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Zusätzliche Slots für Frauen
Die Ironman-WM bleibt als Zwei-Tages-Event auf Hawaii

Auch im nächsten Jahr wird die Ironman-Weltmeisterschaft als Event über zwei Tage ausgetragen. Außerdem wird es bei bestimmten Events zusätzliche Qualifikationsslots für Frauen geben.

Frank Wechsel / spomedis

Während in Deutschland die Aufregung über die Absage des ursprünglichen Termins des Ironman 70.3 Dresden noch groß ist und es seitens des Veranstalters bislang kein Statement zu den Gründen sowie dem weiteren Vorgehen gibt, verkündet das Ironman-Hauptquartier große Neuigkeiten zur Weltmeisterschaft. Nachdem bereits in diesem Jahr die Aufteilung des WM-Startfeldes auf zwei Tage stattfinden wird (die Frauen starten gemeinsam mit einigen Agegroup-Männern am Donnerstag, den 6. Oktober, alle anderen Teilnehmer am Samstag, den 8. Oktober), gab Ironman nun das Prozedere für 2023 bekannt.

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Auch im nächsten Jahr wird die WM als Mega-Event über zwei Tage in Kailua-Kona ausgetragen, mit erstmalig komplett getrennten Rennen der Athletinnen und Athleten. Die angesetzten Termine dafür sind der 12. und 14. Oktober 2023. Die Frauen sollen ihren Wettkampf dabei am Donnerstag, alle Männer am Samstag absolvieren.

“Wir sind unseren Partnern auf Hawaii und in Kailua-Kona dankbar für ihre über 40-jährige Unterstützung dieser Veranstaltung, die die Welt in ihren Bann gezogen hat und sich zum Höhepunkt des Triathlonsports entwickelt hat”, wird Ironman-CEO Andrew Messick in einer Pressemitteilung zitiert. “Wir freuen uns auf eine unglaubliche zweitägige Veranstaltung im Jahr 2022 und die Möglichkeit, 2023 weiter voranzutreiben, wie ein zweitägiges Format mit einem fokussierten Renntag für Frauen und einem für Männer aussehen kann.”

Qualifikationsslots aufgestockt

Da zwei Renntage gleichzeitig eine höhere Kapazität an Startplätzen bedeutet, hat sich der Veranstalter dazu entschieden, zusätzliche Slots anzubieten – verteilt auf 47 Qualifikationsrennen. So werden bei einigen Events, etwa dem Ironman Frankfurt, 100 Kona-Tickets verteilt.

Zudem wird es bei insgesamt 17 Rennen bis zu 100 zusätzliche Slots nur für Frauen geben. Dazu gehören unter anderem der Ironman Hamburg, der Ironman France , der Ironman Kalmar und der Ironman Kopenhagen. Gut 1.200 Athletinnen werden sich somit zusätzlich zu den ohnehin bestehenden Slots qualifizieren können. Anders als in diesem Jahr können damit die Teilnehmerzahlen der Frauen und Männer auf ein gleiches Level gebracht werden.

Hier findet ihr alle Rennen im Überblick.

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31 Kommentare
  1. Kay

    Bleibt nur die Quali möglichst früh zu lösen um die Unterkunft auf Kona bezahlen zu können. Finde das ist die denkbar schlechteste Lösung für die Athleten und Zuschauer. Hauptsache viel Geld und wenig Aufwand für IM.

    1. Dr. Marco Wiedenhofer

      Ich fürchte, dass selbst eine frühe Quali Dir niedrigere Übernachtungspreise auf Big Island sichert. Im Gegensatz zu diesem Jahr wissen die Vermieter ja nun bereits im Vorfeld, dass die Nachfrage viel höher sein wird. Folglich werden Sie die Preise bereits von Anfang an hochsetzen. Ist halt wie beim Hausbauen: Immer gut, wenn man Geld auf die Probleme werfen kann.

