Nach 73 Stunden im Ziel:
Däne Anders Hofman finisht Langdistanz in der Antarktis

Der Däne Anders Hofman ist der erste Athlet, der in der Antarktis eine Triathlon-Langdistanz gefinisht hat. Nach knapp 73 Stunden kam der 29-Jährige am Dienstagvormittag ins Ziel.

Was im Oktober 2017 nach dem Anschauen der Dokumentation “The Jump” über Nick Jacobsen, ein Kite-Surfer, der mit seinem Board und Lenkdrachen vom Burj Al Arab in Dubai gesprungen ist, als Idee begann, hat der Däne Anders Hofmann nun erfolgreich beendet: eine Langdistanz in der Antarktis. 3,8 Kilometer Schwimmen im Wasser mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, 180 Kilometer auf dem Fatbike und abschließend der Marathon über 42,195 Kilometer. Dieses Vorhaben hat der 29-Jährige in den vergangenen Tagen in die Tat umgesetzt. Nach einem mehrwöchigen Bootstrip von Argentinien in die Antarktis hat Hofman nach 72 Stunden, 54 Minuten und neun Sekunden, die bisher inoffizielle Zeit für das Abenteuer, am Dienstagvormittag die Langdistanz beendet. Zwischenzeitlich mussten Hofman und sein Team, das auch von zwei Guides in der Antartkis begleitet wurde, den Wettkampf aufgrund extremer Winde und eines Schneesturms für rund 27 Stunden unterbrechen und warten, bis sich die Wetterverhältnisse wieder gebessert hatten. Die erste Disziplin beendete der Däne nach rund 1:10 Stunden, für das Radfahren im Schnee und auf Eis benötigte er rund 33:33 Stunden.

Jan Bue Laumark © Project Iceman Geschafft: Die Erleichterung über das Finish der extrem harten Langdistanz steht Anders Hofman ins Gesicht geschrieben.

“Wir haben es geschafft. Was das Team und ich durchmachen mussten, um hierher zu gelangen, hat die Vorstellungskraft von uns allen übertroffen. Die Antarktis zeigte uns ihre brutalste Seite, und irgendwann fürchteten einige von uns um ihr Leben”, wird Hofman in einer Pressemitteilung des Projekts zitiert.

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Projekt unterstützt dänische Umweltorganisation

Beweggründe für das Vorhaben gab es laut Hofman mehrere: “Heute setzen wir uns selbst oder anderen Menschen oft Grenzen, die die Grenzen des Erreichbaren ausmachen. Aber ich möchte zeigen, dass Grenzen nur die Wahrnehmung dessen sind, was wir erreichen können. Dass selbst der Gewöhnliche durch Leidenschaft, extreme Hingabe, höchste Planung und einen immensen Glauben an sich selbst das Außergewöhnliche erreichen kann”, heißt es auf der Webseite des Projekts. Neben dem Aspekt des Abenteuers will der Däne außerdem auf die weltweite Verschmutzung durch Plastik aufmerksam machen und sammelte während seines Wettkampfs Spenden für die dänische Organisation “Plastic Change”.

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