Donnerstag, 13. Juni 2024

Tungesvik und Mairhofer sichern sich WM-Titel

Die Wintertriathlon-Weltmeisterschaften in Andorra wurden zum Debütantenball. Mit dem Norweger Hans Christian Tungesvik und der Italienerin Sandra Mairhofer feierten zwei Athleten ihren ersten Sieg bei den internationalen Titelkämpfen. Mannschaftsweltmeister in der Mixed-Staffel wurde Norwegen.

Pesavento läuft Polster heraus

Die Athleten mussten nach einem Crosslauf auf das Mountainbike wechseln und anschließend Skilanglauf absolvieren. Bereits beim Laufen mischte Tungesvik vorn mit, kam über die 6,2 Kilometer lange Strecke nach 22:46 Minuten als Fünfter in die Wechselzone. Ganz vorn hatte sich der Italiener Franco Pesavento mit 21:53 Minuten ein kleines Polster erlaufen, das er allerdings auf dem Mountainbike einbüste (26:37 Minuten).

- Anzeige -

Anspruchsvolle Radstrecke

Die Radstrecke mit ihren schnellen Abfahrten und Eispassagen auf 11,3 Kilometern wirbelte das Klassement durcheinander. Der Tscheche Marek Rauchfuss legte in 25:20 Minuten den schnellsten Radsplit hin. Tungesvik lieferte in 26:23 Minuten die zwölftschnellste Radzeit. Der achtmalige Weltmeister Pavel Andreev, der nach dem Laufen (23:16 Minuten) noch auf Rang 16 gelegen hatte, machte einiges an Boden gut und und übernahm bereits nach einer von vier Runden auf Skiern (insgesamt 12,8 Kilometer) die Gesamtführung.

Kraft, Ausdauer, Technik – Tungesvik triumphiert

In der letzten Disziplin aber demonstrierte Tungesvik Kraft, Ausdauer und technisches Können. Nach der ersten Runde lag der Norweger auf Rang zwei, zog zwei Runden vor Schluss an Andreev vorbei und sicherte sich den WM-Titel in 1:16:37 Stunden vor dem Russen Andreev (1:17:46 Stunden) und dem Italiener Giuseppe Lamastra (1:17:50 Stunden). Als einziger Deutscher in dem 31 Starter großen Teilnehmerfeld war Sebastian Neef vertreten, der am Ende auf Platz zehn einlief (1:19:55 Stunden).

Mairhofer setzt Ausrufezeichen

Bei den Frauen setzte Sandra Mairhofer bereits beim Laufen ein Ausrufezeichen und distanzierte die Konkurrenz um Anna Medvedeva in 25:54 Minuten um rund 30 Sekunden. Auf dem Mountainbike allerdings wurde sie von mehreren Athletinnen eingeholt und es entstand eine große Führungsgruppe rund um Mairhofer, die in 31:26 Minuten immerhin den viertbesten Radsplit ablieferte.

Sieg trotz Zeitstrafe

Auf dem Skikurs bot Medvedeva, die auf dem Mountainbike in 35:18 Minuten dem Feld hinterherfuhr, eine starke Leistung und machte Platz um Platz gut. Auch Romana Slavinec, die sich in der ersten Disziplin (26:57 Minuten) und auf dem Rad (32:33 Minuten) im Mittelfeld einordnete, spielte ihre Stärken aus. Mit der besten Skizeit von 29:45 Minuten lief die Russin Medvedeva mit insgesamt 1:33:49 Stunden auf Rang drei vor. Die Österreicherin Slavinec schaffte es mit dem zweiteschnellsten Skisplit (30:56 Minuten) in 1:33:23 Stunden auf Rang zwei. Vorn aber war Mairhofer trotz einer Langlaufzeit von 32:24 Minuten und einer 15-Sekunden-Zeitstrafe für das nicht in der Box verstaute Equipment nicht mehr einzuholen und sicherte sich ihren ersten WM-Titel nach 1:32:35 Stunden. Die ursprünglich als Dritte über die Ziellinie gelaufene Norwegerin Elizabeth Sveum wurde disqualifiziert, da sie es versäumt hatte, eine Zeitstrafe abzusitzen.

Tungesvik und Sveum bilden gutes Team

Beim Mannschaftsrennen mit zwei Startern, die zwei Durchgänge mit jeweils 1,5 Kilometern Laufen, 3,2 Kilometern Radfahren und 2,25 (letzter Starter 2,55) Kilometern Skilanglauf absolvieren mussten, sicherte sich Norwegen mit Tungesvik und Sveum den Titel in 1:25:36 Stunden vor Italien (1:26:44 Stunden) und Russland (1:27:01 Stunden).

Fehler gefunden? Bitte teile uns hier mit, was wir verbessern können!

Für öffentliche Kommentare und Diskussionen nutze gern die Funktion weiter unten.

- Anzeige -
Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

Verwandte Artikel

Triathlon-Winterweltmeisterschaft: Pragelato als Gastgeber gefunden

Der Termin für die Triathlon-Winterweltmeisterschaft stand lange aus. Nun hat World Triathlon bekannt gegeben, dass mit Pragelato in Italien ein Ausrichter für 2024 gefunden wurde. Wer dabei sein möchte, sollte schon im Training stehen, denn die Wettbewerbe finden vom 23. bis 25. Februar statt.

Der Ticker vom Wochenende: Debütantensieg in Australien und alternative Formate

Am Wochenende gab es Triathlon in klassischer und abgewandelter Form. Hier kommen einige Ergebnisse im Überblick.

ePaper | Kiosk findenAbo

Aktuelle Beiträge

Mehr lesen und erleben mit triathlon+

Triathlon ist mehr als Schwimmen, Radfahren und Laufen. Mit der Mitgliedschaft bei triathlon+ erlebst du den schönsten Sport der Welt so umfangreich wie nie zuvor. Wir haben drei attraktive Modelle für dich: Mit dem Monatsabo hast du die volle Flexibilität. Mit dem Halbjahresabo kannst du unseren Service umfangreich testen und mit dem Jahresabo sparst du bares Geld.

Monatsabo

9,95 -
Jetzt mitmachen bei triathlon+
  • volle Flexibilität
  • € 9,95 pro Monat
  • monatlich kündbar
Empfehlung!

Jahresabo

89,95 -
Größte Ersparnis bei triathlon+
  • Mindestlaufzeit 12 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 1 Jahr monatlich kündbar

Halbjahresabo

39,95 -
Ein halbes Jahr zum Vorteilspreis
  • Mindestlaufzeit 6 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 6 Mo. monatlich kündbar