Mittwoch, 29. Mai 2024

Frodeno-Frust wegen Teilung der Ironman-WM: „Ich finde es schade, dass man mit der Tradition bricht“

Frank Wechsel / spomedis Jan Frodeno hätte sich 2023 gern mit einem vierten Sieg auf Hawaii aus dem Profisport verabschiedet.

Nachdem er in diesem Jahr verletzungsbedingt auf einen Start bei der Ironman-WM auf Hawaii verzichten musste, hat Jan Frodeno das Ende seiner Karriere für 2023 angekündigt. Er wollte noch einmal in Kailua-Kona an den Start gehen und den Sehnsuchtsort vieler Triathleten im besten Fall mit einem vierten Weltmeistertitel verlassen. Daraus wird nun nichts, nachdem Ironman bestätigt hat, dass das WM-Rennen der Männer im kommenden Jahr an einem Ort außerhalb der Pazifikinsel ausgetragen wird. Einige bereits qualifizierte Profis hatten gegenüber tri-mag.de bereits ihre Gedanken zu den jüngsten Entwicklungen geteilt, Frodeno hielt sich bislang zurück.

„Der Mythos wird nach und nach zerpflückt“

Jetzt äußert er sich doch und macht deutlich, was er von der Entscheidung hält: „Hawaii nach Geschlechtern zu trennen, finde ich schwierig, um es mal gelinde zu formulieren. Ich finde es einfach schade, wenn man mit dieser Tradition bricht, zumal dieser Sport von genau dieser Tradition lebt.“ Triathlon sei die einzige Sportart, die ihre Weltmeisterschaft immer am gleichen Ort veranstaltet habe. Dadurch sei der „Mythos Hawaii“ aufgebaut worden, dieser würde jetzt nach und nach zerpflückt – aus logistischen Gründen. Ironman stellt mehr Qualifikationsplätze zur Verfügung und kündigte bereits vor der Austragung in diesem Jahr an, auch in Zukunft zwei Renntage etablieren zu wollen. Rund 5.000 Athletinnen und Athleten sollen so an der Weltmeisterschaft teilnehmen können.

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Weltmeisterschaft statt Volkssport

Jan Frodeno sieht diese Entwicklung problematisch: „Ich frage mich, warum man eine Weltmeisterschaft rein von der Leistung überhaupt allen öffnen muss. Es muss ja auch irgendwie etwas Besonderes sein und soll kein Volkssportfest sein. Es soll das Zelebrieren der Fittesten der Sportart sein“, sagt der 41-Jährige. Es sei schade, dass die Hürde durch steigende Teilnehmerzahlen finanziell gesetzt, die Hürde der sportlichen Leistung jedoch gleichzeitig verringert werde. „Das finde ich sehr alarmierend und sehr schade für die Sportart. Der Gier einzig und allein nachzugehen, finde ich einen schlechten Treiber für Wachstum, selbst für das Unternehmen, weil das mit dem Mythos stark verbunden ist. Was vom Mythos dann noch übrigbleibt, ist damit ja auch teilweise schon beantwortet.“

Kritik an Ironman

Dass Frodeno selbst noch ein letztes Mal auf Hawaii bei der Weltmeisterschaft startet, scheint derzeit ausgeschlossen. Männer und Frauen sollen sich hinsichtlich des Austragungsortes jährlich abwechseln, sodass Frodeno seine Laufbahn als Triathlonprofi noch bis 2024 fortführen müsste. Er übt deutliche Kritik am Veranstalter. „Meine Planung ist jetzt erst mal komplett über den Haufen geworfen. Es stehen ja weder der Ort noch der Zeitpunkt für die Männer fest. Das finde ich, ehrlich gesagt, relativ peinlich, dass man im professionellen Sport so planlos dahintreibt.“ Die Frauen hätten eine riesige Plattform mehr als verdient, das habe er in diesem Jahr bereits positiv wahrgenommen. „Aber eine Weltmeisterschaft anzusagen und für die anderen abzusagen, ist ein absolutes Chaos und man muss sich fragen, was die da eigentlich machen.“

Seine persönliche Gefühlslage beschreibt er wie folgt: „Ich bin eine Mischung aus „auf 180“, traurig und niedergeschmettert, ähnlich, wie es bei den Corona-Absagen war. Man muss sich emotional lossagen, was schwierig ist, weil ich mich in die Saison ja schon voll reingesteigert habe. Mit diesen Gedanken, dieser Motivation oder Nicht-Motivation habe ich ganz schön zu kämpfen.“

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53 Kommentare

  1. Totale Geldhäscherei ist das, neben der Tradition. ..es gibt sicherlich auch Paare die sich gemeinsam qualifiziert haben, wo jeder auch vom Support des anderen profitiert und diesen nun zwei unterschiedliche Austragungsorte aufzubauen…
    Es ist halt für Ironman mehr als Sportsgeist und Tradition, es ist ein Wirtschaftsuntetnehmen, was Gewinne einfahren muss.

