Montag, 24. Juni 2024

Neuer Laufradsatz: Symbiotisches System mit Syncros Capital SL und Schwalbe Pro One Aero

Bei ihrer Zusammenarbeit wollen Syncros und Schwalbe das große Ganze im Blick haben – eine möglichst effiziente und leistungsstarke Reifen-Felgen-Kombination für eine bessere Aerodynamik, Beschleunigung und ein besseres Handling.

Laufradhersteller Syncros und Reifenproduzent Schwalbe befahren gemeinsame Wege. Mit dem Capital SL präsentiert Syncros einen neuen Laufradsatz, der im Zusammenspiel mit dem neuen Schwalbe Pro One Aero für mehr Performance sorgen soll. Dieses symbiotische System aus Laufrad und Reifen soll für eine bessere Aerodynamik, Beschleunigung und ein besseres Handling sorgen.

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Im Fokus steht ein ganzes System

Die Versprechungen klingen verlockend: Das einteilige Carbon-Design des Capital SL sorge für ein leichteres, stärkeres und reaktionsfreudigeres Fahrgefühl, das den Athleten sowohl auf der Straße als auch auf Schotter schneller mache. Mit dieser einteiligen Konstruktion sei der Gesamtwiderstand um rund sieben Prozent gesunken. Da bei der Entwicklung des Capital SL das Laufrad als System einschließlich des Reifens und seines Rollwiderstands betrachtet wurde, habe man mit einem größeren Reifenquerschnitt den besten Kompromiss zwischen geringem Widerstand und Rollwiderstand gefunden. Das Ergebnis sei, dass die Capital-SL-Räder schneller seien als Konkurrenzräder, die mit schmaleren Reifen ausgestattet sind. Obendrein sollen sie das beste Handling in allen Windsituationen bieten.

Geringere Rotationsträgheit

Mit einem Gewicht von 1170 Gramm und der Verlagerung des Gewichts von der Außenseite des Rades in die Nähe der Felge an der Innenseite biete der neue Laufradsatz von Syncros dazu hervorragende Bedingungen für Sprint oder Beschleunigung. Die geringere Rotationsträgheit bedeute eine geringere Leistungsabgabe für den Fahrer, wenn es darum geht, die Geschwindigkeit zu erhöhen. Capital-SL-Laufräder wiesen im Vergleich zu herkömmlichen Carbonlaufrädern eine um 20 Prozent geringere Rotationsträgheit auf.

Direkt mit Felge verbundene Carbonspeichen

Hinzu komme eine Steifigkeitsoptimierung. Die patentierte Monocoque-Wheel-System-Technologie und das Vorspannverfahren sorgten für beste Leistung und Fahrgefühl unter allen Bedingungen. Eine genau definierte Speichenspannung rufe ein lebendigeres und reaktionsfreudigeres Laufrad hervor – unabhängig davon, ob man den liebsten Gebirgspass hinunterfährt oder erklimmt. Zum Einsatz kommen direkt mit der Felge verbundene Carbonspeichen, die weniger als herkömmliche Stahlspeichen wiegen, aber 35 Prozent stärker seien. Die Speichen verlaufen von der Felge über den Flansch zur anderen Seite der Felge, während sie an der Kreuzung verwoben sind. Das optimiere laut Syncros die Torsionssteifigkeit und führe zu einem besseren und präziseren Handling des Fahrrads unter allen Fahrbedingungen. Durch das Design werde die Struktur der Felge verbessert, was zu einer stärkeren und leichteren Felge führe. Die Flanken gewährleisteten einen sanfteren Übergang vom Reifen zur Felge, was den Luftwiderstand verringere. Obendrein gebe es erhöhten Aufprallschutz und weniger Quetschungen, insbesondere bei der Verwendung auf Schotter. Die Innenbreite von 25 Millimetern sei für den besten Kompromiss zwischen Luftwiderstand und reduziertem Rollwiderstand bei breiteren Reifen optimiert.

Hersteller Die Aerodynamik wurde in Windkanaltests entwickelt und überprüft.

Carbon-Nabengehäuse entfällt

Im Vergleich zum Syncros Silverton SL habe der Hersteller ein neues Verfahren entwickelt, das die Entfernung des verwendeten Carbon-Nabengehäuses ermöglicht. Daraus würden sich zwei Vorteile ergeben: Weniger Teile führten zu einem geringeren Gewicht und der kleinere Nabendurchmesser sowie die kleineren Flansche verbesserten die Aero-Leistung.

Ein Laufradsatzsystem mit geringer Trägheit, geringem Luft- und Rollwiderstand, das gleichzeitig gutes Handling und Stabilität bietet – Syncros verspricht nicht weniger, als die Zukunft schon heute zu fahren.

Mehr Segelfläche durch breiten Aufbau

Syncros hat seinen neuen Laufradsatz aber nicht isoliert entwickelt. Es wurde als System einschließlich des Reifens und seines Rollwiderstands betrachtet. Messungen führten zu dem Ergebnis, dass eine breitere Reifen-Felgen-Kombination offensichtlich mehr Segelfläche als ein schmalerer Aufbau bietet. Der Impact sei vor allem mit Blick auf das Vorderrad als erstem Angriffspunkt des Windes bedeutsam. Aufgrund des Fahrradrahmens und der Bewegung der Beine sei der Hinterreifen weitgehend von Windturbulenzen isoliert. Angesichts dieser unterschiedlichen Verhaltensweisen sei es ein Ziel gewesen, gemeinsam mit Schwalbe einen spezifischen Vorder- und Hinterreifen zu entwickeln.

Maxime Rambaud Eingespieltes Team: Der Schwalbe Pro One Aero und das Laufrad Syncros Capital SL.

Erster Einsatz bei der Ironman-WM

Der neue Pro-One-Aero-Vorderreifen sei mit der aerodynamischsten Form moderner Felgen entwickelt worden, während der Pro-One Aero-Hinterreifen auf geringen Rollwiderstand und viel Haltbarkeit ausgelegt sei. Schwalbe spricht vom „Wettkampfreifen der nächsten Generation“, der 20 Prozent weniger Luftwiderstand bietet als der Pro One TT (gemessen bei 45 km/h und 28 Millimetern Reifenbreite). Für gleichzeitig hohe Pannensicherheit sorge Schwalbes RaceGuard-Material. Der Vorderreifen bringe ein Gewicht von 235 Gramm auf die Waage, der Hinterreifen 270 Gramm. Der Reifen ist Tubeless-fähig und für Hookless-Felgen geeignet. Der erste großflächige Einsatz des Pro One Aero solle bei der Ironman-WM in Nizza und auf Kona erfolgen.

Die Capital-SL-Laufradsätze gibt es in verschiedenen Ausführungen, vom Capital 1.0 für 1.599,80 Euro bis hin zum Topmodell Capital Aero SL für 4.199,80 Euro. Der Schwalbe Pro One Aero ist ab Anfang Oktober ausschließlich in 28-622 verfügbar. Sein Preis liegt bei 79,90 Euro.

Einen ausführlichen Test der Laufrad-Reifen-Kombination lest ihr in der kommenden September-Ausgabe triathlon 213 unserer Zeitschrift (ab 16. August 2023 im Handel).

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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