  2. Thomas Fuchs

    Bekommt man vom Ironman-Konzern Zuschüsse für die dann überteuerten Unterkünfte? Hawaii zukünftig nur noch für die Superreichen. Echt schade. Der Mythos Hawaii schafft sich ab. Zukünftig starten dort nicht mehr die besten Agegrouper. Die PTO und Challenge-Family werden zukünftig den Big-Player Ironman ablösen. Liebes Trimag-Team, bitte darüber auch mal konstruktiv und kritisch berichten

    1. Marco Wiedenhofer

      Wo fängt denn superreich an? Wenn man ehrlich ist, ist Ironman eh primär für gut verdienende Leute, oder? Ansonsten würde sich doch keiner für 400 Kröten bei einem Wettkampf anmelden. Da gibt es ja auch noch andere Alternativen. Klar, günstiger ist immer besser. Ob mich AIDA-Cruises sponsort wenn ich in ein fast ausgebuchtes Schiff will, glaube ich auch nicht. Ironman ist halt ein Holding einer Private Equity Bude. Klar ist die Kommunikation grottig, ist es aber in der Politik und im Fernsehen auch.

    2. Jakob

      Ich finde auch das zu wenig kritisch berichtet wird. Oftmals findet man nur eine Auflistung von Fakten, die ich auch aus den Pressemitteilungen entnehmen kann.

  3. Maike

    Schade auch, dass es dabei bleibt, dass die Frauen an dem sicherlich weniger populären Tag, dem Donnerstag, starten und die Herren die Prime Time am Samstag dauerhaft bekommen.

    1. Pid

      Nennt sich Marktwirtschaft.

  4. Uwe

    Ich werde mir erstmal ein paar Folgen “Magnum” (und eine bestimmte Folge) ansehen. Das reicht mir erstmal für Hawaii 🙂

  5. Timo Niß

    Sehr Schade… hatte gehofft, dass es eine einmalige Sache ist bzw. vielleicht der Vorschlag von Hannes HawaiiTours aufgegriffen wird und die beiden Veranstaltungen einige Wochen auseinander liegen. Mal schauen wie beiden zu erwartenden Preisen dann zukünftig die Slotvergaben in Sachen RollDown aussehen.

  6. Meike

    Ich schätze, es wird ein einsames Rennen für die Frauen werden. Auch unter dem Faktor der Akklimatisierung ist ein Donnerstag als Renntag reisetechnisch möglicherweise unglücklich…
    So schade!

    1. Tim

      Ich finde es blöd wenn Frauen ihr eigenes Rennen haben, Männer und Frauen sollen zusammen starten. Ist schon blöd bei der EM, dass in Frankfurt nur noch die Männer EM ist. Finde ich persönlich unattraktiv für die Veranstaltung. Sehe das aus Zuschauersicht. Naja es geht wohl darum mehr Leute auf die Insel zu bekommen, also mehr Profit für alle. IM halt.

      1. Chub

        Finde es als reines Männerrennen besser.

        1. Sarah

          Reines Männerrennen ist doch völliger Blödsinn, passt nicht zum Triathlon und nicht in unsere Zeit. Rückschrittig Frauen von Männern zu trennen. IM hat sich für mich erledigt.

          1. J.Büttner

            Was ist daran rückschrittig ? Nur weils nicht ins überholte Emanzen Weltbild passt? Gut so, die Rennen zu trennen, das ist die Zukunf

    2. Peter Franke

      Das mit dem Donnerstag verstehe ich auch nicht, warum nicht Sonntags, ansonsten macht es in meinen Augen schon Sinn, dass in zwei Rennen zu teilen so ist gewährleistet das, die insbesondere Profifrauen, nicht am Hinterrad der Männern lutschen. Ich empfinde aber die Austockung der Felder tatsächlich als reine Profitgier, gleiche Anzahl an Athleinnen und Athleten wie 2019 und man hätte auch eine Entzerrung des Feldes auf der Radstrecke.
      Zudem jedes Jahr einen wechsel des Starttags, 2023 Frauen Samstags und Männer Sonntags, 2024 umgekehrt.
      Die Idee mit unterschiedlichen Wochen halte ich für logistisch sehr aufwendig.

  7. Manfred Greiner

    Wenn die Gier Einzug erhält geht meistens was kaputt….

  8. Bernd

    Bei WTS Rennen usw. Starten Frauen und Männer auch getrennt…

  9. Tilo

    man kann es keinem rechtmachen 🙂

  10. Paul

    Oder wie Leander bei den Kommentaren zu IM70.3 Dresden sagt: “Alles Einzelschicksale” Also, seid cool und jammert nicht rum.