  2. Sehr klare, deutliche und wahre Worte.
    Ich kann die Worte von Frodo zu 100% unterstreichen. Der Mythos wird langsam zerpflückt. Ich habe es selbst leider noch nicht geschafft mich zu qualifizieren. Und warum nicht, weil ich die sportlichen Leistung nicht gebracht habe. Mittlerweile zählt (fast) nur noch der Commerz. Und das ist schade für unseren Sport, wenn sich Nachrrücker qualifizieren, die jenseits der ersten 50 sind. Was ist denn das für eine Weltmeisterschaft? Man kann sich ja auch kaum noch sicher sein was IronMan als nächstes für Kapriolen schlägt.
    Die Weltmeisterschaft gehört nach Hawaii.
    Warum nicht ein Tagesevent mit Männern und Frauen wie vor einigen Jahren noch…ach nein, das wären ja zu wenig Einnahmen für IronMan

  3. Ist halt eine ähnliche Entwicklung wie in meiner früheren leidenschaftlich betriebenen Sportart Fussball: Geld regiert den Sport. Und: Alles motzt, aber die Abos bei Netflix, Dazn etc. laufen gut, die Stadien sind voll, die WM fluppt (aus internationaler Sicht), FIFA macht wieder Milliarden Gewinne und die Einschaltquoten sind hoch! Und solange wir alle – auf jeden Fall sehr viele von uns – bei IM Wettbewerben starten, damit die Kassen füllen und es weltweit bestimmt die Tausende gibt, die sich für die WM qualifizieren wollen und es auch bezahlen können bzw. wollen, wird es so weiter laufen. Hannes hat es ja in einem Podcast mal gut auf den Punkt gebracht (wie so oft): Es werden sich immer weltweit 5000 finden!

    Es ist halt Business! Und kein romantischer Film….

  4. Andreas hat vollkommen Recht! Was bleibt? Realismus. Geschlechter getrennt. Welch ein Zeichen in der heutigen Zeit…das ist wie die Fußball WM in einem Land ohne Fußball Affinität. Der andere Wettkampf kann überall ausgetragen werden. Am besten dort wo die höchsten Margen zu erwarten sind.

  5. Der Konzern IRONMAN ist seit vielen Jahren schon nur noch ein Kapitalunternehmen mit hoher Gewinnmaximierung, ein peinlicher Versuch war der 70.3 in Dresden, dies war eigentlich der Beginn des Abstieges, über ein Jahr Vorbereitung und keine Radstrecke genehmigt bekommen, und so wird sich das fortsetzen, schade aber Profit im Sport sollte nur bei den Rasenkaspern bleiben.

    • Das würde ich tatsächlich etwas anders sehen. So lange es weiterhin, auch wenn es nur alle 2 Jahre ist, ein Rennen auf Hawaii gibt, wird es aus meiner Sicht perspektivisch eher einfacher sich zu qualifizieren.

      Begründung: Kona bzw. das Rennen hat nur Platz für eine gewisse Anzahl an Startern. 2 Rennen, wie in diesem Jahr, sind von der lokalen Bevölkerung nicht gewollt. Würde man wie früher nur ein Rennen veranstaltet, würden sich die Startplätze auf Männer und Frauen aufteilen. Mit einem reinen Männer-/Frauenrennen stehen theoretisch alle verfügbaren Plätze für ein Geschlecht zur Verfügung. Unter der Annahme, dass die Vorbereitung für eine Quali sowieso mehrere Jahre dauert, ist es auch sehr gut planbar und machbar eben auf das Jahr zu trainieren, wo das entsprechende Rennen (Männer oder Frauen) im Kalender steht.

      Was das mit dem Wesen des Rennens macht, dass wirklich nur die fittesten und allerschnellsten vor Ort sind und sich messen, steht natürlich auf einem anderen Blatt…

  6. Hatte sich ja eigentlich schon angedeutet, doch hätte Ich es nicht geglaubt. Dann halt weniger Quali Plätze, leider ist der Zug schon abgefahren. Ironman wird einfach den Traum vieler hart arbeitenden Athleten und die Wiege des Sportes für einen Teil der Athleten jedes Jahr wegschmeißen.
    Für die qualifizierten Athleten, eine Katastrophe!!! Der Sport frisst seine Kinder… und zeigt seine hässliche kommerzielle Fratze. Die Maske ist abgenommen..

