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EquipmentPremiere in der Praxis: RaceRanger soll erstmalig im Wettkampf getestet werden

Premiere in der Praxis: RaceRanger soll erstmalig im Wettkampf getestet werden

Das Tool „RaceRanger“ wurde entwickelt, um Drafting-Vergehen in Wettkämpfen zu erkennen. Beim Tauranga Half Triathlon soll es erstmals auf die Probe gestellt werden.

Bereits Ende 2021 wurde das System „RaceRanger“ erstmals angekündigt. Nun soll das Tool zur Erkennung von Drafting „in freier Wildbahn“ getestet werden, und zwar beim Tauranga Half Triathlon am kommenden Samstag. Der Testort Neuseeland ist auch die Geburtsstätte von RaceRanger. Das Produkt wurde von den ehemaligen Profis James Elvery und Dylan McNeice in Zusammenarbeit mit dem Weltverband World Triathlon entwickelt. Es besteht aus zwei Sensoren, die an der Sattelstütze und an der Gabel befestigt werden und die Abstände der Athleten während des Fahrens messen. Der hinten fahrende Athlet wird über drei farbige Lichter am Sensor über den Abstand informiert. Das System soll somit Verstöße gegen das Windschattenverbot erkennen und per App an die Kampfrichter übermitteln, die schließlich die Situation bewerten und über eine Strafe entscheiden.

„Neue Technologien für höhere Fairness“

„World Triathlon ist eine der fortschrittlichsten und innovativsten Sportorganisationen der Welt, und wir haben diesen Ansatz bereits mehrfach unter Beweis gestellt“, wird Marisol Casado, Präsidentin von World Triathlon, in einer Pressemitteilung zitiert. Nach mehr als einem Jahr der Zusammenarbeit sei es nun an der Zeit, RaceRanger zum ersten Mal im Wettkampf zu testen. „Wir bei World Triathlon sind immer bestrebt, die Erfahrungen der Athleten zu verbessern und neue Technologien bereitzustellen, die die Fairness der Wettkämpfe für alle Athleten erhöhen, hauptsächlich für diejenigen, die auf längeren Distanzen antreten.“

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Auch Gründer James Elvery sieht der Zukunft des Gadgets freudig entgegen. „Wir sind seit Langem der festen Überzeugung, dass RaceRanger unseren Sport grundlegend zum Besseren verändern wird, indem er die Transparenz der Drafting-Regeln verbessert und subjektive Vermutungen von Athleten und Offiziellen ausschließt“, so der Neuseeländer. Der erste Praxiseinsatz sei „einer dieser technologischen Fortschritte, die für die Benutzer sofort Sinn ergeben, und es ist schwer vorstellbar, zum ‚alten Weg‘ zurückzukehren.“

Früher Praxiseinsatz für die Weiterentwicklung

Das Produkt sei zwar noch nicht hundertprozentig ausgefeilt, doch es solle so früh wie möglich von Sportlern getestet werden, um die Entwicklung voranzutreiben.

Der Test soll schließlich so aussehen, dass die Geräte vor dem Rennen an den Rädern der 24 teilnehmenden Profis angebracht werden. Sowohl die Kampfrichter des neuseeländischen Triathlonverbands als auch die Athleten sollen den Praxiseinsatz anschließend bewerten. In den neuseeländischen Sommermonaten sind weitere Tests geplant. Nach der Auswertung sollen die Geräte auch bei größeren internationalen Wettkämpfen zum Einsatz kommen.

Bereits vor den ersten Praxistests wurde RaceRanger in der Kategorie „Outstanding Tech Product“ für die Global Triathlon Awards nominiert, die am kommenden Freitag, 20. Januar, in Nizza verliehen werden.

Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und freut sich auf die erste Langdistanz.
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12 Kommentare

  1. Bei den Profis ist das Windschattenfahren ja eher weniger das Problem, dafür im AK Bereich umso mehr. Und da helfen nur kleinere Starterfelder.

  2. Bei den Profis sind ja eher die Überholvorgänge und die nicht eindeutigen Regeln das Probleme, Stichwort überholen in Dritter Reihe usw…
    Glaube eher nicht, dass das System das lösen kann.

  3. Das ist wie mit den Radarfallen.. Die Technik existiert um Autos auf eine Geschwindigkeit zu drosseln… Will aber der Staat nicht.. Hier das gleiche… Mit GPS und/oder Sensor kann man das doch sogar ohne Kampfrichter alles total Digital halten… Aber lieber eine Fehler Quelle (Kampfrichter) einbauen….

  4. Gegen „Willkür“? Alle Teilnehmenden bekommen einen unterennbaren Chip. so kann eine Maschine alle Bewegungsdaten auswerten und nachträglich ein Ergebnis ermitteln………….

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