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Interview vor der Challenge Gran Canaria
Patrick Lange – “Jan ist auf der Mitteldistanz aktuell derjenige, an dem wir uns alle messen müssen”

Die Favoritenrolle schiebt Patrick Lange ganz klar seinem Kontrahenten Jan Frodeno zu. Mit welcher Motivation er auf Gran Canaria an den Start geht, welche Streckenabschnitte ihm Vorteile verschaffen könnten und wie es in den nächsten Wochen in seinem Rennkalender weitergeht, verrät der Ironman-Weltmeister von 2017 und 2018 im Interview.

Patrick Lange, nach rund sieben Monaten stehst du am Samstag nun wieder an der Startlinie eines Wettkampfs. Wie groß ist die Vorfreude auf das Rennen nach der verhältnismäßig langen Phase ohne Rennen?

Vorfreude mischt sich mit einer leichten Prise Anspannung. Nach so einer langen Zeit ist es sehr schwer einzuschätzen, wo man steht. Das Training lief zuletzt sehr gut und für mich ist der Wettkampf hier eine Standortbestimmung auf dem Weg zum ersten Ironman der Saison.

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Neben dem ohnehin bereits sehr gut besetzten Starterfeld ist nun auch noch Jan Frodeno bei dem Wettkampf mit dabei. Setzt das zusätzliche Motivation bei dir frei? 

Auf alle Fälle. Das ohnehin schon elitäre Feld wird durch seinen Start zusätzlich aufgewertet und gibt dem Rennen als geplante Standortbestimmung einen größeren Wert, da er auf der Mitteldistanz aktuell derjenige ist, an dem wir uns alle messen müssen.

Welche Chancen rechnest du dir beim Kampf um den ersten Platz gegen Frodeno aus, der ja bereits in Miami bewiesen hat, dass er in extrem guter Frühform ist? 

Es geht mir hier in erster Linie darum, zu schauen, wo ich stehe. Je weiter vorne ich am Ende lande, desto besser. Aber in erster Linie bin ich erst einmal froh, dass wieder ein Rennen halbwegs normal stattfinden kann. Jan ist der Favorit und ich werde mein Bestes geben um das Rennen so lange wie möglich spannend zu halten.

Siehst du einige Vorteile auf deiner Seite aufgrund der anspruchsvollen Strecke, die leichten Athleten wie dir liegt und weil du den Kurs bereits von 2018 sowie durch die vergangenen Tage sehr gut kennst?

Ein abwechslungsreicher Kurs wartet auf uns. Mittlerweile kenne ich die Strecke ganz gut und denke, dass es ein guter Mix aus Drückerabschnitten und kurzen harten Spitzen ist. Vor allem beim Laufen sollte mir der Kurs mit seinen vielen Wendepunkten und Kurven eher in die Karten spielen. Alles in allem ist es ein sehr ehrlicher Kurs, der den ganzen Triathleten fordert.

Wie verlief allgemein der Start ins neue Jahr? Wie ist es um deine Form im Frühjahr bestellt? Konntest du ohne Verletzungsprobleme gute Grundsteine für den Sommer und den Herbst legen?

Bislang lief alles nach Plan. Mein Ziel war es, mit einem neuen athletischen Level für eine stabilere Position auf dem Rad zu sorgen. Das ist uns sehr gut gelungen. Natürlich ist die Umsetzung im Wettkampf immer ein anderes Thema. Deswegen bin ich gespannt was am Samstag passiert. Auch die Form in den einzelnen Disziplinen stimmt. Es kann losgehen!

Du hast einen Ironman zu Beginn angesprochen. Wie soll es nach Gran Canaria weitergehen? Folgt noch eine Langdistanz im Sommer, auch wenn die großen Höhepunkt-Rennen in Frankfurt und Roth verschoben wurden?

Ich finde es sehr schade, dass die Wettbewerbe nun ein weiteres Mal verschoben werden mussten. Angesichts der nach wie vor angespannten Lage ist dies aber nachvollziehbare Entscheidung. Vor allem für die Agegroup-Sportler erfordert dies ein weiteres Mal starkes Durchhaltevermögen. Die Qualifikation für den hoffentlich stattfindenden Ironman Hawaii habe ich in der Tasche. Trotzdem möchte ich vor der WM aber noch einen Ironman absolvieren. Mein Plan sieht daher vor, dass ich beim Ironman in Tulsa Ende Mai an den Start gehen werde. 

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