Samstag, 13. Juli 2024

Die Finals: Lisa Tertsch erkämpft sich den Meistertitel

Bei Temperaturen knapp unter 30 Grad setzte sich Lisa Tertsch in einem bis auf den letzten Metern spannenden Wettkampf durch und sicherte sich ihren zweiten Meistertitel nach 2021. Selina Klamt und Marlene Gomez-Göggel folgten auf den Plätzen zwei und drei.

Petko Beier Lisa Tertsch krönt sich mit einem beherzten Rennen zur Deutschen Meisterin 2023.

Insgesamt 68 Frauen stellten sich dem Rennen um den nationalen Meistertitel über die Sprintdistanz von 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometer Laufen im Rahmen von „Die Finals“ in Düsseldorf. Im Vorfeld absagen musste die fünfmalige Titelträgerin Laura Lindemann, die sich eine Lebensmittelvergiftung eingefangen hatte.

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Hohes Tempo an der Spitze

Vom ersten Armzug im Wasser an drückte Lena Meißner mit der Startnummer 8 richtig aufs Tempo. Direkt an ihren Füßen konnte Olympiateilnehmerin Anabel Knoll folgen, das hohe Tempo sorgte jedoch für ein breit auseinander gezogenes Teilnehmerinnenfeld. Lisa Tertsch erwischte ebenfalls ein gutes Schwimmen und entstieg als Dritte dem Düsseldorfer Medienhafen. Lena Meißner, die als Erste das Ponton zu den 66 Stufen zur Wechselzone erreichte, hatte beim Ausstieg eine kurze Schrecksekunde wegzustecken, als sie auf dem Plastik ausrutschte, sich aber schnell wieder aufrichten konnte.

Team Buschhütten an der Spitze

Mit Lisa Tertsch, Lena Meißner und Annika Koch setzten sich drei Athletinnen des EJOT Team Buschhütten auf den ersten Metern der Radstrecke an die Spitze. Dahinter formierte sich auf den folgenden Kilometern eine Gruppe aus vier Athletinnen um Gomez-Göggel, Knoll sowie Tanja Neubert und der Schwedin Anne Holm, die für das Team Witten innerhalb der Triathlon-Bundesliga am Start war. Das Rennen um die Deutsche Meisterschaft war zeitgleich die dritte Station der Triathlon Bundesliga.

Die Arbeit innerhalb des Führungstrios funktionierte wie geschmiert, sodass von den anfangs neun Sekunden Vorsprung zum Abschluss der ersten Runde weitere vier Sekunden hinzukamen. Die Verfolgergruppe füllte sich indes um drei weitere Athletinnen mit Nina Eim, Selina Klamt und Caroline Pohle, die den Rückstand auf die Gruppe um Anabel Knoll egalisierte.

Zu Beginn der dritten Radrunde erfolgte der Zusammenschluss der Führungsgruppe und den Verfolgerinnen, die immer wieder von der stark fahrenden Nina Eim angetrieben wurden. Bis zum Wechsel auf die Laufstrecke konnte sich keine Athletin aus der zehnköpfigen Führungsgruppe absetzen, da das Tempo konstant hochgehalten wurde.

Geschlossener Wechsel, Eim steigt aus

Keine der Athletinnen büßte Zeit beim Wechsel ein. Anschließend mussten Caroline Pohle und Anne Holm auf den ersten Metern der abschließenden fünf Kilometer dem hohen Tempo an der Spitze Tribut zollen. Nina Eim, die mit Fußproblemen angereist war, stieg nach dem Radfahren aus dem Wettkampf aus, um den weiteren Saisonverlauf nicht zu gefährden. An der Spitze entwickelte sich ein Wettkampf auf Weltklasseniveau. Koch und Tertsch forcierten das Tempo, dem nur Neubert, Gomez-Göggel und Klamt folgen konnten. Lena Meißner musste ebenso wie Anabel Knoll etwas abreißen lassen, beide folgten zum Beginn der zweiten von drei Laufrunde mit einer kleinen Lücke.

Klamt, Gomez-Göggel und Tertsch drückten indes noch einmal mehr auf die Geschwindigkeit und konnten mit einer weiteren Tempoverschärfung einen Abstand zu Koch und Neubert herauslaufen. Anders als bei den Männern im Rennen am Tag zuvor entwickelte sich an der Spitze ein heißer Kampf um den Titel. Selina Klamt gestaltete das Rennen von der Spitze weg, immer an ihrer Schulter laufend Lisa Tertsch, die das Zepter auf den letzten Metern in die Hand nahm und den Schlussspurt anzog. Die letzte Tempoverschärfung sorgte für den Gewinn ihres zweiten Deutschen Meistertitels nach 2021 (56:10 Minuten). Mit drei Sekunden Rückstand überquerte Selina Klamt als Zweite (56:13 Minuten) die Ziellinie, Dritte wurde Marlene Gomez-Göggel (56:17 Minuten). Annika Koch, Tanja Neubert, Anabel Knoll und Lena Meißner folgten auf den Plätzen vier bis sieben.

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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