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Sechsmonatiger Ausschluss:
Zwift sperrt Profi-Triathletin wegen Betrugsverdachts

Wegen des dringendes Verdachts der Datenmanipulation hat die Indoor-Plattform Zwift eine Profi-Triathletin für sechs Monate von allen Rennen ausgeschlossen.

Die israelische Profi-Triathletin Antonina Reznikov ist vom “Performance Verification Board” der virtuellen Radsport-Plattform Zwift für sechs Monate von allen Rennen ausgeschlossen worden. Die vierfache Israman-Siegerin wurde gesperrt, nachdem sie im im ersten Women’s Race der aktuellen Zwift Racing League den vierten Platz belegt hatte und durch abweichende Messdaten aufgefallen war. Die Sperre gilt rückwirkend vom Renndatum am 11. Januar an bis zum 10. Juli 2021 für alle virtuellen Rennen von Zwift.

Zwei widersprüchliche Datenquellen

Laut Zwift-Reglement müssen die Athleten bei Profi-Rennen zwei verschiedene Leistungsdatenquellen einbringen, die einerseits vom Smart-Trainer oder Smart-Bike stammen, anderseits von einer weiteren Quelle wie einem Powermeter am Rad. In Reznikovs Fall stellte das Board fest, dass die Athletin die Leistungsdaten modifiziert hat. Die Sportlerin habe Leistungsdaten geliefert, die um 32 Prozent höher lagen als die zuvor aufgezeichneten.

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Während die Triathletin zunächst bestritt, die Datei modifiziert zu haben, gab sie später zu, vor dem Hochladen Änderungen an den Daten vorgenommen zu haben. Gegenüber der Fachzeitschrift Cycling Weekly sagte sie auf Anfrage, dass sie die Leistungsdatei zwar nicht bearbeitet, aber das Warm-up-Segment ihrer Fahrt gelöscht habe, was dazu führte, dass die Leistungsdaten der zweiten Aufnahme nicht mit der Originaldatei übereinstimmten. Sie habe die Datei später nicht wiederherstellen können, um ihre Unschuld zu beweisen. Reznikov habe nach eigenen Angaben in diesem Rennen 4,2 Watt pro Kilogramm getreten.

“Technischer Unsinn”

“Es tut mir sehr leid, dass das passiert ist”, sagt Reznikov gegenüber dem Fachportal. “Ich kann nur hoffen, dass diejenigen, die mich kennen, wissen, dass für mich ein Rennen mit 4,2 Watt pro Kilogramm kein Problem ist und ich viel stärker fahren kann. Es ist sehr traurig und schmerzt, dass so ein technischer Unsinn einen Athleten verunglimpfen kann.”

Antonia Reznikov hatte viermal den Sieg beim Israman-Triathlon errungen und 2019 beim Ironman Südafrika in 9:19:26 Stunden den 7. Platz bei den Profi-Frauen belegt. Außerdem konnte sie eine Bronzemedaille im Elitefeld bei der Langdistanz-WM im Duathlon erringten. In der gleichen Sitzung sperrte Zwift auch die Radsportlerin Selma Trommer wegen ähnlich auffälliger Daten.

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