    1. Kristina

      Ob die Frauen und Männer zusammen oder getrennt starten ist mir eigentlich egal. Aber es ist nicht fair, dass die Frauen an dem deutlich unattraktiveren Donnerstag starten. Ich denke mal in Europa werden sich an einem Donnerstag die wenigsten die Nacht um die Ohren schlagen um das zu gucken und auch in allen anderen Teilen der Welt müssen die Leute an einem Donnerstag arbeiten = weniger Zuschauer vor Ort und vor dem Livestream/ Ferseher. Somit geht es für die Frauen irgedwann auch um Sponsoren und Einnahmen. Auch die Damen verdienen ihren Lebensunterhalt damit, so wird es für sie nicht einfacher und für den Nachwuchs nicht attraktiver. Definitiv eine Benachteiligung…

      1. Sven

        Kristina du hast vollkommen recht bei deinen Ausführungen. Ich muss auch ganz ehrlich sagen, selbst wenn ich die Zeit hätte, auf zwei Übertragungen von einer Langdistanz innerhalb von ein paar Tagen hätte ich null Bock, ich glaube auch nicht das die Frauen im Fernsehen die gleichen Sendezeiten bekämen wie die Männer.
        Ich finde die ganze Idee von IM etwas schräg und meiner Meinung geht es nur darum noch mehr Startplätze zu realisieren. Ich finde sogar man sollte weniger starten lassen, wirklich nur die Top der jweiligen Altersklasse. Sonst wird das doch als WM auch unglaubwürdig. Zumal sich manche ein Rennen aussuchen. Es geht halt wie immer ums Geld, nur hier zu Lasten der Frauen. Auch Männer und Frauen zusammen in einem Rennen finde ich cooler und macht mir mehr Spaß beim zugucken. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Eines ist sicher, zwei Rennen schaue ich mir definitiv nicht an. Somit ja die Frauen sind schon dadurch benachteiligt. Ein reines Männerrennen langweilt mich auch auf einer Langdistanz. Somit wäre dann einschlafen garantiert. IM wird sich mal wieder was dabei gedacht haben….

  11. Stefan

    Ich würde mein Wissen über Profifrauen und Profimänner im Triathlon als gleichwertig einschätzen. Das würde ich der Tatsche zuschreiben, dass Männer und Frauen bisher immer in den selben Rennen an den Start gegangen sind. Außerdem fand/ finde ich die Rennen an denen alle am Start sind wesentlich kurzweiliger anzusehen. Doppele Rennaction! Finde es sehr schade, dass es nun so, auch für die Zukunft, entschieden wurde.

    Außerdem sollten bei eine Weltmeisterschaft meiner Meinung nach die besten starten. Kann man bei den RollDown in Frankfurt und Hamburg noch von einer Qualifikation sprechen? Und bei Hawaii wirklich noch von einer Weltmeisterschaft?
    Bin mal gespannt wie sich die Zeiten und die DNF’s bei den Agegroupern 2022 und 2023 im Vergleich zu den Vorjahren entwickeln. Vielleicht mach da Tri-Mag dann mal einen Bericht darüber. (Achtung Zaunpfahl)

    Hoffe auf PTO und Challenge. Vielleicht entwickeln die in den nächsten Jahren wieder eine wirkliche Weltmeisterschaft.

  12. Andreas

    These: Hätte IM das Rennen auf Hawaii nicht, wären sie ganz schnell weg aus dem Business. “Turbo-Kapitalismus” wie im Fussball…..schade für den Triathlon Sport.

  13. Saulheim78

    Ich hatte 2018 nur sehr knapp Hawaii verpasst – und wollte eigentlich dieses Jahr versuchen meinen Traum auf eine WM-Teilnahme zu realisiere. Unter diesen Umständen habe ich gar keine Lust mehr auf Hawaii! Nicht nur dass es total überteuert ist (was ja vorher schon grenzwertig war) – weil einfach die Flug- und Unterkunftkapazitäten zu niedrig sind – nein, besonders weil ES JETZT, GERADE FÜR FRAUEN NICHTS BESONDERES MEHR IST SICH ZU QUALIFIZIEREN! Es ist auch unfair nur die Slots der Frauen zu erhöhen – nur um den Donnerstag auf Hawaii auch noch voll zu bekommen. Damit ist auch der Sinn einer WM verloren – wenn doch fast jeder mitmachen kann! Was soll das überhaupt mit den zwei Tagen? Der Wettkampf lebt doch von dem “Zusammen”. Nicht nur, dass Amateure zusammen mit den Profis starten, sondern auch Männlein und Weiblein!
    Die Kuh Ironman wird nur noch gemolken!!! Das kann nicht lange gut gehen! Ich hatte leider durch Corona meinen Startplatz auf nächstes Jahr verschoben, weswegen ich nochmal teilnehmen muss. Das wird jetzt meine sechste Langdistanz, aber auch mit Sicherheit meine letzte! Der Mythos Hawaii ist nichts mehr wert! Die Aufteilung der EM auf Frankfurt und Hamburg macht für mich die Teilnahme in Frankfurt auch weniger interessant.
    Ironman, du arbeitest an deinem Untergang! Maximaler Profit macht alles kaputt!

