz arbeiten, da würde er nicht soviel Schaden anrichten.

      • Das sind aber ziemlich dicke Kanonen die hier abgeschossen werden. Wie er seine Zielgruppe definiert, bleibt ihm überlassen. Ich war 5 Jahre in der Schweiz beruflich tätig und konnte dort auch in die Triathlon Gemeinde hineinschauen. Dort wird er noch lange nicht überall belächelt. Er ist ein Mensch mit Ecken und Kanten, die muß nicht jeder gut finden. Das von Dir angesprochene Bashing kommt bei mir als Markting an – soll er. Ich glaube er hat genug Erfahrung dass er sich das leisten kann. Im Podcast beschreibt er ja auch, warum er die Sanders Videos gemacht hat.
        Ich find ihn großartig, auch wenn ich mir sein Training nicht leisten möchte.

  2. es ist ja mittlerweile en vogue leute öffentlich schlechtzureden, um aufmerksamkeit zu bekommen oder selbst in einem besseren licht zu stehen.
    man darf alles sagen, solange man seine aussagen mit dem zusatz: das ist nur meine meinung“ ergänzt.
    denn freie meinungsäußerung wird doch noch erlaubt sein, oder nicht?

    wieso haut man sprüche raus wie “ dem björn, dem fehlt der zen“?
    natürlich sind empathie, jahrelange erfahrung usw ganz wichtige aspekte im trainergeschäft.
    aber wieso muss man in einem buch personen ein kapitel widmen, in dem man über sie „nur seine eigene meinung kundtut“.
    mir persönlich missfällt sowas.
    aber das ist nur meine meinung.

  3. Über Roy gibt es ja viele Geschichten zu erzählen. Meine Erfahrung ist vor allem das es ihm vor allem hauptsächlich darum geht, etwas anders zu machen um seinen „Alleinstellungsmerkmal“ zu festigen. Er bezeichnet sich als Erfolgscoach aber alle Profis machen seit Jahren einen grossen Bogen um ihn.

    Falls sich ein Profi in sein Schwimmkanal kommt, lässt er sofort einen Fotografen kommen und hängt sich das Bild an die Wand.

    Mir hat er damals ein 4 Wochen Excel Plan gesendet mit den jeweils gleichen wöchentlichen Workouts gesendet mit der Aussage ich könne mich dann wieder melden wenn ich den Plan erfüllt habe.
    Sein Preis/Leistung ist völlig überrissen und das Geld einfach nicht wert.

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Frank Wechsel
Frank Wechsel
Frank Wechsel ist Herausgeber der Zeitschriften SWIM und triathlon. Schon während seines Medizinstudiums gründete er im Oktober 2000 zusammen mit Silke Insel den spomedis-Verlag. Frank Wechsel ist zehnfacher Langdistanz-Finisher im Triathlon – 1996 absolvierte er erfolgreich den Ironman auf Hawaii.

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