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Anne Haug nach dem Ironman 70.3 Lanzarote: „Endlich fühlt sich Laufen nicht mehr wie Sterben an“

IRONMAN LANZAROTE / Club La Santa – James Mitchell

Am vergangenen Samstag feierte Anne Haug ihren dritten Sieg beim Ironman 70.3 Lanzarote. Kein Rennen gewann die 40-Jährige so häufig wie jenes auf der Kanareninsel, auf der sie sich auch im Winter traditionell auf die anstehende Saison vorbereitet. Wie ihr Rennen verlaufen ist und woran sie in Zukunft noch arbeiten will, beantwortet sie im Interview.

Anne, es ist dein mittlerweile dritter Sieg beim Ironman 70.3 Lanzarote. Was bedeutet es dir, in deiner „zweiten Heimat“ erneut gewonnen zu haben?

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Ein Sieg ist immer etwas ganz Besonderes und nie selbstverständlich. Man muss über den Winter seine Arbeit machen. Der Sport wird immer hochklassiger, die Leistungsdichte immer höher. Über den Sieg in meiner „zweiten Heimat“ freue ich mich sehr, natürlich auch weil mein Sponsor Club La Santa der Hauptsponsor des Rennens ist.

Vom Ergebnis her ist der Saisonauftakt für dich geglückt. Ist im Rennen alles nach Plan verlaufen?

Das Rennen war von Anfang bis Ende so, als hätte ich es gemalt. Ich hatte mir vorgenommen, vorn mitzuschwimmen und ich war gleich von den ersten Metern an den Führenden dran. Es hat sich da schon echt entspannt angefühlt und ich musste zu keiner Zeit groß kämpfen. Das hat mir auch von Anfang an Sicherheit gegeben, weil ich wusste, meine stärksten Disziplinen kommen erst noch.

Hat dir die Radstrecke mit den vielen Höhenmetern taktisch in die Karten gespielt?

Die Radstrecke war echt brutal. Aufgrund der Steigung und den Höhenmetern musste ich auf den ersten 20 Kilometern echt kämpfen. Bei den richtig steilen Stücken, wo das Kraft-Gewicht-Verhältnis eher eine Rolle gespielt hat, habe ich aber schon gemerkt, dass da etwas geht. Da die letzten 20 Kilometer nur bergab gingen, musste ich hoch nach Timanfaya meine Chance nutzen und wegfahren. Wenn ich bei India Lee geblieben wäre, hätte mir in der Bergab-Passage wohl auch ein bisschen die Schubkraft gefehlt (lacht).

Dein Halbmarathon war nur etwas über eine Minute langsamer als die schnellste Laufzeit des Tages overall. Hast du im Laufen über den Winter noch einmal ein neues Level erreicht?

Ich glaube, ich konnte das erste Mal seit Langem meine Laufleistung wieder abrufen. Nach meiner Coronainfektion hatte ich bei nahezu allen Wettkämpfen auf der Laufstrecke echte Probleme und war immer nah am Hungerast. An der Lösung des Problems haben mein Trainer Dan Lorang und ich dann intensiv gearbeitet. Dass ich jetzt eine deutliche Verbesserung sehe, freut mich natürlich sehr. Endlich fühlt sich Laufen nicht mehr wie Sterben an. Auch dass ich so knapp hinter dem schnellsten Mann war, zeigt, dass wir im Training viel richtig gemacht haben. Am Samstag kam dann einfach alles zusammen.

Hättest du dir ein engeres Rennen gewünscht, eventuell im Zweikampf mit Emma Pallant-Browne, die ihren Start krankheitsbedingt absagen musste?

Natürlich wünscht man sich immer, dass die Besten am Start sind, dann weiß man auch, wie gut man selbst ist. Es ist auch ein anderes Rennen, wenn man vorn ohne Druck sein Rennen machen kann oder gepusht wird und taktische Entscheidungen treffen muss. Ich kann leider nur die Leute racen, die im Rennen sind. Ich hatte mich schon auf das Duell gefreut, denn Emma und ich haben die gleichen Stärken, deswegen wäre es cool gewesen, sich gegenseitig zu pushen. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, beim Schwimmen an ihren Füßen zu bleiben, denn sie ist da noch ein Stückchen besser und beim Laufen wäre dann im direkten Duell eventuell auch noch die ein oder andere Sekunde drin gewesen.

Worauf liegt in den nächsten Wochen vor den PTO European Open dein Trainingsfokus?

Ich werde jetzt erstmal nach Hause kommen und das Rennen mit meinem Trainer Revue passieren lassen. Dann schauen wir gemeinsam, woran wir noch arbeiten müssen. Nichtsdestotrotz möchte ich natürlich schneller schwimmen, Rad fahren und laufen (lacht).

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Jan Luca Grüneberg
Jan Luca Grüneberg
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wird zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.
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32 Kommentare

  1. Liebe Triathleten und Triathlonfreunde,

    ob ihr nun entgegen aller Erkenntnisse die Schädlichkeit der Impfung leugnet oder ignoriert, dass zu Corona z.B. beim HamburgIronman Ungeimpfte durch ein Startverbot diskrimiert wurden, ob ihr es nicht mehr wahr haben wollt, dass Anne Haug Impfpropaganda betrieben hat oder , dass ihr selber langfristig geschädigt seid spielt doch hier keine Rolle! Top Leistung von Anne Haug!!!

    • Als Fachkraft in der Pflege, die fast täglich in der Coronazeit, die aktuellen Meldungen des PEI, RKI, WHO, Peer Review Reports gelesen habe, möchte ich mich immer weiter fortbildung. Wo finde ich denn einen wissenschaftlichen Fachartikel zur Gefährlichkeit der Corona Impfung?

