Neue Allrounder von Continental

Der beliebte "GP 4000 S II" erhält mit dem Grand Prix 5000 einen Nachfolger, der dem vielfachen Testsieger in allen Belangen überlegen sein soll. Zudem stellt Continental mit dem GP 5000 TL seinen ersten Tubeless-Reifen fürs Rennrad vor.

Von > | 8. November 2018 | Aus: EQUIPMENT

Foto >Nils Flieshardt

Es war das Mantra der vergangenen Jahre, wann immer den Verantwortlichen von Continental Fragen nach einem möglichen neuen Reifen gestellt wurden: „Wir werden erst einen Nachfolger für den Grand Prix 4000 S II präsentieren, wenn er deutlich besser abschneidet als das aktuelle Modell.“ Dieser Moment scheint nun gekommen – und das sogar doppelt. Denn Continental präsentiert mit den „Grand Prix 5000“ und der Tubeless-Variante „Grand Prix 5000 TL“ gleich zwei neue Reifen, die den bisherigen 4000er ersetzen, beziehungsweise das Sortiment der Korbacher erweitern.

Der Grand Prix 5000 soll im Vergleich mit seinem Vorgänger einen um 12 Prozent verbesserten Rollwiderstand haben, im Schnitt über alle Tests 20 Prozent besseren Pannenschutz bieten, in der 25er-Variante mit 215 Gramm rund 10 Gramm leichter sein und deutlich mehr Fahrkomfort bieten. Zudem ermögliche die neue Lazer-Grip-Technologie auf der Reifenschulter einen nochmals erhöhten Kurvengrip.

Sorgen, dass das neue Profil nicht mehr die herausragenden Aero-Eigenschaften des GP 4000 S II haben könnte, begegneten die Entwickler bei der Präsentation gelassen. Man habe aufgrund von nachträglichen Tests sehr gut verstanden, warum das alte Profil derart gute Aero-Eigenschaften gehabt habe und dieses Wissen sei auch in die Entwicklung des neuen Profils eingeflossen, so die Entwickler.

Den Grand Prix 5000 gibt es ab sofort in sechs Größen mit Breiten zwischen 23 und 32 Millimetern. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 62,90 Euro.

Continentals erster Tubeless-Reifen fürs Renn- und Zeitfahrrad

Mit dem Grand Prix 5000 TL hat Continental nun erstmals auch einen Tubeless-Reifen fürs Renn- oder Zeitfahrrad im Programm. Dieser habe einen nochmals geringeren Rollwiderstand als der 5000er und der Pannenschutz sei aufgrund eines unter dem Laufstreifen eingebauten Vectran-Pannenschutzgürtels selbst ohne Milch besser als beim Clincher. Die Flüssigkeit sei allerdings notwendig, um den Reifen dauerhaft „dicht“ zu bekommen. Continental empfiehlt hier übliche Mengen zwischen 30 und 60 Milliliter pro Reifen, um den bestmöglichen Pannenschutz zu erreichen.

Den Grand Prix 5000 TL gibt es in vier Größen mit Breiten zwischen 25 und 32 Millimetern. Der 25er soll 300 Gramm wiegen – die schwerste Ausführung ist der 32er mit 370 Gramm. Eine Felgenempfehlung gibt Continental nicht. Laut hauseigenen Tests „funktionierten“ die Reifen mit allen üblichen Anbietern von Tubeless-Ready-Laufrädern. Man gab jedoch offen zu, dass es aufgrund von unkontrollierten Entwicklungen auf dem Markt bessere und schlechtere Kombinationen gäbe. Diesbezüglich arbeite man mit anderen Reifen- und Felgenherstellern an einer Norm-Lösung, die das bisherige „Chaos“ bei der Kompatibilität beheben soll.