Die 9-Stunden-Schallmauer fällt

Dave Scott ist beim Ironman 1984 zum vierten Mal nicht zu schlagen – und wieder wird Scott Tinley Zweiter. Mit dem klaren Sieg beginnt eine neue Zeitrechnung in Kona. Bei den Frauen siegen Zwillinge.

Von > | 9. September 2018 | Aus: SZENE

Foto >Frank Wechsel / spomedis

8:54:20 Stunden – Dave Scott pulverisiert bei seinem vierten Sieg beim Ironman Hawaii den Streckenrekord, bleibt als Erster unter der 9-Stunden-Marke und dominiert das Feld dieser achten Auflage des Rennens deutlich: Scott Tinley ist erneut der Geschlagene und folgt mit 24 Minuten Rückstand durch den Zielbogen auf dem Alii Drive.

Starter aus Ostblock und Allgäu

Dass der Ironman inzwischen Teilnehmer aus aller Welt anzieht, beweist der Tscheche Vaclav Vitovec. Er ist der erste Teilnehmer aus dem Ostblock – und das ausgerechnet im Jahr der Olympischen Spiele von Los Angeles, denen einige Länder des Warschauer Pakts als Revanche für den Boykott der USA und ihrer Verbündeten 1980 in Moskau fernbleiben. Der 24-Jährige Allgäuer Hannes Blaschke nimmt zum ersten Mal am Ironman teil und finisht nach 10:12:12 Stunden auf Platz 14. Blaschke nimmt in der späteren Entwicklung der Popularität des Rennens in Europa eine zentrale Stellung ein, indem er als Reiseveranstalter viele Tausend Triathleten aus Europa nach Hawaii bringt.

Puntous-Zwillinge siegen

Bei den Frauen wiederholt Vorjahressiegerin Sylviana Puntous ihren Erfolg – ebenfalls mit Streckenrekord: Die Kanadierin ist in 10:25:13 Stunden 18 Minuten schneller als 1983. Zweite wird in diesem Jahr ihre Zwillingsschwester Patricia mit fünf Minuten Rückstand (bei ihrer Geburt war Sylviana zwei Minuten schneller als Patricia). Der Schwimmstreckenrekord der 23-jährigen Jennifer Hinshaw (50:31 Minuten) wird 13 Jahre bestehen bleiben.