Freitag, 12. April 2024
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Die Finals: Lasse Priester krönt sich zum Deutschen Meister

Ein spannendes Rennen um den Deutschen Meistertitel über die Sprintdistanz entscheidet Lasse Nygaard Priester für sich. Am Ende gewinnt er souverän vor Tim Hellwig und Simon Henseleit, die das Podium komplettieren.

Bengt Lüdke Lasse Nygaard Priester gewinnt mit einem starken Rennen den Deutschen Meistertitel über die Sprintdistanz.

Punkt 10:30 Uhr fiel der Startschuss um den Deutschen Meistertitel auf der Sprintdistanz. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von 27 Grad gingen 85 Männer auf die Strecke, beginnend mit dem Schwimmen über 750 Meter im Medienhafen von Düsseldorf. Das Hafenbecken, das ein Anmutung hat wie ein riesiges Schwimmbad, bot mit 24 Grad ideale Temperaturen für die erste Disziplin. Seinen Start kaum erwarten konnte Henry Graf, der – ebenso wie sein Teamkollege Fabian Kraft – einen Frühstart vom Ponton hinlegte und dafür eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe in der ersten Wechselzone verbüßen musste.

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Hellwig und Graf als Schnellste aus dem Wasser

Im Getümmel der Athleten konnte sich Tim Hellwig und Henry Graf ab der Hälfte etwas vom Feld absetzen und im Anschluss die 66 Stufen bis zum Rad als Erste in Angriff nehmen. Valentin Wernz, Deutscher Meister von 2019, war durch einen schnellen Wechsel der erste Verfolger seines Teamkollegen Hellwig auf der 20 Kilometer langen Radstrecke. Graf, der seine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe am Rad abstehen musste, sortierte sich in der ersten größeren Verfolgergruppe um Jonas Schomburg, Simon Henseleit und Rico Bogen ein. Nach insgesamt 16:35 Minuten Rennzeit war die Führung von Tim Hellwig egalisiert, sodass es zum Zusammenschluss einer 16-köpfigen Führungsgruppe kam. Innerhalb der ersten Runde kam es in der Verfolgergruppe zu einem Sturz, in den ein Großteil der Athleten involvierte war. Nach dem Sturz aufgeben und sein Rennen beenden musste Fabian Kraft.

Alle Favoriten in der Führungsgruppe

Auf dem teilweise engen und technisch anspruchsvollen Stadtkurs über zwei Rheinbrücken erarbeitete sich die Spitze einen kontinuierlichen Vorsprung von etwas mehr als 20 Sekunden zu den Verfolgern. Zum Ende der dritten Runde wurde das Tempo innerhalb der Führungsgruppe verschärft, um die Positionen zum zweiten Wechsel zu klären. Alle Athleten, die im Vorhinein zum Favoritenkreis zählten, befanden sich in der Gruppe, die die Wechselzone als Erste erreichte.

Henseleit als Führender vom Rad

Simon Henseleit, der sich die Führungsposition zum Wechsel holte, ging mit Tempo auf die Laufstrecke. In einer beeindruckenden Form zeigten sich Tim Hellwig und Lasse Nygaard Priester. Hellwig übernahm schnell die Führung und zog mit seiner Tempoverschärfung das Feld auseinander. Durch einen Wechselfehler, bei dem er seine Schwimmbrille in die falsche Box legte, war klar, dass Tim Hellwig eine Zeitstrafe von zehn Sekunden abstehen musste, die er taktisch klug innerhalb der ersten Laufrunde einlegte.

Durch die Zeitstrafe übernahm Lasse Nygaard Priester die Führung vor Lasse Lührs und Tim Hellwig. Mit schnellen Schritten übernahm Hellwig direkt die zweite Position und konnte mit jedem Schritt ein paar Meter zwischen sich und Lührs bringen. Ab diesem Zeitpunkt ging es über zwei Runden, die sowohl für den souverän an der Spitze laufenden Nygaard Priester als auch für Tim Hellwig von Tempo geprägt waren, jedoch nicht mehr von Positionskämpfen. Indes musste der Vorjahressieger Lasse Lührs sich dem Angriff des U23-Athleten Simon Henseleit geschlagen geben, der die Ziellinie als Dritter überquerte. Für Lasse Nygaard Priester ist es nach dem zweiten Platz im vergangenen Jahr der erste Deutsche Meistertitel. Priester siegte in einer Zeit von 50:58 Minuten, Tim Hellwig folgte auf Rang zwei in 51:15 Minuten vor Simon Henseleit, der das Podium in 51:21 Minuten vervollständigt.

Heute gewonnen zu haben, ist ein guter Zeitpunkt für die WM in Hamburg in einer Woche und auch im Hinblick auf das Olympia-Testevent in Paris.

Lasse Nygaard Priester
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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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