Sonntag, 19. Mai 2024

Einstieg in die neue Speedmax-Welt

Mit dem neuen „Speedmax CF Disc“ nimmt Canyon die breite Masse der Agegrouper ins Visier, die den Preis im Auge behalten müssen aber dennoch nach einem Rad suchen, das in Sachen Einstellbarkeit, Ausstattung und Aerodynamik ihre Bedürfnisse befriedigt. Schaut man auf den letzten Punkt, liefert Canyon einen interessanten Vergleich, der verdeutlicht, wie viel Energie auch in das Einsteigerrad der Speedmax-Familie mit Scheibenbremsen geflossen sein muss. Bereits das günstigste Modell im Line-up, das für 3.699 Euro zu haben ist, soll es bei der Aerodynamik mit dem bisherigen Topmodell, dem „Speedmax CF SLX“ mit Felgenbremsen, aufnehmen können. So soll das neue CF im Windkanal nur 0,2 Watt „langsamer“ sein, als die Maschinen, die in ihrer Grundausführung Jan Frodeno und Patrick Lange zu ihren WM-Titeln verholfen hat.

Laut Canyon liegt die beinahe gleich gute Aero-Performance des neuen Bikes im Vergleich mit dem bisherigen Topmodell auch darin begründet, dass die Räder die gleiche DNA besäßen. Ein konsequentes Vorgehen, das für die Einsteigermodelle einen großen Sprung nach vorn bedeutet. 

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Cockpit

In diesem wichtigen Bereich setzt Canyon auf die Zusammenarbeit mit dem etablierten Hersteller Profile Design. Von ihm stammen die Spacer, Extensions und Armschalen, während der Vorbau und der neu entwickelte Aero-Lenker Canyon-Produkte sind. Ein interessantes Feature an den Modellen, die mit elektronischen Schaltgruppen bestückt sind, ist die mögliche Winkelverstellung der Extensions, wie man sie sonst meist nur an deutlich teureren Rädern findet. Möglich macht dies das „Aeria-Ultimate-2“-System von Profile Design.

Nils Flieshardt Die Winkel der Extensions sind beim Canyon CF Disc einstellbar.

Storage

Auch beim Thema Storage kommt das neue CF mit einigen interessanten Lösungen, die es vom Vorgänger absetzen. Auf dem Oberrohr befindet sich eine Hartschalenbox mit praktischem Scharnierdeckel, die die Verbindungseinheit der elektronischen Schaltung beherbergt und Platz für Verpflegung bietet. Durch den Deckel erhält man unkompliziert Zugriff, was während der Fahrt ein echtes Plus darstellt. Zudem schließt sich die Form der Box aerodynamisch optimiert an den Vorbau an. 

Nils Flieshardt Unter dem Scharnierdeckel der Hartschalenbox befindet sich die Steuereinheit der elektronischen Schaltung. Hier ist auch Platz für Verpflegung.

Im Tretlagerbereich zwischen Unter- und Sitzrohr befindet sich weiterer Stauraum in Form einer flexiblen Box, die Platz für Kleinteile und Werkzeug bietet. So kann man hier zum Beispiel einen Ersatzschlauch und ein kleines Multitool unterbringen. Das eigentliche Pannen-Kit, das Canyon mitliefert, wird in der sogenannten Top Tube Snake transportiert, die im Oberrohr verstaut wird. Hier sind zwei Gaskartuschen, ein Pumpenadapter und ein Satz Reifenheber sicher platziert und garantiert immer an Bord, wenn der Ernstfall eintritt. 

Ausstattung

Insgesamt gibt es das Canyon Speedmax CF Disc in sechs Versionen. Den Einstieg in das Line-up macht das „Speedmax CF 7 Disc“ für 3.699 Euro, das mit Shimanos mechanischer „105“-Gruppe bestückt ist. Dann folgen verschiedene Optionen (auch WMN-Varianten für Frauen) mit mechanischen und elektronischen Mittelklassegruppen von Shimano und Sram sowie verschiedenen Carbonlaufrädern. Alle Bikes mit elektronischen Schaltgruppen sind mit Powermetern ausgestattet. Die Spitze der CF-Familie markieren das „Speedmax CF 8 Disc eTap“ mit Sram „Force eTap AXS“ und Zipp „404/808 Firecrest“ für 6.499 Euro und das „Speedmax CF 8 Disc Di2“ mit Shimano „Ultegra Di2“ und „Arc 1400 Spline db“ von DT Swiss für 6.799 Euro.

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Nils Flieshardt
Nils Flieshardt
Nils Flieshardt ist Chefredakteur der Zeitschrift triathlon und seit über 15 Jahren als Radexperte im Einsatz. Wenn er nicht am Rechner sitzt, findet man ihn meist hinter der Kamera auf irgendeiner Rennstrecke oder in Laufschuhen an der Elbe. Als Triathlet ist er mehr finish- als leistungsorientiert, aber dafür auf allen Distanzen zu Hause.

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