  7. Die Marke „Ironman“ hat hoffentlich bald ausgedient. Der Konzern treibt es einfach zu weit. Wenn bei einer WM 2500 Menschen (Männer und Frauen) an EINEM Tag antreten, dann sollte das doch ein ausreichend grosses Starterfeld sein. Vielleicht kann die PTO, die Challenge Serie oder ein neues Unternehmen etwas Neues schaffen und für die Zukunft einem Nimbus aufbauen, der dem Hawaiimythos nahekommt bzw Hawaii irgendwann überhaupt mal vergessen lässt. Man bräuchte natürlich eine tolle Location, vielleicht ohnehin auf Hawaii, aber auf einer anderen Insel (z.B. Maui) oder beispielsweise in Rio (Zuckerhut, Copacabana!). Es gibt hoffentlich Alternativen zu Ironman.

  8. IM hat sich ja mittlerweile auch die UTMB Serie, sowie den UTMB, das Ziel eines Trainläufers einverleibt. Und was ist passiert, Starterfeld vergrößert, Zugangsvoraussetzungen vereinfacht. Und nun muss Hawaii dran glauben. Es geht nur ums Geld nicht um den Sport, das ist mehr als traurig. Vielleicht gibt es eine Aktion der Profis und Altersklassenathleten die IM umstimmt. Ich hoffe es sehr für den Sport und die Sportler

  9. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die „local community“ nicht jedes Jahr zumindest ein Profimännerfeld gerne am Start hätte. Vielleicht ist zwischen IM und der Gemeinde Kona als Ausrichtungsort bzw den mitbeteiligten Kommunen doch mehr vorgefallen als IM uns wissen lässt. Könnte mir vorstellen, dass IM ev sogar ein „Antrittsgeld“ von den Gemeinden verlangt, damit sie ihre Veranstaltung dort abhalten. St. George war da ja schon ein Präzedenzfall, unter dem Motto Ironman MUSS nicht immer in Kona die WM abhalten. Jetzt treiben sie es wahrscheinlich zu weit: Auch die amerikanischen Altersklasseathleten wollen nicht „IHRE“ WM in den unrunden Jahren ausserhalb Konas absolvieren. Da fehlt Ironman dann ein riesiges Starterfeld aus Übersee, das auch nicht durch europäische Starter, die sich vielleicht für eine Teilnahme „weichklopfen“ lassen (kürzere Reisewege, Kostenersparnis) kompensiert werden kann. Ich denke, hier geht für IM der Schuss eindeutig nach hinten los.

  10. Hier hilft einzig Boykott !
    Wie lässt sich die Triathlon-Community dazu zu bewegen, Geschlossenheit(!) ist hier das Zauberwort, die kommenden zwei Jahre vollständig auf eine Slotannahme bei den Quali-Rennen zu verzichten ?
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das IM eine WM für jeweils 50 Profi-Frauen und Profi-Männer ausrichtet, ausrichten kann. IM müsste ja wirklich alles(!) aus eigener Tasche bezahlen :-))
    Lass das die mal 2-3 Jahre machen…
    Versteht IM das dann immer noch nicht, starten wir eben nur noch bei PTO- und Challenge-Rennen. Punkt

    PS: Mein Treiber ist hier klar: wirklich nur die besten Triathlet:innen sollten nach Hawaii – und da genügen 2500 Starter:innen

    Also nochmal meine Frage, wie lässt sich das organisieren? Bin davon überzeugt, man kann IM in die Knie zwingen

    • Nachtrag:
      Tipp, direkt an Andrew Messick IRONMAN gerichtet:
      Einfach mal für 2023 und 2024 die Hawaii-Slot-Vergabe für Altersklassenathleten/-Athletinnen aussetzen (da müssen die AKs jetzt mal auf die Zähne beißen – wollt Ihr die WM ausschließlich mit den Besten auf Hawaii?), damit den Pandemiebedingten Aufstau von Qualifizierten bis 2024 (WM 2023 und 2024) bei der WM AUF HAWAII abbauen, und für die WM 2025 wieder mit 2500 Starter:innen die normale Slotvergabe starten.
      Es wäre so einfach…………..