  2. Gibt es denn keine Kommentarspalte mehr, bei dem nicht das Thema Impfung angesprochen werden muss? Dachte es gibt jetzt neue Hobbys wie Klimakleber beleidigen oder Putin verstehen? Jeder hat eure Argumente 1000mal gehört, wir haben verstanden!

    Ein Bespiel an Frau Haug nehmen, abliefern nicht labern!

  3. Deshalb bekommt jeder richtige Profisportler Medien-Schulungen: „Endlich fühlt sich Laufen nicht mehr wie Sterben an …“ Krieg in Europa und so einen Satz raushauen, das geht nicht. Ist klar, wie sie es meint, aber sympathischer macht es sie nicht. Und das Tri-Mag macht daraus auch noch die Headline …

    • Vor dem Krieg ist in Europa niemand gestorben? Natürlich fühlt sich immer jemand „getroffen“ (das hätte ich jetzt nicht schreiben dürfen ;-)), ob nun die Oma gestorben ist, der Bruder oder die Menschen in der Ukraine. Müssen diese Wörter deshalb aus dem Sprachgebrauch verschwinden? Ich hoffe nicht.

      • „Fühlt sich wie Sterben an“ ist schon immer eine sehr geschmacklose Formulierung gewesen. Dein Wortspiel hingegen ist gut eingebunden 😉 vor allem, weil nicht jeder Treffer tödlich ist. Man muss ja nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, aber Anne Haug wird wirklich nicht souveräner in ihren Interviews leider.

  4. Alter …🤦‍♂️
    Anne haut ein geiles Ding raus, ein netter deutscher und ein super netter spanischer Profi waren letztes Wochenende auf Lanzarote bei mir mit im Hotel und ein Niedersachse gewinnt bei den Männern …💪. Und dann diskutieren hier angebliche Impfopfer, Klimaleugner und Putinversteher. Haben sie euch bei PI-News oder Welt-Online rausgeworfen??? Leute geht trainieren und/aber geht uns nicht auf den Sack; sorry …🤷‍♂️

  5. #ichhabemitgemacht
    Auf dieser Seite kann man den Hass und die Hetze noch einmal nachlesen.
    Alle Verschwörungstheorien zu Corona sind wahr geworden und es gibt tatsächlich Menschen die das beständig ignorieren, ihr gehört eben zur trägen Masse die sich immer wieder manipulieren lassen und nicht selbst reflektieren können, dass sie einen Fehler gemacht haben.
    Anne Haug liefert seit Jahren überragende sportliche Leistungen ab, auch jetzt wieder auf Lanzarote, aber sie ist damit auch ein Vorbild für viele junge Sportler, wer dieses jedoch missbraucht, um für eine experimentelle Gentherapie (genannt Impfung) zu werben, der hat in der Krise versagt und jeden jungen Menschen, den sie damit erreicht hat, ist einer Zuviel.

    • Kurzer Faktencheck: In Deutschland haben nach aktuellsten Zahlen rund 6.500 der rund 65.000.000 gegen das Coronavirus geimpften Menschen Anträge auf Anerkennung eines Impfschadens gestellt, das sind 0,01 Prozent. Die meisten Anträge kamen aus Bayern, wo mehr als 80 Prozent abgelehnt wurden (Einsprüche gegen die Ablehnungsbescheide und erste gerichtliche Klagen werden die Quoten sicher noch verändern). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Impfung bewegt sich nach wissenschaftlichen Quellen hierzulande im zweistelligen Bereich, vor allem durch Hirnvenenthrombosen – das Risiko, dieses Schicksal zu erleiden, ist allerdings nach einer Infektion deutlich höher als nach einer Impfung. Ja, es gibt also diese Fälle – kein Medikament ohne Nebenwirkung. Wenn man die Zahlen allerdings mit den dokumentierten schweren Komplikationen einer Infektion vergleicht, überwiegt der Impfnutzen auch in der Retrospektive deutlich gegenüber den Impfschäden. Und nein: RNA-Impfstoffe sind keine Form der Gentherapie.

      Was das alles allerdings mit einem überlegenen Sieg von Anne Haug auf Lanzarote zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

      • Vielen Dank lieber Frank Wechsel!
        Ich bin mal wieder auf Eurer Seite und schaue in die Kommentare hier…brutal, und die sind alle angeblich erwachse und aufgeklärt.
        Herzliche Grüße aus dem Maximalversorgungs-Klinikum, wo es sehr wohl noch reichlich CoV gibt.
        Und ich bin heilfroh über meine drei Impfungen.

    • Und noch etwas: Vielleicht solltest du dir selbst erst einmal klar darüber werden, wer du eigentlich bist und wenn ja, wie viele. Verschiedene Postings ein und derselben Person unter verschiedenen Namen haben einen ganz üblen Beigeschmack. Nein, du/ihr seid nicht in der Mehrheit. Traurig!

  6. Normalerweise halte ich mich aus solchen Diskussionen raus, aber wenn verschwubbelte und falsche Sachen über mich behauptet werden, melde ich mich doch mal kurz zu Wort. Ich bin im Frühjahr 2021 an Corona erkrankt, bevor ich die Möglichkeit einer Impfung hatte, die ich danach dankend angenommen habe. Aufgrund meiner Erkrankung habe ich einen Corona induzierten Diabetes bekommen. Ende der Durchsage und hoffentlich auch jeglicher spekulativer Behauptungen.

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