Nils Frommhold holt sich Platz zwei in Südafrika

Starke Vorstellung der deutschen Athleten beim Ironman Südafrika: Nils Frommhold landet wie 2017 auf Platz zwei hinter Ben Hoffman. Maurice Clavel und Andreas Dreitz werden Fünfter und Sechster.

Von > | 7. April 2019 | Aus: SZENE

Nach schweren und verletzungsgeplagten Monaten ist Nils Frommhold zurück: Er sichert sich in Südafrika den zweiten Platz. (Archivbild)

Nach schweren und verletzungsgeplagten Monaten ist Nils Frommhold zurück: Er sichert sich in Südafrika den zweiten Platz. (Archivbild)

Foto >clearlynils

Die deutschen Profis beweisen zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison, dass Sie bereits jetzt in Hochform sind. 

Das Schwimmen an Port Elizabeths Küste wurde aufgrund zu extremer Wetterbedingungen auf eine 1,6 lange Strecke gekürzt. Erster Athlet, der es aus dem Wasser schafft, ist erwartungsgemäß der Australier Josh Amberger nach exakt 25 Minuten. Eine gute Minute später folgt ihm eine große Verfolgergruppe, in der sich auch Nils Frommhold, Maurice Clavel und auch Ben Hoffman befinden. Nach dem Wechsel aufs Rad bildet sich eine Formation um Ben Hoffman, Maurice Clavel, Nils Frommhold, Josh Amberger, Eneko Llanos, Tim Van Berkel und Guilio Molinari. Kurz nach der 90-Kilometer-Marke stößt Andreas Dreitz zu der Gruppe hinzu und hält das Tempo an der Spitze hoch. Ben Hoffman, der beim Rennen in Südafrika 2017 mit 7:58:40 Stunden einen neuen Streckenrekord aufstellte, setzt sich jedoch auf den letzten Kilometern der zweiten Disziplin ab und fährt vor T2 noch einen Vorsprung von 1:30 Minuten heraus. Den ersten Platz gibt Hoffman dann beim abschließenden Marathon auch nicht mehr ab und kann sich bis zum Ziel noch ein Polster von knapp sechs Minuten herauslaufen. Nach 7:34:20 Stunden holt sich Hoffman den dritten Sieg in Port Elizabeth. Nils Frommhold kommt knapp sechs Minuten später ins Ziel. Die Freude über den zweiten Platz ist dennoch riesig. Nach zahlreichen Verletzungen ist das Rennen in Südafrika, die erste Langdistanz, die er wieder ins Ziel bringen kann. Vor fast genau zwei Jahren gelang ihm das zuletzt ebenfalls in Port Elizabeth. Die Plätze drei und vier sind lange von Dreitz und Clavel belegt. Nach der Halbmarathonmarke müssen die beiden jedoch den Österreicher Michael Weiss passieren lassen. Bis zum Ende des Rennens schiebt sich außerdem noch der Spanier Eneko Llanos vor die beiden Deutschen auf Platz vier. Clavel und Dreitz kommen rund elf Minuten nach Hoffman als Fünfter und Sechster ins Ziel. 

Ironman South Africa 2019 | Männer

  1. April 2019 | Port Elizabeth, (Südafrika)

Rang

Name

Land

Gesamt

1,6 km swim

180 km bike

42,2 km run

1

Ben Hoffman

USA

7:34:20

26:04

4:24:25

2:39:18

2

Nils Frommhold

GER

7:40:13

25:49

4:26:24

2:43:43

3

Michael Weiss

AUT

7:42:36

30:06

4:24:19

2:43:42

4

Eneko Llanos

ESP

7:45:00

25:57

4:28:25

2:45:58

5

Maurice Clavel

GER

7:45:30

25:55

4:26:27

2:49:04

6

Andreas Dreitz

GER

7:45:39

26:21

4:25:24

2:49:02

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Anja Ippach bestimmt lange das Renngeschehen

Das Rennen der Frauen beginnt, ohne große Überraschungen, mit einem starken Schwimmen von Lucy Charles, die nach 25:21 Minuten auf dem verkürzten Kurs als Erste das Wasser verlässt, nur wenige Sekunden dahinter ist Lauren Brandon an ihren Fersen. Anja Ippach geht mit einem Rückstand von etwas mehr als vier Minuten aufs Rad. Die zweite deutsche Profiathletin Mareen Hufe liegt nach der ersten Disziplin auf Rang fünf. Ippach macht auf dem Fahrrad ordentlich Boden gut und kann sich kurz nach der Hälfte der Radstrecke an die Spitze des Feldes setzen. Nach 180 Kilometern auf dem Rad liegt Ippachs Vorsprung auf Lucy Charles und Lauren Brandon bei mehr als drei Minuten. Auf den ersten Kilometern der Laufstrecke wird jedoch schnell klar, dass die Deutsche diesen Vorsprung nicht bis ins Ziel retten kann. Die Britin Charles macht Sekunde für Sekunde gut und kann Ippach bereits im ersten Viertel des Marathons die Führung abnehmen. Ab dann ist es für Charles ein einsames Rennen an der Spitze, das sie nur noch gegen sich selbst verlieren kann. Nach 8:35:32 Stunden schafft es die Hawaii-Zweite ins Ziel und sichert sich ihren ersten wichtigen Sieg der Saison. Auf Platz zwei landet die Spanierin Gurutze Frades (8:40:48 Stunden) mit einem Rückstand von fünf Minuten, die mit dem schnellsten Marathon des Tages noch einmal ordentlich Boden gutmachen konnte. Den dritten Rang sichert sich die Südafrikanerin Annah Watkinson (8:43:19 Stunden). Anja Ippach muss ihrem hohen Tempo auf dem Rad am Ende Tribut zollen und wird mit einem Rückstand von mehr als 21 Minuten auf Charles Fünfte. 

Ironman South Africa 2019 | Frauen

  1. April 2019 | Port Elizabeth, (Südafrika)

Rang

Name

Land

Gesamt

1,6 km swim

180 km bike

42,2 km run

1

Lucy Charles

GBR

8:35:32

25:21

5:05:47

2:59:33

2

Gurutze Frades

ESP

8:40:48

33:00

5:10:08

2:52:41

3

Annah Watkinson

ZAF

8:43:19

30:45

5:12:18

2:55:03

4

Lauren Brandon

USA

8:53:36

25:29

5:05:42

3:17:55

5

Anja Ippach

GER

8:57:11

29:40

4:58:10

3:24:39

10

Mareen Hufe

GER

9:27:55

32:57

5:17:12

3:32:00

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Zwei Athleten kommen ums Leben

Noch während ein Großteil der Agegrouper auf der Strecke unterwegs ist, teilte der Veranstalter mit, dass zwei Teilnehmer an diesem Tag ums Leben gekommen sind. "Mit großer Trauer bestätigen wir den Tod von zwei Rennteilnehmern bei der Ironman African Championship. Beide Athleten benötigten während des Schwimmteils des Sonntagsrennens medizinische Hilfe und wurden in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert, wo sie behandelt wurden. Unser Beileid gilt der Familie und den Freunden beider Athleten, die wir weiterhin unterstützen werden. Wir arbeiten mit den lokalen Behörden zusammen, um alle Details zu sammeln und werden weiterhin alles tun, um unseren Athleten eine sichere Umgebung zu bieten", heißt es in einem ersten Statement auf Facebook.