      @Andrew Messick – zeige der Triathlonwelt, dass Du nicht Geldgeil bist und auch bei Dir Triathlon an Erster Stelle steht. Ansonsten wissen wir, was Sache ist. Und ich werde weltweit nichts mehr Gutes über Dich und IRONMAN sagen können

      • @Klaus: A.M. ist CEO eines Unternehmens. Er ist damit nicht der Romantik verpflichtet, sondern in erster Linie den Eigentümern des Unternehmens. Es ist Business und nicht Idealismus. Damit ist er kein schlechter Mensch an sich sondern tut das was tausende andere CEOs da draußen auch tun. UND: Er entwickelt Produkte wie eben die Langdistanz (bzw. entwickelt sie weiter) und bringt sie in den Markt, auch ein normaler Vorgang. Nun obliegt es halt dem Markt und damit UNS und JEDEM/JEDER hier, diese Produkte zu akzeptieren oder eben nicht. Das nennt man Marktgeschehen. Ironman ist keine NGO oder Stiftung o.ä. So wie Zuckerberg’s Imperium auch knallhartes Business ist und keine Caritas, die Menschen zusammenbringt. Auch dort konnte man ja erleben wie viele Menschen über ihn und sein Geschäftsgebaren motzten und sich aufregten, aber dann eben doch bei Facebook etc. ihre Fotos etc. hochluden. Nun bekommt er halt Druck vom Markt und versucht irgendwie zu reagieren während TikTok boomt. Soll heißen – und ich habe es in einem anderen Kommentar auch so beschrieben- : Frust verständlich, weil eben der ein oder andere Traum zu platzen droht (wobei ja alle 2 Jahre immer noch die Chance besteht, ihn zu verwirklichen). Aber ansonsten gilt halt: Dann „kaufe“ halt ein anderes Produkt, denn das ist die einzige Sprache die auch ein CEO versteht. Wenn der Absatzmarkt einbricht, MUSS er sich Gedanken machen. Er kalkuliert halt, dass seine „Droge Ironman“ so erfolgreich ist, dass sie auch modifiziert weiterhin Erfolg haben wird, und evtl. sogar mehr (siehe Zielgruppe Frauen). Also überprüfe sich jede(r), ob er/sie sein Kalkül aufgehen lassen will. Aber beachte: D ist nicht der Nabel der Welt! So wie wir im Fussball auch „gemotzt“ haben und Infantino für geldgeil etc. halten, so freuen sich jede Menge andere Nationen, dass die nächste WM 48! Teilnehmer hat statt nun 32. Das war und ist ja auch Hannes‘ gutes Argument gewesen: Es gibt (sehr wahrscheinlich) immer die „5000“ die das alles mitmachen. Wir hier können ein Zeichen setzen und die TN-Zahlen bei IM Veranstaltungen (zumindest in D) einbrechen lassen und andere Marken stärken. Hat jede/r von uns in der Hand! Und dann schauen wir halt, wie die internationale Reaktion ist. Meine Prognose: Er wird weiterhin erfolgreich sein, auch wenn ich es mir anders wünsche.

  11. Warum geht man nicht einfach zum „Vor-Corona-Modus“ zurück ? Das war doch offensichtlich die bewährte Variante, die, unter der sich alle wohlgefühlt haben, die, unter der der IM Hawaii zur Legende wurde.
    Wozu müssen doppelt soviele Teilnehmer starten? Das hat doch mit WELTMeisterschaft nichts mehr zu tun. 5000 Athleten? Was soll das? Irgend etwas stimmt mit dem Qualimodus nicht. 500+ Athleten in einer Altersklasse möglich? Wie bitte? … Also ich nenne das Massensport und nicht Weltmeisterschaft.
    Und spätestens jetzt wird doch eines überdeutlich: es geht offensichtlich nicht mehr um den Sport, um dessen Ideale … sondern, wenn ich mir die Kosten- und Teilnehmer-Aufblähung ansehe, nur noch um die Kohle. Und das dieses Theater die Eingeborenen in Kona nicht mehr mittragen, ist nur allzu verständlich.
    Was mich angeht: … bei dieser Art der Vereinnahmung des Sports durch Geschäftemacher vergeht´s mir. Pfui Teufel ! … und hey – sollte ich wirklich nochmal nach Hawaii wollen – da verabrede ich mich doch lieber mit ein paar Kumpels, buche im März (zu erträglichen Preisen) eine Reise nach Kona und mache es wie Haller, Orlovsky und Dunbar 1978. Sch..ß auf den ganzen Kommerz.

    • Jan Frodeno sollte auf keinen Fall in Nizza starten – und, habe gerade eine Hammeridee :-))
      Es wird schwer, alle AKs dazu zu bewegen, die kommenden zwei Jahre keine Hawaii-Slots anzunehmen. Es gibt hier zu viele, die Triathlon nicht wegen Triathlon machen…

      Aber – es müssen sich doch nur alle Profi-Frauen und Profi-Männer einig sein, und die kommenden zwei Jahre geschlossen sagen, wir starten NICHT bei der WM, sondern z.B. in Roth bei der Challenge – und da wären wir nur noch bei 100 Triathlet:innen welche sich einig sein müssen. Klingt doch machbar, oder?

