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Sieben Jahre Gefängnis für Triathlontrainer
Weitere Haftstrafen im Fall Choi Suk-hyeon

Im Prozess bezüglich des Selbstmordes der südkoreanischen Athletin Choi Suk-hyeon hat das zuständige Gericht in der Stadt Daegu weitere Strafen ausgesprochen. Unter anderem muss ihr Trainer für sieben Jahre ins Gefängnis.


Nachdem in der vergangenen Woche bereits Ahn Joo-hyeon, der ehemalige Physiotherapeut von Choi Suk-hyeon, zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt worden war und außerdem eine Geldstrafe in Höhe von rund 10 Millionen Won (knapp 7.500 Euro) sowie ein siebenjähriges Arbeitsverbot mit Kindern und Jugendlichen erhielt, hat das Bezirksgericht in Daegu am vergangenen Wochenende nun weitere Urteile gefällt. Der südkoreanische Triathlontrainer Kim Gyu-bong muss wegen Missbrauchs für sieben Jahre ins Gefängnis. Die körperlichen und verbalen Misshandlungen hätten Choi dazu veranlasst, “mit 22 Jahren eine fatale Entscheidung zu treffen”, so das Urteil des Gerichts in Daegu. Außerdem wurden Jang Yun-jung, Teamkapitän von Choi, und ihr Teamkollege Kim Do-hwan zu einer Haftstrafe von vier Jahren beziehungsweise einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt. “Die Angeklagten haben ihre Macht missbraucht und Choi über lange Zeit verbal und körperlich angegriffen”, hieß es weiter im Urteil, laut der Nachrichtenagentur “Yonhap”.

Kein Einzelfall im südkoreanischen Sportsystem

Die Triathletin Choi Suk-hyeon hatte sich im Juni des vergangenen Jahres das Leben genommen, nachdem die zuständigen Verbände mehrfache Missbrauchsvorwürfe der 22-Jährigen ignoriert hatten. Choi wurde als großes Talent im Triathlon in ihrer Heimat gesehen. 2015 schaffte sie es bei den Asienspielen der Juniorinnen auf Platz drei. Dass der Fall von Choi Suk-hyeon kein Einzelfall im südkoreanischen Sport ist, zeigen weitere Prozesse der vergangenen Monate. Zuletzt wurde der Shorttrack-Nationaltrainer wegen Missbrauchs zu zehn Jahren Haft verurteilt.

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