  14. Chris

    Da zeigt es sich wie die Gleichberechtigung bei IM gemeint und gelebt wird. Ein Armtuszeugniss IM.

    1. Peter

      Sehe ich genauso. IM, das war mal avantgardistisch, aufregend, cool. Jetzt assoziiert man damit vor allem kommerziellen Druck und Fokus auf wirtschaftliches Wachstum. Da ist etwas aus der Balance geraten. Spätestens wenn nicht nur special-interest-Magazine, sondern z.B. auch die FAZ diese Entwicklungen in der breiten Öffentlichkeit kritisch thematisieren (Kommunikation, Corona-Kulanz, Startgeldentwicklung, Doppel-Hawaii…), ist das ein Warnsignal. So sieht selbst verschuldeter Imageschaden aus. Kann langfristig für niemanden gut sein, nicht für Sponsoren, nicht für Veranstalter, und erst recht nicht für die Kooperationsbereitschaft der Behörden. Das ist das Ärgerliche: IM steht -leider, muß man sagen- für einen Großteil des Triathlonsports, und was bei IM schief läuft, fällt auf den Sport als Ganzes zurück. Würde mir dazu mehr kritische Würdigung seitens TriMag wünschen, die in der Vergangenheit sehr viel Verständnis und Nachsicht gegenüber IM gezeigt haben. Bitte AthletInnen wieder mehr in den Mittelpunkt stellen und berechtigte Kritik nicht “abmoderieren”, sonst ändert sich nichts! Danke.

      1. Büttner

        Hör lieber auf zu gendern bevor du von ,,aufregend” oder ,,cool” sprichst.

        1. Peter

          Nö, warum sollte ich? Sachliche Beiträge sind immer willkommen 😉

  15. Michael

    Ich finde das Konzept Women for Tri grundsätzlich gut, es sollten mehr Frauen an den Rennen teilnehmen.
    Was mich an diesem Thema bzw. dieser Umsetzung von IM aber eigentlich am meisten stört, ist, dass die zusätzliche Verteilung der Slots nicht der Verteilung Männer / Frauen bei den Rennen entspricht. Ja, es gibt dadurch auch zusätzliche Slots für die Männer, aber nicht im gleichen Maß wie für die Frauen. Teilweise muss man als Frau in manchen AK künftig nur ins Ziel kommen und man hat die Hawaii Quali geschafft.
    Auch wenn ich mich für jeden freue, der es geschafft hat, ich werde als Mann in den sehr stark vertretenen AK 40-44, (früher) 45-49 (aktuell) und bald auch 50-54 in absehbarer Zeit wohl wegen Beruf und Familie keine Quali schaffen können. Meine Hoffnung ist also weiterhin, dass ich lange lebe, den Sport auch im hohen Alter noch ausüben kann und dann bei einem Rennen in der AK sagen wir mal 80-84 die Quali schaffe – sofern es das Rennen dann so überhaupt noch gibt. Wie oben schon einer geschrieben hat, schafft sich der Mythos gerade selbst ab…
    Und meiner Meinung nach sollten die Rennen von Männern und Frauen gemeinsam (also am gleichen Datum) stattfinden.

  16. Bianca Thönnes

    Hi. Ich finde es nicht gut gibt es soviel Mehr slots für Frauen. Da erstens garnicht soviel Frauen in einem Rennen starten Wie Männer und zweitens wäre es mir peinlich mit irgendwie 2stunden rückstand Auf die erste in meiner AK zu einer WM zu fahren. Z.b wurde ich letztes Jahr in Frankfurt 3te mit 1 stunde Rückstand und es gab 2 slots , wenn es jetzt Dann zb 5 slots gibt finde ich ist das jenachdem wieviel Frauen in der AK starten zu viel.

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