      Erstens will ich mal sehen, wie ein Andrew Messick und IRONMAN eine WM OHNE EINEN EINZIGEN PROFI durchführt, die Werbemaßnahmen würden einbrechen, und die WM muss aufgrund der qualifizierten AKs trotzdem durchgeführt werden, und der zweite Stich für Messick und Co wäre, alle PROS starten beim Konkurrenten, der Challenge… wie Geil wäre das denn?

      Ich mache mich schon mal auf den Weg nach Roth

      Aufruf an ALLE PROS: bitte vereinigt Euch

  12. Der Bauer sagt: Nicht die Kuh schlachten, die du melken willst.

    Der profitgeile BWL-Consultant: Dein USP ist dein Kapital und sorgt für dauerhaften Stakeholder- Value – always protect it.

    Hawaii war doch das einzige was andere Veranstalter nicht hatten – und die Garantie, dass die Konkurrenz auch niemals ein vergleichbares Produkt bekommen wird.
    Wie kann man als Firma so blöd sein ohne Not sein Alleinstellungsmerkmal zu zerstören?

    • @Marius: Macht er doch gar nicht, er passt das Produkt seiner Strategie an…Hawaii halt alle 2 Jahre und je Geschlecht immer noch jedes Jahr! Der CEO ist überzeugt von seiner Strategie….der Markt wird darüber „richten“, wie halt im richtigen Leben. In 5 Jahren sind wir schlauer, ob die Kuh gestorben ist. Ich bezweifle das, denn nicht alle Nationen sind halt so „Moralapostel“ wie wir, siehe auch Katar WM.

      Sicherlich werden die PTO und die Challenge Org. sich das alles genau anschauen, und überlegen ob sie diese Situation für sich nutzen können, auch wie halt im wahren wirtschaftlichen Leben. Lassen wir uns überraschen, ob die Challenge Group z.B. Roth zum neuen WM Place deklariert und dann über die Jahre dazu ausbaut. Vorausgesetzt die Familie W. macht da mit. Oder die PTO nun etwas neues, super emotionales und kreatives im Bereich Langdistanzen hinstellt. Etwas was dann in 10 Jahren der BRAND geworden ist. Ich bin gespannt.

  13. Hawaii gehört ja nicht der Firma IM. Eine WM, die auch eine WM ist und nicht die WM der Firma IM wäre geil.
    Wenn man sich eben bei allen vermessenen Anbietern qualifizieren könnte.
    IM hat sich in den letzten Jahren an so vielen Enden und Ecken selbst zerlegt…
    Wie wäre es also mit: „You are an Island Man!“ oder „You are an Island Woman!“
    Für mich die schönste aller Möglichkeiten und wie Frodo sagt, eben für die Spitze!

  14. “Ich frage mich, warum man eine Weltmeisterschaft rein von der Leistung überhaupt allen öffnen muss. Es muss ja auch irgendwie etwas Besonderes sein und soll kein Volkssportfest sein. Es soll das Zelebrieren der Fittesten der Sportart sein.”

    Jan bringt es auf den Punkt. Besser kann man es nicht sagen.
    Warum muss man auch noch als 50. Nachrücker in der AK eines schwach besetzten Qualirennens einen Hawaii-Slot bekommen? Der Reiz von Hawaii war ja gerade, dass man sich dafür eben (sportlich) qualifizieren musste und nicht mit schlauer Taktik irgendwie erkaufen konnte.

    Warum kann man es nicht auf ca. 1500 Slots – Pro/AK, Frauen und Männer an einem Tag – begrenzen wie in den früühen 90s. Selbst wenn es für einige bedeutet, dass sie dann eben nicht dort starten können. Vielleicht auch nie. Dafür ist es eben die WM.

    Schaut Euch einfach mal diese Zusammenfassung vom IMH 1992 an.
    Das sind die Bilder und Worte, die wahrscheinlich für viele von uns die Motivationsquelle für unseren Sport waren und sind, die dieses Kribbeln auslösen, auch wenn man vielleicht selbst die Quali nie geschafft hat. Die Laufräder und die Rennkleidung mögen größer geworden sein, aber die magischen Strecken und Orte sind eben über die vielen Jahre (fast) gleich geblieben. Und das macht wohl den Mythos „Ironman“ aus, der für mich immer mit Hawaii Oahu und Big Island verbunden bleiben wird.
    https://www.youtube.com/watch?v=DZH-zr8XFS0

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Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

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