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WM-Titel und Olympia-Quali: Die wichtigsten Fakten zum WTCS-Finale in Pontevedra

Am kommenden Wochenende geht im spanischen Pontevedra das Finale der World Triathlon Championship Series (WTCS) über die Bühne. Die wichtigsten Infos zum Rennen im Überblick.

Frank Wechsel / spomedis Laura Lindemann (Mitte) hat ihr Ticket für die Olympischen Spiele bereits sicher, Annika Koch (links) könnte am Sonntag in Pontevedra nachziehen.

Zeitplan und Übertragung

Das Grand Final in Pontevedra findet an zwei Tagen statt. Am Samstag beginnt das Event um 9 Uhr mit den Para-Wettbewerben. Aus deutscher Sicht schielen insbesondere der zweimalige Paralympics-Sieger Martin Schulz sowie Max Gelhaar auf eine Medaille. Für Deutschland am Start sind außerdem die WM-Dritte des Vorjahres Elke van Engelen sowie Neele Ludwig und Anja Renner. Letztgenannte gewann Mitte August das Weltcup-Rennen in Paris.

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Am Samstag um 14:20 Uhr startet die U23-WM der Männer über die olympische Distanz. Für die DTU gehen Simon Henseleit, Henry Graf und Jonas Osterholt an den Start.

Den Abschluss des ersten Event-Tages bildet das WTCS-Rennen der Männer, ebenfalls über die olympische Distanz. Der Startschuss fällt um 17:20 Uhr, die deutschen Starter sind Jonas Schomburg, Lasse Lührs, Lasse Nygaard Priester, Tim Hellwig und Valentin Wernz.

Am Sonntag beginnt der Wettkampftag um 14 Uhr mit der U23-WM der Frauen. Neben Finja Schierl haben insbesondere Selina Klamt und Tanja Neubert eine Medaille im Blick.

Um 16:45 Uhr wird schließlich die neue Weltmeisterin gesucht. Wie werden sich Annika Koch, Laura Lindemann, Lena Meißner, Lisa Tertsch, Marlene Gomez-Göggel und Nina Eim schlagen?

Alle Rennen werden kostenpflichtig live übertragen. Hier geht es zu den Streams.

Chancen und Ziele der Deutschen

Insgesamt schickt die Deutsche Triathlon Union elf Athletinnen und Athleten ins Grand Final der WTCS. Das Rennen in Pontevedra ist nach dem Olympia-Testevent in Paris Mitte August die zweite Chance, sich für Deutschland für die Olympischen Spiele 2024 zu qualifizieren. Nina Eim, Laura Lindemann und Tim Hellwig konnten sich ihr Ticket bereits sichern – für sie geht es also „nur“ um Punkte (insbesondere für das Olympia-Ranking), Platzierungen und Preisgeld. Die bereits Qualifizierten müssen ihre Startplätze absichern, indem sie kurz vor den Olympischen Spielen, Ende Mai 2024, in den Top 30 des sogenannten Individual Olympic Qualification Rankings (IOQR) positioniert sind. Für Lindemann (aktuell auf Platz sechs) und Eim (aktuell Rang 15) ist die derzeitige Situation äußerst komfortabel, Hellwig muss als 43. Noch wenige Punkte gutmachen.

Bei Frauen und Männern kann die DTU jeweils drei Personen nach Paris schicken. Für die Frauen ist nun also noch maximal ein weiterer Platz zu vergeben, für die Männer zwei Plätze. In Pontevedra könnten sich Annika Koch, Lisa Tertsch, Lena Meißner und Marlene Gomez-Göggel direkt für die Spiele qualifizieren. Dafür wäre eine Platzierung unter den besten acht Athletinnen notwendig. Falls dies keiner Athletin gelingt, würde auch ein zwölfter Platz im Gesamtranking der WTCS 2023 ausreichen. Die besten Chancen darauf hätte Lisa Tertsch, die sich als derzeit 13. mit einem guten Ergebnis in Pontevedra noch um einen Platz nach oben klettern müsste.

Bei den Männern gilt dasselbe Prinzip. Die Starter Lasse Lührs, Lasse Nygaard Priester, Jonas Schomburg und Valentin Wernz benötigen ein Top-8-Ergebnis für die direkte Qualifikation. Der Schnellste würde sich dann das Ticket sichern, auch wenn Tim Hellwig davor platziert wäre. Eine Platzierung in den Top 12 des Gesamtrankings wäre hier ebenfalls ausreichend, dies ist allerdings bei allen Athleten unwahrscheinlich. Der beste Athlet ohne Olympia-Qualifikation ist aktuell Jonas Schomburg auf Rang 20.

Wie sieht es bei anderen Nationen aus?

Auch für andere Teams geht es natürlich darum, (weitere) Athletinnen und Athleten nach Paris zu schicken. Die Kriterien dafür sind jedoch verschieden. Die USA beispielsweise wollen ebenfalls je drei Plätze für Männer und Frauen vergeben. Beim Testevent war bereits Taylor Knibb und Morgan Pearson die Qualifikation gelungen. In Pontevedra wird nun der oder die Schnellste unter den Top 3, sofern noch nicht qualifiziert, ein weiteres Ticket für Paris lösen. Die nächste Möglichkeit zur automatischen Qualifikation soll es schließlich bei einem WTCS-Rennen im Frühjahr 2024 geben.

Strecke und Favoriten

Das Grand Final wird bei Frauen und Männern über die olympische Distanz ausgetragen, die Strecke verspricht maximale Geschwindigkeit. Die 1.500 Meter der ersten Disziplin bestehen aus zwei Runden, die 40 Radkilometer werden in acht Runden absolviert. Nach vier Laufrunden mit insgesamt zehn Kilometern stehen schließlich Siegerin und Sieger fest. Wer das Rennen gewinnt, ist jedoch nicht automatisch Weltmeisterin oder Weltmeister. Der Titel wird nach Punkten vergeben, die in der World Triathlon Championship Series während der Saison gesammelt wurden.

Bei den Männern sind der Brite Alex Yee, Hayden Wilde (NZL), Vasco Vilaça aus Portugal sowie der Titelverteidiger Léo Bergère (FRA) und sein Landsmann Dorian Coninx die Topfavoriten. Spannend wird das Abschneiden des Norwegers Kristian Blummenfelt, der sich im Jahr 2021 kurz nach dem Olympiasieg in Tokio auch den Weltmeistertitel im kanadischen Edmonton sichern konnte. Mit Jonathan Brownlee (GBR) geht ein weiterer ehemaliger Weltmeister an den Start. Bei den Frauen fällt die Entscheidung vermutlich zwischen der Französin Cassandre Beaugrand, der Britin Beth Potter, Emma Lombardi (FRA) und Taylor Spivey (USA). Unter den Starterinnen sind zudem die US-Amerikanerinnen Katie Zaferes und Gwen Jorgensen als frühere Weltmeisterinnen. Olympiasiegerin Flora Duffy von den Bermudas und die Britin Georgia Taylor-Brown fallen verletzt aus.

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Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

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